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Presse

Sammler aus Liebe: Ausstellung für Anton Gugg ( in der Stadtgalerie

Sammlungskosmos und zeitgenössisches Salzburg-Panoptikum
 
Mo, 13. November 2017

Er war ein leidenschaftlicher Sammler, ein undogmatischer Förderer und pointierter Schreiber: Anton Gugg, langjähriger Leiter der Stadtgalerien. Am 10. November des Vorjahres ist er völlig überraschend verstorben. Zur Erinnerung an den begeisterten Kunstsammler, Kunstkenner und Kurator präsentiert die Stadtgalerie Lehen aktuell die Ausstellung „Furor colligendi – Für Anton Gugg.“

Und es schillert üppig in der White Box am Inge-Morath-Platz im Stadtwerk. Rund hundert Künstlerinnen und Künstler aus Salzburg sind der Einladung gefolgt und haben eines ihrer Werke ausgewählt und für die Gedächtnisausstellung beigesteuert. Ihnen allen hatte Anton Gugg seit 2003 in den städtischen Galerien eine öffentliche Präsentationsplattform für ihr Schaffen geboten, ihre Werke in spannende Zusammenhänge gestellt und mit profund bedachten und formulierten Analysen kommentiert. Dieses Panoptikum der zeitgenössischen Kunst in Salzburg beherrscht, dicht an dicht gehängt, den vorderen Bereich des Galerieraumes – und zeigt zugleich eindrucksvoll, mit wie viel Offenheit und Neugier Anton Gugg dem Schaffen der lokalen Kunstszene begegnete.
„Was ihn vor jedem anderen Merkmal interessiert hat, war die Leidenschaft, mit der ein Künstler, eine Künstlerin am Werk war. Er hat von allen gefordert, ihr jeweils Bestes zu geben.“, sagte der Maler Rupert Gredler, durch eine langjährige Freundschaft mit Anton Gugg verbunden, anlässlich der Ausstellungseröffnung.

In einem Kabinett aus sacht sich bewegender Spiegelfolie findet man sich im zweiten Teil der Ausstellung wieder – und damit inmitten des persönlichen Sammlungskosmos von Anton Gugg: Masken aus den unterschiedlichsten kulturellen Zusammenhängen, chinesische Holzschnitte und Porzellan, afrikanische und indonesische Holzskulpturen, Kunstwerke aus Tibet, Peru, Böhmen, Japan, Persien und dem osmanischen Reich, textile Kunstwerke, Kleinplastiken und nicht zuletzt eine gro0e Anzahl von Gemälden österreichischer Künstlerinnen und Künstler. Unter dem Titel „Furor colligendi – Sammelwut“ vereinen sich die beiden Themenbereiche der Ausstellung für Anton Gugg; dabei trifft Zeitgenössisches auf alte Tradition, Volkskultur wird neben Hochkultur präsentiert, Qualität und Kurioses kommunizieren miteinander. In jedem Fall geht es um die unmittelbare Sprache der Kunst.

***Persönliche Streiflichter
Spannende Hintergründe und „fremde Blicke“ auf die Ausstellung eröffnen sich in den wöchentlichen Kurzführungen mit Experten auf dem Gebiet des Sammelns:
Nikolaus Schaffer nimmt die Gugg’sche Sammlung unter dem Motto „Sammeln als Lebenseinstellung“ unter die Lupe (Do, 16.11., 17.30 Uhr), im Anschluss im Gespräch mit Brigitte Hanemann und Gabriele Wagner.
Wilfried Schaber lenkt die Perspektive seiner Kurzführung auf „Sammler und Sammlungen“ (Do, 23.11., 18 Uhr), Ulrike Kammerhofer-Aggermann zeigt die Verbindungen von Sammlungen und Kulturellen Netzwerken auf (Do, 30.11., 17.30 Uhr) und Norbert Winding stellt die Bezugssysteme zwischen Objekt und Sammlung ins Zentrum seines „Persönliches Streiflichtes“ (Mi,6.12.,17.30 Uhr).

***Galeriekonzerte
Zwei Mal wird die Sammlung von Anton Gugg auch zum „Schauplatz für die Ohren“ – beim Konzert des litauischen Ensembles Synaesthesis am Sa, 18.11., 20 Uhr, im Rahmen des Musikfestivals CROSSROAD, und am Mi, 29.11., 19 Uhr, mit der Galerie Zweiklang (Tenor Franz Supper und Pianist Fausto Quintabà) und Liedern von Mozart bis Liszt.

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Furor colligendi – Ausstellung für Anton Gugg
Stadtgalerie Lehen
Inge-Morath-Platz 31
zu sehen bis 23. Dezember 2017


PDF Einladung_Ausstellung für Anton Gugg


www.stadt-salzburg.at
Sammlerwut in schönster Form: Sammlerwut in schönster Form:
© Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Christian Ecker
Volles Haus zur Vernissage: Volles Haus zur Vernissage:
© Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Christian Ecker
Zeitgenössisches und Wegbegleiter Zeitgenössisches und Wegbegleiter
© Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Christian Ecker
Stand: 13.11.2017, Cay Bubendorfer