Stadt-Index

Was ist der Stadt-Index

Das Schloss Mirabell mit Garten und der Festung im Hintergrund.
Schloss Mirabell mit Garten

 

Mit dem Stadtindex erhebt die Verwaltung seit 2007 in regelmäßigen Abständen die Stimmung unter der Stadt-Bevölkerung.

  • Zielgruppe: Wohnbevölkerung in der Stadt Salzburg ab 16 Jahren
  • Auswahlverfahren: Random-Quota entsprechend den Daten der Statistik Austria
  • Erhebungsmethodik: mixed mode – Telefon- und Onlinebefragung
  • Erhebungszeitraum: Mai 2022
  • Maximale statistische Schwankungsbreite in Bezug auf das Gesamtergebnis +/- 4,5%
  • Auswertungsbasis: n=502
  • Vergleichsdaten: IGF-Imagestudien ab 2007

Stadt-Index Ergebnisse 2022

Abfallservice und Feuerwehr haben Nase vorne - Salzburger:innen sagen über die Verwaltung, dass sie sympathische und freundliche Profis sind. Jüngere sehen Stadt als interessante Arbeitgeberin mit sinnvollen Aufgaben.

Stadt als Arbeitgeberin: Generation unter 30 schätzt das Jobangebot

Besonders erfreulich ist die Bewertung, wie die Menschen die Stadtverwaltung als Arbeitgeberin sehen. Gerade bei den Jungen, den Salzburger:innen unter 30 Jahren kann die Verwaltung punkten. 63% der unter Dreißigjährigen sagen, dass die Stadtverwaltung eine attraktive Arbeitgeberin sei. Sie schätzen besonders die Verlässlichkeit und Krisenfestigkeit (81% Zustimmung), das Gehalt und die Rahmenbedingungen mit den Sozialleistungen (75%) und den Entwicklungs- und Aufstiegschancen. Die Stadt als Arbeitgeberin legt damit  zum Teil recht ordentlich im Vergleich zu 2019 zu.

Die wichtigsten Leistungen der Stadt im Check
Für die Salzburger:innen sind die wichtigsten Kernleistungen der Stadt die Feuerwehr mit 1,17 nach dem Schulnoten-Prinzip. Mit 1,20 dahinter folgt das Abfallservice und der Recyclinghof. Die Straßen- und Schneeräumung erhält die Note 1,29. Als gleich wichtig werden die Kinderbetreuungseinrichtungen und die öffentlichen Parks und Spielplätze gesehen (Note: 1,44). Nur geringfügig dahinter liegen die Senioreneinrichtungen mit 1,47. Bei diesen Ergebnissen hat die Pandemie nicht viel verändert.

Feuerwehr und Abfallservice haben die Nase vorne
Interessant sind auch die Ergebnisse, wenn man die Stadt Salzburger:innen befragt, wie Sie diese angebotenen Leistungen und die konkrete Arbeit der Verwaltung bewerten. Auch hier haben die Feuerwehr (1,25) und das Abfallservice ( 1,44) die Nase vorne. Danach folgt die Stadt:Bibliothek mit der Note 1,61. Gefolgt von der Straßen- und Schneeräumung und dem gerade in der Vorreise-Zeit so wichtigen Pass- und Fundservice (beide 1,71). Hier fällt die teilweise sehr gute Bewertung der Sozialen Dienstleistungen in den Seniorenwohnhäuser und der Kinderbetreuung auf. So loben Haushalte mit Kindern die pädagogischen Einrichtungen stärker.

Die Verhaltensnote: Stadtverwaltung ist professionelle Dienstleister:in

Explizit werden die Menschen, nach ihren Erfahrungen mit der Stadt und vor allem im Kontakt mit den Mitarbeiter:innen befragt. Gerade nach den mehr als zwei Pandemiejahren ist das Ergebnis immer noch sehr erfreulich:

