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Geschützte Landschaftsteile

Aigner Park

Der geschützte Landschaftsteil Aigner Park ist 2,2 ha groß und wurde 1980 unter Schutz gestellt.  
Das Schloss Aigen wurde erstmals 1402 als herrschaftlicher Gutshof erwähnt.. In der nächsten Nähe des Schlosses ist spätestens seit dem frühen 16. Jahrhundert am Hangfuß des Gaisbergs eine heilkräftige Bitterquelle bekannt.
In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhundert gestalteten die damaligen Grafen Kuenburg als Schlossherren einen ersten Landschaftsgartenzu dem auch zwei Alleen gehörten: die eine in Richtung des Domes, die andere führte zur Heilquelle.
Als das Schloss 1727 in den Besitz von Franz Josef Waldherr kam, erweiterte dieser den Schlossgarten über den Freundschaftshügel hinaus und nannte sich nach der Erhebung in den Adelsstand in Würdigung des dortigen Heilbades „von Badamberg“. Von seinem Nachfolger Basil von Amman wurde der Garten mit vielen Denkmälern und einigen Häuschen ausgestattet. Hieronymus Graf Lodron, und vor allem sein Nachfolger, Domherr Ernst Fürst Schwarzenberg bauten diesen Naturgarten in der Umgebung der Heilquelle unter Einbezug des Golserberges und des Gaisberg-Unterhanges immer weiter aus.  

Nach dem Verlust der Eigenständigkeit Salzburgs 1815 wurde Aigen zu einem Treffpunkt für Künstler aus Europa. Vor allem die Maler Ferdinand Olivier und Ludwig Richter schwärmten von der Beschaulichkeit Aigens. Begeistert äußerste sich auch König Ludwig I. von Bayern: „Einzig bist Du, holdes Aigen. / Nirgends hast Du Deinesgleichen / In der unermessnen Welt.“ 
Zahlreiche Fürsten und hochrangige Geistliche kamen in diesen Kurort von gesamteuropäischer Bedeutung.
Nach 1860 nahm die Bedeutung Aigens allmählich ab. In Erinnerung an die Geschichte des romantischen Waldparks mit seinen Aussichtsterrassen, den kleinen Höhlen und Wasserfällen und dem einst dichten Wegenetz wurde der Kernbereich des alten Gartens, der sich einst vom Freundschaftshügel im Norden bis zum Golserberg im Süden, vom Kirchenfeld im Westen bis zur Jägerwiese im Osten erstreckte, zum geschützten Landschaftsteil erklärt.

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Stand: 18.8.2017, Richilde Haybäck