Altstadt ist keine Kulisse: Stadträtin bezieht Stellung zum Abbruch in der Kaigasse
Der weitgehende Abbruch eines geschützten Altstadthauses in der Kaigasse hat in Salzburg viel Aufmerksamkeit ausgelöst und eine öffentliche Diskussion angestoßen. In der Schutzzone I der Altstadt wurde ein Gebäude in einem Ausmaß abgetragen, das nicht bewilligt war. Die zuständige Behörde hat einen Baustopp verhängt.
Planungsstadträtin Anna Schiester stellt klar: „Wer in der Altstadt baut, kennt die strengen Regeln. Diese gelten für alle gleichermaßen – unabhängig von Projektgröße oder finanziellen Möglichkeiten. Unsere Altstadt ist keine Kulisse und die Häuser sind keine Spekulationsobjekte.“
Die Stadträtin betont, dass Bauverfahren und Kontrollen in einem rechtlich klar geregelten Rahmen erfolgen. Entscheidend sei, dass bei Bekanntwerden von möglichen Überschreitungen rasch reagiert wird. „Pauschale Schuldzuweisungen an die Behörde werden der fachlichen Arbeit der Mitarbeiter:innen nicht gerecht. Die Mitarbeiter:innen prüfen laufend eine Vielzahl an Verfahren und kontrollieren systematisch vor Ort“, stellt sie klar.
Gleichzeitig nehme die Stadt den Vorfall natürlich zum Anlass, interne Abläufe und Kontrollmechanismen zu evaluieren und gegebenenfalls weiterzuentwickeln sowie die Kontrolltätigkeit zu verstärken.
„Eines ist mir dennoch wichtig zu betonen: Den Bock zum Gärtner zu machen hilft niemandem. Die Hauptverantwortung liegt dort, wo gegen die Bewilligung verstoßen wurde - und das war der Investor“, so Schiester abschließend.
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