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Geschützte Moore

Hammerauer Moor - Naturschutzgebiet

Bild vergrößernHammerauer Moor - Naturschutzgebiet; Quelle: Stadtgemeinde Salzburg, Achim Ehrenbrandtner

Hammerauer Moor - Naturschutzgebiet; Quelle: Stadtgemeinde Salzburg, Achim Ehrenbrandtner

Bild vergrößernHammerauer Moor; Quelle: Stadtgemeinde Salzburg, Dr. R. Medicus

Hammerauer Moor; Quelle: Stadtgemeinde Salzburg, Dr. R. Medicus

Bild vergrößernHammerauer Moor; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Hammerauer Moor; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

31,6 ha mit 100 Blütenpflanzenarten, 36 Pilzarten im derzeit noch totholzarmen Hammerauer Moor
Das Naturschutzgebiet befindet sich am südwestlichen Stadtrand. Es wird von mehrmähdigen Futtergraswiesen und vom Bauland an der Hammerauer Straße umgeben. Es stellt das einzige Naturschutzgebiet und das großflächigste Hochmoor in der Stadt Salzburg dar.

Durch den jahrzehntelangen Verzicht auf intensive land- und forstwirtschaftliche Nutzung und die partielle Belassung des Hochmoores konnte der Moorkomplex als relativ naturnaher Rest des noch vor 200 Jahren weitestgehend intakten Leopoldskroner Moores erhalten werden. Insbesondere aus landschaftsästhetischer und vegetationskundlicher Sicht im Hinblick auf die Artenvielfalt nimmt das Naturschutzgebiet einen hohen Stellenwert ein.
Der Beitrag zur Landschaftsästhetik gründet dabei in der reich gegliederten Topographie, die im Wechselspiel zwischen höher liegenden Moorkörpern und niedrigeren abgetorften Bereichen steht. Wald und großteils extensiv bewirtschaftete Wiesen kennzeichnen das Vegetationsbild.

Die Bewirtschaftung des Schutzgebietes ist vielfältig und reicht von forstlicher Holzentnahme über geringe Bewirtschaftung bis zur völligen Außernutzungstellung. Aus moorökologischer Sicht ist der weniger abgetorfte Zentralbereich wertvoller als der bewaldete Nordteil. Die Kernzone wird durch verheidetes Hochmoor mit standorttypischen Pflanzen wie Weiße Schnabelbinse, Rundblättriger und Mittlerer Sonnentau, Rosmarinheide, Moosbeere, Pfeifengras, Besenheide und Scheidiges Wollgras geprägt. Die Randzonen dominieren Vorwaldgesellschaften aus Moorbirke, Zitterpappel, Schwarzerle, Grauweide und Faulbaum. Zahlreiche Lebensräume kennzeichnen das Schutzgebiet, in dem Vögel, Amphibien, Reptilien, Insekten, Rehwild, Feldhase und Fuchs die vielfältigen Strukturen nutzen.

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Stand: 20.3.2017, Richilde Haybäck