Artist in Residence 2026: Zehn Salzburger Künstler:innen für internationale Aufenthalte ausgewählt

Stadt Salzburg stärkt internationalen Kulturaustausch und künstlerische Netzwerke
12.02.2026
10 Künstler:innen haben die Möglichkeit erhalten in Europa und der USA zu arbeiten.

Die Stadt Salzburg setzt 2026 den internationalen künstlerischen Austausch im Rahmen des Artists-in-Residence-Programms (AIR) fort: Eine Jury hat zehn Salzburger Künstler:innen ausgewählt, die im Laufe des Jahres bei internationalen Kooperationspartnern in Europa und den USA arbeiten werden. Ziel des Programms ist es, Salzburgs Kunst- und Kulturszene international zu positionieren, Kooperationen zwischen kulturaktiven Städten zu fördern und Kunstschaffenden neue Arbeits- und Erfahrungsräume zu eröffnen.

Bürgermeister Bernhard Auinger unterstreicht die Bedeutung des Austausches: „Mit dem Artists-in-Residence-Programm schaffen wir für Salzburger Künstler:innen echte Freiräume: Zeit zum Arbeiten, neue Perspektiven durch internationale Ateliers und vor allem Kontakte, die weit über den Aufenthalt hinaus gehen. Dieser Austausch stärkt Salzburgs internationale Positionierung als Kulturstadt – und bringt Impulse zurück, die unsere lokale Szene bereichern und neue Kooperationen möglich machen.“

Internationaler Austausch – Arbeiten, lernen, vernetzen
Das AIR-Programm basiert auf dem Prinzip des gegenseitigen Austauschs zu gleichen Bedingungen:
Salzburger Künstler:innen erhalten die Möglichkeit, für 1 Monat in den Partnerstädten zu leben und zu arbeiten. Im Gegenzug empfängt die Stadt Salzburg internationale Kunstschaffende und stellt ihnen für ihren Aufenthalt ein Wohnatelier im Künstlerhaus zur Verfügung. Die Aufenthalte dienen nicht nur der künstlerischen Weiterentwicklung, sondern auch dem Knüpfen nachhaltiger Kontakte – als Grundlage für neue Kooperationen und ein wachsendes internationales Netzwerk.

Die AIR-Künstler:innen 2026 und ihre Destinationen
Folgende zehn Salzburger Künstler:innen wurden mit ihren Konzepten für das AIR-Programm 2026 ausgewählt:

  • Sebastian Eger – Timișoara (Temeswar): Auseinandersetzung mit Raum, Wahrnehmung und gesellschaftlichen Strukturen im Kontext urbanen Wandels und industriellen Erbes.
  • Andrea Gasperlmair – Katrinebergs Folkhögskola (Schweden): Weiterentwicklung im Bereich Animation in Kombination mit Realaufnahmen; Experimentieren mit Materialien und Bildsprachen. 
  • Jutta Brunsteiner – Schwandorf (Kebbel Villa): Recherche zum Verhältnis von Stadt und Natur sowie zu Geschichte und Wirtschaft, u. a. mit Blick auf Wackersdorf.
  • Mareike Färber – Rovinj/Rovigno: Arbeit an der Weiterentwicklung des Filmstoffs von der Treatmentfassung zur ersten Drehbuchfassung für Langspielfilm „Bad Bunny“. 
  • Herwig Geroldinger – Vantaa: Naturbeobachtung und Malerei, mit Fokus auf Artensterben und neue Biotope im Norden Europas. 
  • Simona Ledl – Anderson Center (Minnesota, USA): Malerei zu chladnischen Klangmustern; konzeptuelle Weiterentwicklung im Auslandskontext. 
  • Katrin Huber – Dresden: Vertiefung druckgrafischer Fertigkeiten; Weiterentwicklung der drucktechnischen Praxis in einer spezialisierten Werkstatt.
  • Stefanie Pirker – Budapest: Projekt „51 years“ – analoge Fotografie, Arbeit mit Archivmaterial und historischen Verschränkungen Österreich–Ungarn im heutigen Stadtraum. 
  • Alexander Gratzer – Bosa (Sardinien): Fokus auf die gezeichnete Linie als abstrakter Selbstzweck; zeichnerische Feldforschung und Präsentation als Installation/Screenings. 
  • Tina Graf – VCCA (Virginia, USA): intensiver Arbeitsprozess u. a. an der Dickerson Combination Printing Press; Austausch in einer internationalen Künstler:innenresidenz. 

Mit AIR fördert die Stadt Salzburg gezielt künstlerische Entwicklung im internationalen Kontext: Neue Eindrücke, Arbeitsweisen und Kooperationen fließen nach den Aufenthalten zurück in die Salzburger Kulturszene – und machen die Stadt als Ort zeitgenössischer Kunstproduktion auch über Grenzen hinweg sichtbar.

Mehr Informationen zu den Künstler:innen:

Lapuch Laura BA