Stadt Salzburg nimmt Automatenhotels unter die Lupe
Die Stadt Salzburg will verstärkt gegen die wachsende Zahl an Automatenhotels vorgehen. Denn die Nachteile und Kosten für die Allgemeinheit sind groß. „Automatenhotels verdrängen Wohnraum, während sie so gut wie keine Arbeitsplätze schaffen. Das heißt, die Stadt verliert doppelt: Jede zweckentfremdete Wohnung ist ein Hauptwohnsitz weniger, für den die Stadt über den Finanzausgleich Geld bekommen könnte. Gleichzeitig entgehen ihr mangels Arbeitsplätzen auch Einnahmen aus der Kommunalsteuer“, sagt Bürgermeister-Stellvertreter Kay-Michael Dankl: „Hinzu kommen Ärgernisse und Mehrkosten für die Nachbarschaft, wenn einzelne Wohnungen in Mehrparteienhäusern zu Mikrohotels umgewandelt werden. Das reicht von höheren Betriebskosten über Beschädigungen bis hin zu vermehrtem Müllaufkommen.“
In der Altstadt verdrängen die Automatenhotels kleine Betriebe wie Cafés, Buchhandlungen, Lokale und Geschäfte. Die Konkurrenz um knappe Flächen treibt die ohnehin teuren Mieten weiter nach oben.
Um ihr Vorgehen gegen Automatenhotels empirisch zu begründen, soll eine wissenschaftliche Studie diese direkten und indirekten Kosten für die Stadt berechnen. Im Zentrum der Untersuchung steht die Frage, wie sich Automatenhotels auf den Wohnungsmarkt, die Nachbarschaften, andere Betriebe sowie die Einnahmen- und Ausgabensituation der Stadt auswirken.
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