„StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“ wird in der Elisabeth-Vorstadt aktiv

06.02.2026
"StoP" Projekt kommt in die E-Vorstadt
v.l.n.r.: Gabriele Huber (StoP Elisabeth-Vorstadt), Doris Wlczek-Spanring (StoP Koordination), Antje Kindler-Koch (Stadtteil und Quartiersarbeit), Michael König (Mitglied der Geschäftsleitung im Diakoniewerk), Andrea Brandner (Sozialstadträtin)

Am 5. Februar wurde in der Elisabeth-Vorstadt das Projekt „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“ vorgestellt. Das Präventionsprojekt wird vom Diakoniewerk im Auftrag der Stadt Salzburg umgesetzt und ist in der Bewohnerservicestelle des Stadtteils verankert. Ziel ist es, Partnergewalt ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und Nachbarinnen und Nachbarn zu stärken, damit sie nicht wegsehen, sondern aktiv handeln.

Gemeinsam gegen das Schweigen
Durch niederschwellige Angebote, Gespräche im öffentlichen Raum und die enge Zusammenarbeit mit lokalen Einrichtungen soll ein Umfeld entstehen, in dem Gewalt keinen Platz hat. Das Projekt versteht Partnergewalt nicht als privates, sondern als gesellschaftliches Problem, das uns alle angeht.

Sozialstadträtin Andrea Brandner: „Partnergewalt geht uns alle an. Mit StoP setzen wir bewusst dort an, wo Menschen leben und sich begegnen – in den Stadtteilen. Es ist mir ein großes Anliegen, Nachbarschaften zu stärken und Zivilcourage zu fördern, damit Betroffene früh Unterstützung finden und Gewalt keinen Platz hat. Prävention beginnt mit Hinsehen, Zuhören und gemeinsamem Handeln.“

Michael König, Mitglied der Geschäftsleitung im Diakoniewerk: „Wie in der Gesundheitsvorsorge gilt auch im Sozialbereich: Frühzeitiges Erkennen erhöht die Wirksamkeit von Unterstützung. StoP überträgt dieses präventive Denken konsequent auf das Thema Partnergewalt.“

Gabriele Huber, StoP-Koordinatorin in der Elisabeth-Vorstadt: „Gewalt beginnt oft leise und im Verborgenen. Unser Ziel ist es, die Nachbarschaft so zu stärken, dass ein Klima des Hinschauens entsteht. Wir möchten die Bewohnerinnen und Bewohner ermutigen, ihrem Bauchgefühl zu vertrauen und bei unguten Dynamiken aktiv zu werden. StoP bietet den nötigen Rückhalt und Informationen, damit niemand mit dieser Situation allein gelassen wird.“

Kritische Dynamiken wahrnehmen und ansprechen
Liebe ist nicht … dich von Freund:innen und Familie zu isolieren.“ Diese und ähnliche Botschaften standen beim Projektstart im Vordergrund. Passend zum Valentinstag wurden Flyer in Herzform im Stadtteil verteilt. Die Sensibilisierung für erste Anzeichen von Macht und Kontrolle ist ein Kernthema von StoP. Menschen im Stadtteil werden informiert und ermutigt, bereits bei frühen Warnsignalen hinzuschauen.

„Viele Betroffene, aber auch Menschen in deren Umfeld, spüren früh, dass etwas nicht stimmt, können es aber schwer benennen. StoP findet Sprache für diese Dynamiken und macht Hilfe sichtbar“, betont Doris Wlczek-Spanring, verantwortlich für StoP in der Stadt Salzburg.

Antje Kindler-Koch, Leiterin der Stadtteil- und Quartiersarbeit im Diakoniewerk, ergänzt: „Wirksame Prävention setzt bereits bei ersten Anzeichen problematischer Beziehungsdynamiken an. Im Auftrag der Stadt schaffen wir Rahmenbedingungen, die Zivilcourage fördern und soziale Verantwortung stärken.“

Einladung an den Stadtteil
Interessierte Bewohnerinnen und Bewohner sowie lokale Einrichtungen sind herzlich eingeladen, das Projekt aktiv mitzugestalten. „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“ steht als Angebot in allen Bewohnerservice-Stellen der Stadt Salzburg zur Verfügung.

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