Radwegbau: Bgm.-Stv. Dankl und das Straßen- und Brückenamt der Stadt Salzburg geben einen Überblick für das Jahr 2026

05.02.2026
Mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer:innen
Ende 2025 konnte der erste Teil der Sanierung des Geh- und Radwegs in der Franz-Josef-Straße fertiggestellt werden.

Bei der Pressekonferenz am heutigen Donnerstag, 5. Februar 2026, gaben Bürgermeister-Stellvertreter Kay-Michael Dankl, Felix Bauer (Amtsleiter des Straßen- und Brückenamts) und Markus Huber (Radwegbauleiter) einen Überblick über die Radbauprojekte, die 2026 in der Stadt Salzburg geplant und umgesetzt werden sollen.

Viele Salzburgerinnen und Salzburger nutzen ihr Fahrrad täglich und zu jeder Jahreszeit. Für Arbeitswege, für den Einkauf, für den Transport der eigenen Kinder oder um Freund:innen zu besuchen. Um den Anteil der Radfahrer:innen noch weiter zu erhöhen, ist eine gute und sichere Radinfrastruktur die Grundvoraussetzung“, so der für die Bauagenden der Stadt verantwortliche Bürgermeister-Stellvertreter Kay-Michael Dankl

Über 15 Radbauprojekte stehen 2026 auf der Projektliste des Straßen- und Brückenamts. Darunter sind viele kleinere Maßnahmen, wie Lückenschlüsse und Sanierungen von Radwegen, und auch große Maßnahmen, die heuer gestartet und in den nächsten Jahren dann fertiggestellt werden. 

Kurze Übersicht der größeren Projekte: 

  • Leopoldskron-Moos und Gneis: Der Josef-Moosbrucker-Weg
    Der Josef-Moosbrucker-Weg verläuft mitten durch die Felder in einem Moorgebiet und ist für die Fußgänger:innen und Radfahrer:innen eine wichtige Verbindung zwischen den Stadtteilen Leopoldskron-Moos und Gneis. 
    In diesem Jahr wird der Weg neu gebaut, verbreitert und es erfolgt eine Modernisierung der Beleuchtung. „Auch das gehört zu einer sicheren Radinfrastruktur – niemand fährt gern im Dunklen. Zusätzlich werden im Zuge der Bauarbeiten Leerrohre für Lichtwellenleiter (LWL) sowie eine 10-kV-Leitung durch die Salzburg AG mitverlegt, um die Infrastruktur zukunftsfit auszubauen“, erklärt Radbauleiter Markus Huber
    Die Gesamtkosten betragen rund 800.000 Euro. 
     
  • Bahnhof: Eine sichere Verbindung zur Salzach
    Eine Landesradroute und die Radhauptroute U1 führen über den Salzburger Hauptbahnhof. Die Routen sind beliebt und die Zahl der Radfahrer:innen wird sich mit der Fertigstellung des neuen Landesdienstleistungszentrums noch weiter erhöhen. Bisher ist die Verbindung zur Salzach nicht ideal – das soll sich ändern. Felix Bauer, Amtsleiter des Straßen- und Brückenamts, gibt einen Einblick, welche Verbesserung hier geplant ist: „Entlang der Karl-Wurmb-Straße, Pestalozzistraße, Plainstraße und Sylvester-Oberberger-Straße wird eine Radfahranlage errichtet. Damit entsteht eine sichere und attraktive Hauptroute für den Radverkehr zwischen dem Bahnhofsumfeld und dem Salzachraum.
    Die Kosten dafür belaufen sich auf gut 520.000 Euro.
     
  • Lehen: Eine Brücke für die Gaswerkgasse 
    Entlang der Eisenbahngleise führt die Wallnergasse über die stark befahrene Straße zur Kreuzbrünndlgasse, die eine wichtige Verbindung zur Salzach ist. Hier treffen Autos, Obusse, Radfahrer:innen und Fußgänger:innen in großer Zahl aufeinander. „In der VCÖ-Erhebung war diese Stelle eine der am häufigsten genannten Gefahrenstellen. Bei der Markierungsoffensive im letzten Jahr wurde hier die Sichtbarkeit verbessert, aber das allein reicht nicht aus. Eine Brücke soll die Gefahrenstelle in der Gaswerkgasse entschärfen und bessere Bedingungen für alle Verkehrsteilnehmer:innen herstellen. Die Gespräche mit der ÖBB laufen bereits“, so Dankl
    Die Gesamtkosten betragen rund 3 Millionen Euro.
     
  • Mehr Farbe für das gesamte Stadtgebiet: Markierungsoffensive 2.0
    Die erfolgreiche Markierungsoffensive der Stadt Salzburg geht 2026 in die zweite Runde. Über 80 Stellen wurden im letzten Jahr markiert. Die Stadt wird auch heuer wieder in einer breit angelegten Aktion die Sichtbarkeit von Geh- und Radwegen an vielen Stellen im Straßenbereich verbessern. 
    Fahrbahnmarkierungen kosten im Vergleich wenig, sind schnell umgesetzt und haben einen großen Effekt im gesamten Stadtgebiet“, sagt Felix Bauer
     
  • Nicht alle Wege führen nach Mirabell: Orientierung auf den Straßen
    Die Beschilderung von Radwegen ist schon länger ein Thema. Die Planung für eine bessere und einheitliche Wegweisung startet heuer. Mit 2027 sollen mehr und bessere Schilder die Radhauptrouten und auch Nebenrouten klar kennzeichnen. „Wir bekommen immer wieder Anfragen von Bürger:innen, die sich klarere Schilder wünschen. Es freut mich, dass hier Bewegung in die Sache kommt“, so Dankl
    Welche Herausforderungen bei dieser Aufgabe auf das Straßen- und Brückenamt zukommen, erklärt Markus Huber: „Wir haben derzeit verschiedene Systeme, die auch zum Teil nicht mehr stimmen: EuroVelo 7, Landesradrouten, Radhauptrouten, touristische Radrouten, Sportradrouten. Diese gilt es nun zu vereinheitlichen, damit sowohl Salzburger:innen als auch radbegeisterte Gäste gut orientiert ans Ziel kommen.“ 
    Die Gesamtkosten für das Projekt betragen rund 75.000 Euro.

Tobias Neugebauer