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Beauftragtencenter der Stadt fördert Vielfalt mit neuem Schul-Projekt

Mit SchülerInnen spazieren und diskutieren für Respekt und gegen Ausgrenzung
 
Do, 20. März 2014

Die Stadt Salzburg setzt rund um den „Internationalen Tag gegen Rassismus“ (21. März) ein klares Zeichen gegen Rassismus und startet nun ein neues Schulprojekt unter dem Titel „Spazieren und Diskutieren für Respekt und gegen Ausgrenzung“. Teilnehmen können SchülerInnen ab der 5. Schulstufe.

„Wir setzen uns mit unserem Programm an den Schulen für ein besseres Miteinander in unserer Gesellschaft ein. Rassismus fängt im Kopf an, verletzt aber die Menschen. Wir wollen gemeinsam darüber reden, dass Vielfalt keine Bedrohung ist, sondern der Gesellschaft gut tut und nützt“, betont der ressortzuständige Bürgermeister Heinz Schaden. „Es ist wichtig, SchülerInnen für die Auswirkungen des Rassismus in der Vergangenheit und in der Gegenwart zu sensibilisieren!“ erläutert Integrationsbeauftragte Daiva Döring, die das Projekt gemeinsam mit dem Runden Tisch Menschenrechte initiiert hat.

Angeboten werden Spaziergänge „Auf den Spuren der NS-Opfer“ mit Gert Kerschbaumer sowie zum Thema „Vielfalt in Salzburg“ mit den City Guides. Weiters können von den Schulen Workshops zum Thema „Arbeit für Vielfalt“ gebucht werden. Alle Infos auf www.stadt-salzburg.at (integration/menschenrechte)

"Wie wichtig Sensibilisierung in diesem Bereich ist, zeigen auch die jüngsten Vorfälle in der Stadt Salzburg“, meint Integrationsbeauftragte Döring. In der gesamten Stadt Salzburg gibt es eine Zunahme an antisemitischen Schmierereien – auf der Synagoge und auf Mahnmalen ebenso wie Vandalenakte auf Stolpersteinen und Schmierereien mit Nazi-Symbolen. Ebenfalls in der Stadt Salzburg passiert und dokumentiert: rassistische Beschimpfungen gegen und tätlichen Übergriffe auf anders aussehende und sozial benachteiligte Menschen, in letzter Zeit insbesondere gegen die Bettelnden.

Der „Internationale Tag gegen Rassismus“, seit 1967 am 21. März begangen, hat an Aktualität nichts verloren. Ging es ursprünglich darum, Benachteiligungen von Menschen anderer Hautfarbe ins Bewusstsein zu rücken, so geht es aktuell um alle Ungleichbehandlungen, die geschehen, weil Menschen „anders“ aussehen, eine „andere“ Sprache sprechen oder einen „anderen“ Glauben haben. Ungleichbehandlungen treffen im Alltag viele Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund, indem z.B. ihre Mehrsprachigkeit nicht gewürdigt wird oder allein ihr anders klingender Name Skepsis hervorruft. Sie bekommen damit viel schwerer Lehrstellen, so die Erfahrungen der Antidiskriminierungsstelle in Salzburg.

Weitere Aktivitäten der Stadt Salzburg in diesem Bereich
• Arbeit für Vielfalt im BeauftragtenCenter (Behindertenbeauftragte, Bewohnerservice-Koordination, Integrationsbüro, Jugendbeauftragte, Frauenbüro)
• Runder Tisch Menschenrechte
• Anti-Diskriminierungsstelle
• Radio- und Videoprojekt „Salzburg schaut und hört hin!“
• Preis der Vielfalt


Kontakt:
Integrationsbeauftragte Daiva Döring
Tel. 0662/8072-2296, 0664/8072 1 2296
integrationsbuero@stadt-salzburg.at




www.stadt-salzburg.at
Stand: 20.3.2014, Gabriele Strobl-Schilcher