Menschenrechte

Was sind Menschenrechte?

Menschenrechte sind all jene Rechte, die jedem Menschen zustehen, alleine aufgrund der Tatsache, dass sie / er ein Mensch ist.
Die Menschenrechte umfassen bürgerliche, politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte. Sie sind angeboren und unveräußerlich, stehen allen Menschen gleichermaßen zu, ohne Ansehen von Rasse, Geschlecht, Sprache, Religion oder sexueller Orientierung, von politischer oder sozialer Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, von Vermögen, Geburt oder gesellschaftlichem Status. Die Menschenrechte sind unteilbar,  sie bedingen sich wechselseitig und beanspruchen universelle Gültigkeit über Traditionen und kulturelle Eigenheiten hinweg.

Zehn Jahre Menschenrechtsstadt

Die Charta bietet eine gute Grundlage für alle, die das gemeinsame Leben in der Stadt gestalten. Dort wo die Menschenrechte geachtet werden, ist auch ein gutes und qualitätvolles Zusammenleben möglich. Dies gilt natürlich auch für die Leistungen der Verwaltung. Die Stadt nimmt ihren sozialen Auftrag als Partnerin für die Menschen in Salzburg sehr ernst. Die Themen Menschenrechte und Vielfalt stehen schon lange auf der Agenda.

Was ist die Charta für den Schutz der Menschenrechte in der Stadt Salzburg?
Die Charta bildet die Grundlage für die Aktivitäten eines europaweiten Städte-Netzwerks, ein loser Zusammenschluss von rund 235 Städten, der in Barcelona ins Leben gerufen wurde um eine Kultur der Menschenrechte in den Städten zu fördern.
Die Charta begründet im Wesentlichen keine neuen Normen, sondern stellt eine Zusammenfassung und verständlichere Formulierung der international garantierten Menschenrechte auf lokaler Ebene dar. Die Charta fordert die Stadtverwaltungen auf, im Rahmen ihrer Möglichkeiten und in enger Zusammenarbeit mit den politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Akteur*innen soziale Ausgrenzung zu bekämpfen.
Wichtige Themen sind:
Gleichberechtigung und Nichtdiskriminierung, religiöse und kulturelle Freiheit, Information und Transparenz, soziale Sicherheit, ausgewogene Stadtentwicklung, Recht auf politische Teilhabe und Interessensausgleich.

Antidiskriminierungsstelle

Die Anlaufstelle betreut, begleitet und vermittelt Betroffene und vernetzt Einrichtungen.
Das Logo der Antidiskriminierungstelle Salzburg.
Antidiskriminierungsstelle Salzburg

Diskriminierung findet in vielfältiger Weise auch in Salzburg statt. Zur Verstärkung der bisherigen Bemühungen um Gleichbehandlung wurde im Auftrag der Stadt Salzburg die Antidiskriminierungsstelle eingerichtet und im ABZ - Haus der Möglichkeiten angesiedelt. Die Antidiskriminierungsstelle Stadt Salzburg ist ein Pilotprojekt im Auftrag der Stadt Salzburg, das vom Runden Tisch Menschenrechte erarbeitet und vom ABZ - Haus der Möglichkeiten der Katholischen Aktion getragen wird.
Die im ABZ angesiedelte Anlaufstelle ist offen für alle Menschen, die sich aufgrund von Geschlecht, „Rasse“, Hautfarbe, ethnischer oder sozialer Herkunft, genetischen Merkmalen, Sprache, Religion oder Weltanschauung, der politischen oder sonstigen Anschauung, Zugehörigkeit zu einer nationalen Minderheit, Vermögen, Geburt, Behinderung, Alter oder sexueller Ausrichtung benachteiligt fühlen.
Die Antidiskriminierungsstelle hilft mit kostenloser rechtlicher Beratung.
Beratung für Betroffene:
Dienstag 11 bis 13 Uhr und
Mittwoch 14 bis 18 Uhr
im ABZ - Haus der Möglichkeiten,
Kirchenstraße 34

Montag und Donnerstag 16 bis 19 Uhr
im Schloss Mirabell, Mirabellplatz 4
BeauftragtenCenter, Eingang 5, EG., Zi 50

Soziales
Adresse: Saint-Julien-Straße 20, 5024 Salzburg
Tel: +43 662 8072 3200
Fax: +43 662 8072 2083
E-Mail: soziales@stadt-salzburg.at
Mag. Eva Spießberger MSc
Dienststellenleiterin/Team Vielfalt

Runder Tisch Menschenrechte

Das Logo von runder tisch menschenrechte.
Runder Tisch Menschenrechte Logo

Als erste Stadt in Österreich wurde in Salzburg 2011 ein Meilenstein gesetzt und in ein unabhängig beratendes Gremium für den Bereich Menschenrechte geschaffen. Er besteht aus 13 Expert*innen aus den verschiedenen Bereichen (Verwaltung, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Praxis).
Mitglieder

  • Johanna Fellinger von der Kinder und Jugendhilfe,
  • Michaela Gründler (Soziale Arbeit GmbH, Straßenzeitung Apropos) und
  • der anerkannte Experte für Bürger*innenbeteiligung Stefan Tschandl

Menschen sind vielfältig, aber Menschenrechte sind eindeutig! Der runde Tisch MenschenRECHTe ist überzeugt, dass Alle davon profitieren, wenn Menschenrechte die Grundlage für gemeinschaftliches Handeln und politische Entscheidungen darstellen. Diesbezüglich sieht sich der Runde Tisch MenschenRECHTe als das menschenrechtliche Gewissen der Stadt Salzburg.

Aufgaben

  • Beobachtung der Menschenrechtssituation in der Stadt Salzburg, Diskussion aktueller Fragen der Menschenrechtsarbeit und Standpunktformulierung,
  • Öffentlichkeitsarbeit zu aktuellen Menschenrechtsfragen,
  • Diskussion und Schwerpunktsetzung der kommunalen Menschenrechtsarbeit (u.a. Empfehlungen zur Umsetzung konkreter Projekte und Maßnahmen),
  • Diskussion und Evaluierung der Maßnahmenumsetzung, jährliche Berichterstattung an die Politik der Stadt,
  • Beratung der Politik und Verwaltung in Menschenrechtsfragen.