  • 58% der Menschen sagen, dass sie generell mit den Mitarbeiter:innen der Stadt im direkten (auch telefonisch) Kontakte (sehr) gute Erfahrungen machten. Nur 8% der Befragten sagen, sie hätten weniger gute Erfahrungen beim Kontakt mit der Stadt gemacht.
  • Sie schätzen im Kontakt die Freundlichkeit - 69% geben dabei Note 1 oder 2 - und die fachliche Kompetenz der Kolleg:innen. Hier geben 64% die Note 1 oder 2. 29% sagen, dass die Stadtverwaltung in den letzten zwei bis drei Jahren professioneller wurde.
  • An den Mitarbeiter:innen schätzen die Befragten die „Freundlichkeit/Höflichkeit“ (69%) und die Kompetenz (63%). Verbessern soll die Verwaltung ihre Erreichbarkeit (50%). Dies lässt sich wohl auch auf den Ansturm? in der Pandemie zurückführen.
  • Besonders spannend sind Aussagen, die die Befragten über die Stadtverwaltung treffen:
  • So stimmen 77% der Aussage, dass die Stadtverwaltung unverzichtbar für das Zusammenleben in dieser Stadt ist, voll und ganz/eher zu.
  • 68% stimmen der Aussage zu, dass die Verwaltung sorgt, dass Salzburg einen guten Ruf hat.
  • 56% sagen, dass die Stadtverwaltung da ist, wenn man sie braucht.

Die Salzburger:innen und ihre Stadt

  • Salzburg ist eine sichere Stadt: 92% der Menschen fühlen sich in Salzburg sicher (interessantes Detailergebnis: Frauen: 91,6%)
  • Salzburg ist eine lebendige Kunst- und Kulturstadt: 88% loben das kulturelle und künstlerische Angebot
  • Wichtiger Arbeits- und Wirtschaftsstandort: 87% finden, dass die Stadt ein attraktiver Arbeitsort und 83% sagen ein wichtiger Wirtschaftsstandort ist
  • Salzburg ist ein natürlicher Erholungsraum: 86% finden, dass Salzburg eine Stadt mit viel Grün und gesunder Umwelt ist.
  • Stolz aufs Welterbe“: 79% loben den Zustand und die baulichen Entwicklungen in der Altstadt.
  • Salzburg tritt in die Pedale: 64% der Befragten sind (sehr) zufrieden mit dem Angebot für Radfahrer:innen.
  • Auswirkung von Corona: Relativ deutlich wirkt sich die Pandemie bei der Frage „Hat sich da Ihr Bild von der Stadt Salzburg in den letzten zwei bis drei Jahre verändert?“ 57% antworten  darauf, es ist gleichgeblieben, 26% sagen, es ist negativer geworden und nur 17% finden, es ist besser geworden. 
  • Das Leben im Stadtteil: Auf die Frage, ob sich das Leben im persönlichen Stadtteil verbessert oder verschlechtert hat, gibt es einen spannenden Aspekt. 46% der unter Dreißigjährigen empfinden, dass sich ihr Leben im Stadtteil verbessert hat (zum Vergleich: Gesamtbevölkerung nur 28%). Heruntergebrochen auf Stadtteile gibt es teilweise überraschende Ergebnisse, auch wenn dabei der Sample dann sehr klein werden kann.  
  • Die drängendsten Herausforderungen für die Salzburger Bevölkerung sind die Themen „Entwicklung von leistbarem Wohnraum“ (66%) und „Mobilität“ (55%). hier fällt auf, dass es  im Bereich der „Mobilität“ einen klaren Rückgang von 70% im Jahr 2019 auf jetzt 55% gibt.

Ergebnisse 2019

Freundlich und Kompetent
76% der Befragten finden die Mitarbeiter:innen der Stadt sind freundlich und genau dreiviertel denken die Stadtverwaltung sei sympathisch. 72 % halten die Mitarbeiter:innen für fachlich Kompetent.

Umweltbewusst, bürgernah und modern 
Im Bereich „umweltbewusst“ vergaben 65% der Befragten eine sehr gute Note. Die Bürgernähe wird von 61% sehr positiv gesehen und die Übersichtlichkeit fällt 61% positiv auf. Selbst im Bereich der Modernität stellen 60% der Stadtverwaltung ein gutes Zeugnis aus und hier gab es mit +11% auch den größten Sprung nach vorne im Vergleich zur Erhebung aus 2017. Auf die Frage „Haben Sie von der Stadtverwaltung eine eher positive oder eine eher negative Meinung?“ antworten 63%, dass sie eine positive Meinung hätten (10% davon sogar sehr positive Meinung). Während nur 7% angeben eine eher negative Meinung zu haben. 63% der Bevölkerung meinen, dass sie beim direkten Kontakt mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr gute oder gute Erfahrungen machten. 

