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Geschützte Moore

Samer Mösl

Bild vergrößernSamer Mösl; Quelle: Stadtgemeinde Salzburg, Dr. R. Medicus

Samer Mösl; Quelle: Stadtgemeinde Salzburg, Dr. R. Medicus

Bild vergrößernMoor Samer Mösl; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Moor Samer Mösl; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Bild vergrößernMoor Samer Mösl; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Moor Samer Mösl; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

8,3 ha mit 170 Blütenpflanzenarten, 410 Pilzarten im totholzreichen Samer Mösl

Der große nacheiszeitliche Salzachbecken-See verlandete in diesem Teil schon vor 10.000 Jahren, wobei sich an den Ufern moorige Teile bildeten, die sich in der Folge immer weiter ausdehnten und zu den bekannten großen Mooren am rechten Salzachufer heranwuchsen. 

Das Samer Mösl in Langwied-Sam, historisch Nussdorfer Moos genannt, ist als Teil des einstigen Langmooses das letzte naturnahe Restmoor im Nordosten der Stadt Salzburg.
Das Mösl, dessen Name sich auf den in den letzten Jahrzehnten entstandenen Ortsteil bezieht, liegt östlich der Siedlung Sam und unterhalb des Höhenzuges von Berg-Sam bzw. der Ischlerbahntrasse. Durch seinen parkartigen Wechsel von Streuwiesen und Wald ist der Moorrest auch landschaftlich sehr reizvoll. 

Nachdem entsprechende Pflegeverträge zwischen der Stadtgemeinde Salzburg und den dortigen Grundeigentümern abgeschlossen worden waren, konnten nach 1990  umfangreiche Pflegemaßnahmen und Wiedervernässungsmaßnahmen eingeleitet werden.  

Besondere Bedeutung erhält dieser kleine Naturraum, der großteils zum Niedermoortyp zählt, für die moortypische Pflanzen- und Tierwelt. Hier wachsen Rundblättriger Sonnentau, Sumpf-Stendelwurz, Preußisches Laserkraut, Moor-Prachtnelke und Scheidiges Wollgras.

Auch einige Hochmoorarten wie die Moorbeere und Hochmoor-Torfmoosarten finden sich hier. Für die Totholzbewohner ist das Moor mit seinen alten Moorkiefernbeständen ebenfalls von Bedeutung. Sehr erfolgreich war die Sanierung des Samer Mösls, eines 12.000 Jahre alten Moor-Restes im Nordosten der Stadt, der 1970 unter Naturschutz gestellt wurde. Hier setzte die Stadt nach 1990 schrittweise ein umfangreiches Moorsanierungskonzept um. Dabei standen Wiedervernässungen und die Rückführung von Fettwiesen in Moorwiesen im Vordergrund.

Der Schleiferbach und verschiedene Moorgräben wurden aufgestaut, verbuschte Flächen in Moorwiesen rückgeführt. Zivilrechtliche Verträge und der Ankauf eines Grundstückes sichern bis heute das 16 Hektar große Projektgebiet. Heute leben hier viele gefährdete Pflanzenarten wie Sibirische Schwertlilie, Prachtnelke, Sumpf-Ständelwurz, Preußisches Laserkraut, Drachenwurz, Faltenlilie und seltene Pilze. Auch Spechten, Fledermäusen, Lurchen, Schmetterlingen und holzbewohnenden Käfern bietet das Samer Mösl idealen Lebensraum.

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Stand: 17.8.2017, Richilde Haybäck