Planungsausschuss: Grünes Licht für Projekt „Bierbrunnen“

Donnerstag, 20.05.2021

Entscheidung zum Gewerbepark Bachstraße im Stadtsenat

An der Münchner Bundesstraße, Ecke Forellenweg ist die Errichtung eines mehrgeschossigen Gebäudes mit Wohnungen, Büros, Geschäften und Gastronomie geplant. Der Planungsausschuss hat in seiner Sitzung am 20.5.2021 den Bebauungsplan der Aufbaustufe für dieses Projekt „Bierbrunnen“ einstimmig beschlossen.    

Auf einer Fläche von ca. 2.000 Quadratmetern soll ein L-förmig geschwungener Baukörper mit begrünter Fassade entstehen, der sich von straßenseitig sechs Geschossen auf zwei Geschosse zu den innenliegenden, insgesamt 34 Wohnungen abstuft. Das Gebäude am Forellenweg 3 (Gastronomie und Büros) bleibt bestehen und wird ab dem dritten Vollgeschoss überbaut; die bestehende Tiefgarage mit Zufahrt über den Forellenweg wird erweitert. In Richtung Münchner Bundesstraße uns Kreuzungsbereich kragt das Gebäude in einer Höhe von sechs Metern über einen neu zu errichtenden Geh- und  Radweg hinaus, wodurch sich ein wettergeschützter Vorbereich für die ebenerdigen Geschäfte ergibt.

Gemäß Freiraumkonzept werden acht neue Bäume auf dem Areal gepflanzt und mehr als 500 Quadratmeter Dachfläche begrünt. Die Balkone werden sogenannten Pflanzboxen ausgestattet – einer Kombination aus Hochbeet und zweigeschossigem „Vorhang“ aus Kletterpflanzen. Insgesamt entstehen dadurch mehr als 200 Quadratmeter Grünfassade.

In der Diskussion zum Gewerbepark Bachstraße (ebenfalls Bebauungsplan der Aufbaustufe) einigte man sich darauf, die Abstimmung an den Senat zu delegieren, um einerseits weitere Informationen einholen zu können, andererseits aber keine Verzögerung der End-Beschlussfassung zu verursachen.  

Hintergrund: Auf einem seit Jahrzehnten brachliegenden, rund 3,2 Hektar großen Areal zwischen Bachstraße, Bundschuhstraße und Schillinghofstraße soll ein Projekt mit multifunktionalen Hallen, Bürogebäuden sowie einem Parkhaus entstehen. Zu dem Großprojekt, das zwar im Gewerbegebiet liegt, aber auch an Wohngebiet grenzt, gab es von Seiten der Mandatare noch zahlreiche Fragen, u.a. was geplante Nutzungen, zu erwartendes Verkehrs- und Lärmaufkommen und Stellungnahmen der Nachbarschaft betrifft.

Fachleute der Planungsabteilung und der Architekt erläuterten dazu im Ausschuss u.a., dass ein sehr komplexes Schallschutzkonzept umgesetzt werde, ein öffentlicher Fuß- und Radweg (von der S-Bahnstation zur Bachstraße) durch das gesamte Areal sowie ein öffentlich nutzbarer, urban gestalteter Platz an der Ecke Bundschuhstraße/Bachstraße entstehe. Der große Grünzug im Westen mit altem Baumbestand und auch die Bäume im Süden würden erhalten (ausgenommen neun Bäume, für die seit 2014 eine Fällungsbewilligung vorliegt, verbunden mit entsprechenden Ersatzpflanzungen). Das großzügige Grünraumkonzept sehe zudem mehr als 20 neue Bäume, extensive Dachbegrünung, teilweise Fassadenbegrünung und  weitere Bepflanzungen vor.

Jedem Bauteil würden eigene Fahrradstellplätze zugeordnet (insgesamt 200, davon die Hälfte überdacht). Die PKW-Zufahrt werde von Norden über die Bachstraße erfolgen, für LKW ausschließlich über die Gewerbehofstraße (von der Autobahn kommend).

Einstimmig beschlossen wurde der dritte Tagesordnungspunkt – der erweiterte Bebauungsplan der Grundstufe für ein Bauprojekt mit neun Wohnungen an der Ischlerbahnstraße.  

Cay Bubendorfer