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Presse

Umwidmung für über 200 Wohnungen in Gneis im Ausschuss

Zwei Projekte in Bahnhofsnähe vorgestellt
 
Do, 23. Jänner 2020

200 bis 250 Wohnungen sollen auf dem knapp drei Hektar großen Grundstück an der Berchtesgadner Straße/Dossenweg in Gneis entstehen. Die dafür notwendige Änderung des Flächenwidmungsplanes wurde heute im Planungsausschuss der Stadt (Vorsitz: Johanna Schnellinger / SPÖ) vorgelegt. Die Diskussion drehte sich vor allem um die Vergabe der Wohnungen. Auf 52 Prozent der zu errichtenden Wohnflächen werden geförderte Mietwohnungen entstehen, diese werden über das Wohnungsamt der Stadt vergeben werden. Die restliche Wohnfläche werden förderbare Eigentumswohnungen (20 Prozent) bzw. förderbare Eigentumswohnungen im Baurecht (28 Prozent). Für die Vergabe dieser Wohnungen hat die Stadt das Vorschlagsrecht. Vizebürgermeisterin Barbara Unterkofler möchte eine Clearing-Stelle einrichten, die den Vergabeprozess ähnlich jenem bei der GSWB abwickelt. Um diese Stelle konkret auszugestalten, sind die Fraktionen zu einer gemeinsamen Beratung direkt im Anschluss an den Planungsausschuss zusammen gekommen. Der Amtsbericht zum Dossenweg wurde auf Antrag der ÖVP an den Senat weitergeleitet, damit alle Fraktionen noch den zugrundeliegenden Raumordnungsvertrag lesen können, indem unter anderem die oben genannte Festlegung der Vergabe (Wohnungsamt bzw. Vorschlagsrecht der Stadt für Eigentum) festgeschrieben ist.

Einstimmig befürwortet wurde vom Ausschuss die Flächenwidmungsänderung zwischen Fürbergstraße und Anton-Graf-Straße in Schallmoos Süd. Auf dem Gelände an der Bahntrasse sollen 160 Wohnungen errichtet werden. Drei bestehende Gewerbegebäude werden dafür abgerissen, dafür soll betreutes Wohnen, eine Wohngruppe sowie Wohneinheiten für eine soziale Institution errichtet werden. Das geschützte Biotop „Weiherwiesbach“ an den Gleisen am östlichen Rand soll aufgewertet werden. Um eine möglichst reibungslose Verkehrserschließung zu gewährleisten – 372 zusätzliche KFZ-Fahrten pro Tag werden prognostiziert – soll in der Fürbergstraße ein Linksabbiegestreifen eingerichtet werden, die dazu notwendigen kleinen Grundabtretungen werden bereits mit den Eigentümern verhandelt. Im Februar werden die Pläne für das Vorhaben öffentlich aufgelegt werden.

Ebenfalls einstimmig wird die Errichtung eines Hotelturms neben der ehemaligen Brotfabrik in der Fanny-von-Lehnert-Straße Ecke Karl-Wurmb-Straße befürwortet. Geplant ist ein „Jugendhotel“ mit 100 Zimmern, welches auf Grund der Lage in Bahnhofsnähe wenig zusätzlichen Verkehr verursachen soll. Auf einer relativ kleinen Planungsfläche von 810 Quadratmetern sind 15 Geschosse bei einer Gesamthöhe von 45 Metern vorgesehen. Der Gestaltungsbeirat hat das Projekt positiv beurteilt, ICOMOS erwartet keine negativen Auswirkungen auf das Welterbe der Stadt.

Gleich gegenüber, ebenfalls in der Fanny-von-Lehnert-Straße plant das Land Salzburg die Errichtung eines neuen Verwaltungsgebäudes (Landesdienstleistungszentrum). Die städtebaulichen Rahmenbedingungen dafür wurden heute kurz im Ausschuss vorgestellt. Für über 1.100 Mitarbeiter*innen soll auf dem insgesamt 8.840 Quadratmeter großem Grundstück ein Gebäude mit 9 Geschossen an den Haupttrakten und 11 Geschossen an der Ecke zum Bahnhof entstehen. Lichthöfe und die Begrünung des Sockelgeschosses im Innenhof des Gebäudes sollen für eine entsprechende Aufenthaltsqualität sorgen. 150 PKW-Stellplätze und 278 Fahrrad-Abstellplätze – in absperrbaren Räumen – werden im Mobilitätskonzept zur Umsetzung vorgeschlagen.


www.stadt-salzburg.at
Stand: 23.1.2020, Stefan Tschandl