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Citylife Rehrlplatz: Sieger-Architekten legen Umplanungen vor

Jury lobt überarbeitetes Projekt als „zukunftsweisend und realistisch"
 
Di, 6. März 2012


Reduzierte Geschoßflächen, mehr Abstände zu den Nachbarn und freie Sichtachsen auf die Festung – das sind die wesentlichen Bestandteile der Umplanungen des Sieger-Projekts der Hannoveraner Architekten Storch, Ehlers und Partner für den Rehrlplatz beim Salzburger Unfallkrankenhaus, die heute, Dienstag,6. März 2012, von der Jury einstimmig beschlossen wurden. „Damit liegt ein realistisches Projekt zur Bebauung des Rehrlplatzes vor. Die Umplanungen nehmen Bezug auf die Kritik der Fach-Jury und der Anrainer vom Dezember vorigen Jahres“, zeigt sich Planungsstadtrat Johann Padutsch mit den neuen Entwürfen zufrieden. Seine Meinung teilt auch die Fach-Jury. Heute Abend stellen sich Politik, Bauherr und Architekten (wieder) den Anrainern in einer Diskussion.

Die Änderungen im Detail: Die beiden hinteren, an der Arenbergstraße gelegenen Baukörper werden jeweils um ein Geschoß reduziert. Gleiches gilt auch für den zweiten Baukörper vom Kreisverkehr aus gesehen. Der Blick zur Festung bleibt von der Arenbergstraße aus frei. Die „Gilbert-Schuchter-Stiege“ wird aufgewertet, verbreitert und mit einem Aufzug versehen – das freie Wegerecht garantiert der Bauherr am Rehrlplatz. Insgesamt reduziert sich die gesamte Nutzfläche um rund 2.000 Quadratmeter, was vor allem auf die niedrigeren Geschoßflächen zurückzuführen ist.

Storch, Ehlers und Partner nehmen mit der Verbauung besondere Rücksicht auf die über Jahrhunderte gewachsene Bautradition in der Mozartstadt. Die einzelnen Baukörper am Rehrlplatz lehnen sich in ihrer Anordnung den Kaivillen sowie den engen Gassen und weiten Plätzen der Stadt ganz allgemein an. Grünflächen und ein neu zu schaffender „Vorplatz“ mit einer Allee runden das Bild ab. Architektonisch interpretiert wird der typische Charakter Salzburgs, so die Jury in ihrer Sieger-Begründung.

Auf dem Rehrlplatz sollen künftig Wohn-, Büro- und Geschäftsflächen entstehen. Bauherr Cassco plant einen Branchenmix aus Apotheke, Ordinationsflächen und Boarding House in Kooperation mit der AUVA, Drogerie, Nahversorger und Kaffeehaus. Dazu kommen hochwertige Wohnungen – qualitätsvoll, aber nicht luxuriös. Für die (theoretische) Verwirklichung einer kleinen Kapuzinerbergtunnel-Variante wurde ein rund 20 Meter breiter Streifen zwischen UKH und Bauprojekt freigehalten – gemäß dem politischen Kompromiss zwischen Stadt und Land Salzburg.

Die Stadt wird als nächstes den Bebauungsplan der Aufbaustufe öffentlich kundmachen. Mit einem Baubeginn ist nicht vor 2013 zu rechnen.




www.stadt-salzburg.at
Projekt Citylife vom Rehrlplatz aus gesehen Projekt Citylife vom Rehrlplatz aus gesehen
© SEP Architekten/ homebase2
Projekt Citylife: Blick aus der Arenbergstrasse Projekt Citylife: Blick aus der Arenbergstrasse
© SEP Architekten/ homebase2
Projekt Citylife: Die Sichtachse zur Festung Projekt Citylife: Die Sichtachse zur Festung
© SEP Architekten/ homebase2
Stand: 6.3.2012, Johannes Greifeneder