SanierungsPLUS-Projekt als Impulsgeber für nachhaltige Gebäudesanierung
Wie gelingt es Städten und Gemeinden, öffentliche Gebäude umfassend energieeffizient zu sanieren und gleichzeitig interne Prozesse zukunftsfähig zu gestalten? Genau hier setzt das Projekt SanierungsPLUS an.- Mehr Heizungstäusche und qualitativ hochwertigere thermische Sanierungen von kommunalen Gebäuden
- Analyse und Optimierung bestehender Prozesse, Unterstützung für Verwaltungseinheiten
- Erkenntnisse fließen in neues, kostenloses Schulungsprogramm für Städte und Gemeinden
Unter dem Projektnamen SanierungsPLUS bündelten die Städte Salzburg und Villach in den vergangenen vier Jahren gemeinsam mit der Stadt Salzburg Immobilien GmbH (SIG), e7 energy innovation & engineering (e7) und dem Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen GmbH (SIR) ihre Kräfte in einer Projektgemeinschaft für nachhaltige Gebäudesanierung. Auch bekannt als „IncorporatEE“, wurde das Projekt durch das Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020 der Europäischen Union gefördert.
Das „PLUS“ steht dabei nicht nur für die durch Sanierungsprojekte in beiden Städten erzielten Energieeinsparungen und reduzierten CO₂-Emissionen, sondern auch für die Optimierung struktureller und ressourcentechnischer Abläufe, die im Rahmen des Projekts entwickelt und durch die städteübergreifende Zusammenarbeit nachhaltig gestärkt wurden.
„In Sanierungen steckt enormes Potenzial. Durch die konsequente thermische Sanierung und den Umstieg auf energieeffiziente Heizsysteme kann die Stadt Salzburg nicht nur Energie und CO₂ einsparen, sondern langfristig auch Kosten reduzieren. Das Projekt SanierungsPLUS unterstützt uns dabei wesentlich – sowohl beim Erfahrungsaustausch mit anderen Städten als auch bei der weiteren Optimierung unserer Verwaltungsprozesse“, so der für die Bauagenden zuständige Bürgermeister-Stellvertreter Kay-Michael Dankl.
Mehr Effizienz bei gleichbleibenden Ressourcen
Zentrales Ziel des Projekts SanierungsPLUS war es, durch eine strukturierte Unterstützung der verwaltungstechnischen Organisationseinheiten deutlich mehr und qualitativ hochwertigere thermische Sanierungen sowie Heizungstausche in öffentlichen Gebäuden umzusetzen. Als quantitatives Projektziel wurden bei umfassenden Sanierungen Primärenergieeinsparungen von 55 Prozent sowie CO₂-Einsparungen von 65 Prozent gegenüber dem Zustand vor der Sanierung angestrebt. Ein erfreulicher Nebeneffekt für die beteiligten Städte: Mithilfe von EU-Fördermitteln konnten zusätzliche Personalressourcen in den städtischen Verwaltungseinheiten aufgebaut werden. Dadurch war es möglich, bestehende Abläufe und Prozesse anhand konkreter Praxisbeispiele zu analysieren und nachhaltig zu optimieren. Neben diesem wesentlichen Effizienzgewinn im Bereich der Gebäudesanierung profitierte insbesondere die Stadt Salzburg auch in regulatorischer Hinsicht: Eine im Rahmen von SanierungsPLUS durchgeführte Erhebung kommunaler Gebäude bildete die Grundlage für die unkomplizierte und fristgerechte Dateneinreichung zur Erfüllung der EED-III-Richtlinie.
Wissen weitergeben: Kostenlose Schulungen für Kommunen
Im Rahmen des Projekts wurden jedoch nicht nur die Prozesse in den Städten Salzburg und Villach analysiert und optimiert. Basierend auf den Erkenntnissen entstanden auch praxistaugliche Arbeitsunterlagen, die nun allen Gemeinden und Städten in Österreich frei Sanierungen sowie Prozessleitfäden für eine innovative Qualitätssicherung der Gesamtenergiebilanz von Gebäuden. Sämtliche Projektunterlagen, Studien, Berichte und Videos sind kostenlos unter www.sanierungsplus.at abrufbar.
Über das SIR
Das SIR ist eine Service- und Kompetenzstelle des Landes Salzburg für Gemeinden und Akteure im kommunalen Umfeld in Salzburg. Ob bei Fragen zur regionalen und kommunalen Entwicklung, Dorf- und Stadtentwicklung, Raumordnung und Wohnen, Energie und Energieeffizienz
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