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Hellbrunn: Ab heuer viel Neues zum Staunen und Genießen

Neue Schlossausstellung zeigt „unerwartete Welt“ – Attraktives Besucherzentrum
 
Mi, 23. März 2016

Anlässlich „400 Jahre Hellbrunn“ wartet die weltberühmte Anlage von Fürsterzbischof Markus Sittikus mit großartig Neuem auf: Zehn Innenräume des Schlosses wurden komplett umgestaltet und zeigen nun „SchauLust – Die unerwartete Welt des Markus Sittikus“. Im Schlosshof entstand ein neues Besucherzentrum mit Kassa, Aufenthaltsraum und bald neuem Café samt Gastgarten zum Park hin. Gesamtinvestitionssumme: 1,64 Millionen Euro.

Entspannungs- und Kulturort

Bürgermeister Heinz Schaden sagt: „Wir haben damit ein wahres Kleinod noch weiter veredelt. Hellbrunn ist nicht nur für Gäste sondern ganz besonders für Salzburgerinnen und Salzburger ein Entspannungs- und Kulturort erster Güte. Über 450.000 Einheimische und Touristen tummeln sich jährlich hier in Park, Schloss und Wasserspielen. Das schon vielfältige Angebot ist nun um weitere Attraktionen reicher. Dass wir dafür einiges Geld in die Hand genommen haben, wird sich jedenfalls auszahlen.“

Und Ressortchef Bürgermeister-Stv. Harry Preuner ergänzt: „Hellbrunn gehört touristisch zu den Top-10 Destinationen landesweit. Mit der neuen Schlossausstellung und dem Besucherzentrum machen wir einen Qualitätssprung und können vermehrt auch bei Schlechtwetter punkten. In den letzten fünf Jahren hatten wir stabil rund 280.000 zahlende Gäste pro Saison, die ja bekanntlich nur über rund sieben Monate reicht. Markant ist der Anstieg aus dem arabischen und asiatischen Raum. Besonders auffällig sind die Zuwächse aus China und Südkorea.“

Die neue Schlossausstellung

Was ist neu im Schloss? Schlosshauptfrau Ingrid Sonvilla: „Ab unserer Wiedereröffnung am Gründonnerstag, 24. März, zeigen wir im Schloss die Ausstellung „SchauLust – Die unerwartete Welt des Markus Sittikus“. Zehn Räume wurden dafür komplett neu konzipiert und mit einem ausgeklügelten Lichtsystem in Szene gesetzt. Da erfährt man jetzt deutlich Genaueres über den Fürsterzbischof und seine Zeit. Es ist eine Schau zum Mittun, Angreifen und Staunen.“

In einem Raum würden zum Beispiel die üppigen Prozessionen und das Faschingstreiben um 1618 thematisiert. Da sei es deftig zugegangen: „Das war ein derbes Spektakel zur Volksbelustigung. Das wird mittels Trickfilm dargestellt.“ In einem anderen kann man eine große Weltkugel, die das geografische Wissen der damaligen Zeit zeigt, bestaunen und angreifen. Wieder ein anderer Raum biete ein rundes Drehmöbel mit sechs Plätzen samt Tablets zu seiner Erkundung.

Es gibt neu eine große plastische Darstellung des Hellbrunner Geländes mit Laden zum Herausziehen, die große Pläne und Stiche enthalten. Und auch einen „Raum der Vergänglichkeit“ mit einem Morphing, das Markus Sittikus‘ Alterungsprozess filmähnlich darstellt. Und viel Beeindruckendes mehr.

Drei Ausstellungsmacher eingeladen

Konzipiert wurde die neue Ausstellung vom Vizerektor der Pädagogischen Hochschule, dem Historiker Christoph Kühberger, und der Kunsthistorikerin Sibylle Kampl. Kühberger ist zudem langjähriger Hellbrunn-Experte und hat das Museumspädagogische Programm für Schulen erarbeitet. Basierend auf dem Konzept wurden drei Ausstellungsmacher zur Realisierung eingeladen. Zwei davon, nämlich Stephan Macala und Andreas Zangl, haben sich für das Siegerprojekt schließlich zusammen getan und „SchauLust“ in zweijähriger Arbeit verwirklicht.

Das neue Besucherzentrum

Für das neue Besucherzentrum wurde die Kassa aus dem Vorfeld in den Hof nahe zum Shop verlegt. Es gibt dort nun einen angenehmen Aufenthaltsraum für Gäste, wo künftig informative Kurzfilme über die Wasserspiele gezeigt werden. Bis zum Frühherbst entsteht ein neues Café samt Gastgarten zum Park hin. In Absprache mit dem Bundesdenkmalamt sind dafür sogar fünf Durchbrüche in einer historischen Mauer machbar.

Die Kosten

In die Umbauten – samt neuer WC-Anlage, nötigen Umsiedelungen und neuem Kanal –wurden 835.000 € gesteckt. Für Einrichtungen waren 300.000 € nötig. Dazu kommen 435.000 € für die neue Schloss-Ausstellung und 70.000 € für neue Audio-Guides, die neben den üblichen Sprachen ab dem Sommer auch in Arabisch, Chinesisch, Koreanisch und für Kinderführungen angeboten werden. Summa summarum wurden also 1,64 Millionen Euro investiert.


www.stadt-salzburg.at
Markus Sittikus als Kind. Markus Sittikus als Kind.
© Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer
Drehmöbel mit  tablets im ehemaligen Speisesaal. Drehmöbel mit tablets im ehemaligen Speisesaal.
© Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer
Globus zum Angreifen. Globus zum Angreifen.
© Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer
Modell der Anlage mit Laden zum Herausziehen. Modell der Anlage mit Laden zum Herausziehen.
© Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer
Schaden, Sonvilla, Preuner Schaden, Sonvilla, Preuner
© Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer
Eingangsbereich zur Schau im 1. Stock. Eingangsbereich zur Schau im 1. Stock.
© Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer
Hat Ausstellung konzipiert: Hat Ausstellung konzipiert:
© Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer
Hat Drehmöbel mit Tablets gleich getestet: Hat Drehmöbel mit Tablets gleich getestet:
© Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer
Im Gespräch vor historischem Ofen: Im Gespräch vor historischem Ofen:
© Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer
Freut sich riesig über die neue Schau: Freut sich riesig über die neue Schau:
© Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer
Stand: 23.3.2016, Karl Schupfer