Abgefragt wurde auch: was sie an ihrer Stadt besonders schätzen
Wie in den letzten Jahren führt die Liste das „Kulturangebot“ mit der Note 1,68 (2017: 1,74) an. Knapp gefolgt vom „Zustand der Altstadt“ mit 2,0 (2017: 1,96) und dem Angebot fürs Radfahren mit der Schulnote 2,01 (2017: 1,96). Das Thema „Wissensstadt“ erhielt die Note 2,20. Als größte Herausforderung für die Stadt Salzburg sehen 70% der Salzburger:innen und Salzburg das Thema „Mobilität und öffentlicher Verkehr“ gefolgt von der Entwicklung von „leistbarem Wohnraum“ (65%). Ein Viertel meint, dass sich Salzburg in den letzten Jahren positiv entwickelte. Während nur 18% denken, dass sich Salzburg negativ entwickle. Auf die Frage, wie sich ihr persönlicher Stadtteil entwickle, geben 32% an, dass sich dieser verbessere. Während 28% meinen das Lebensumfeld im Stadtteil verschlechtere sich.

Arbeit mit Zukunft: Stadt als Arbeitgeberin
Erstmal erhob die Stadt auch ihr Image als „Arbeitgeberin“. Das diente zur Vorbereitung des laufenden Generationenwechsel innerhalb der Belegschaft. Rund 50% der 3.000 Mitarbeiter:innen wechseln in den nächsten 10 Jahren in den Ruhestand. Auch hier ergeben sich erfreuliche Werte. 73% finden die Stadtverwaltung biete krisensichere Arbeit mit Zukunft. 60% meinen die Stadtverwaltung biete eine ansprechende Entlohnung und Sozialleistungen. Für 58% ist die Stadtverwaltung als Arbeitgeberin besonders familienfreundlich. 56% schätzen die interessanten Arbeitsbedingungen und gleich viele benoten das Image der Stadtverwaltung als sehr gut. „Im Arbeitsübereinkommen des Gemeinderates für die nächsten Jahre stehen dazu zwei passende Projekte: Auf der einen Seite soll es eine Gehaltsreform nach Vorbild des Landes geben und das Recruiting soll weiter verbessert werden“, meint Bürgermeister Preuner und er ergänzt abschließend: „Dann ist die Stadt für die nächsten Herausforderungen und Jahre gut aufgestellt.“

Leistungen und Benotungen von 2019 im Überblick
(Schulnotensystem - in Klammer die Bewertung 2017)
Feuerwehr 1,24 (1,26)
Abfallservice 1,49 (1,50)
Stadt:Bibliothek 1,63 (1,63)
Pass- und Fundservice 1,68 (1,75)
Straßenreinigung & Schneeräumung 1,89 (1,83)

Detailergebnisse
Interessant sind wie immer die Detailergebnisse betroffener Zielgruppen. So bewerten die Menschen in der Alterskategorie 60+ im Durchschnitt die Seniorenwohnhäuser mit 2,0 (im Vergleich dazu die jüngeren Altersklassen mit 2,31). Für das Thema Kinderbetreuung ergibt sich folgendes Bild: Wenn Kinder im Haushalt sind, beträgt die Durchschnittsnote 2,36 (2017: 2,20 - Kinder bis 6 Jahre im Haushalt: 2,23 – ältere Kinder im Haushalt: 2,43).

In der Wichtigkeit der Leistungen ergibt sich folgende Reihung:
Abfallservice 1,13 (1,12)
Straßenreinigung & Schneeräumung 1,16 (1,13)
Feuerwehr 1,17 (1,20)
Horte und Kindergärten 1,45 (1,45)
(inkl. Nachmittagsbetreuung)
Parks und Spielplätze 1,49 (1,53)

Die Befragung wurde vom IGF-Institut für Grundlagenforschung durchgeführt.