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One Billion Rising Salzburg

Ein Beitrag Salzburgs zur weltweiten Kampagne für Selbstbestimmung von Frauen
 
Di, 9. Februar 2016

Eine Milliarde Frauen weltweit sind von Gewalt betroffen. Das sind eine Milliarde Töchter, Mütter, Großmütter, Schwestern, Geliebte und Freundinnen. Über 600 Millionen Frauen leben in Ländern, in denen häusliche Gewalt nicht als Verbrechen angesehen wird. Die weltweite Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau im Alter zwischen 15 und 44 Jahren vergewaltigt wird oder häusliche Gewalt erfährt, ist höher als an Krebs oder Malaria zu erkranken oder an einem Verkehrsunfall beteiligt zu sein.

„Viele Frauen mit Gewalterfahrungen, die ich in meinem Leben getroffen habe, sagen, dass sie sich alleine fühlen. Sie schämen sich. Manche suchen einen Grund, warum sie selbst schuld sind, dass sie Gewalt erleben müssen, “ sagt Anja Hagenauer, Bürgermeister-Stellvertreterin. One Billion Rising ist ein starkes Zeichen dafür, dass Gewalt gegen Frauen nie und durch nichts zu rechtfertigen ist und die Schuld auch nie bei der betroffenen Frau liegen kann. Öffentliche Aktionen wie One Billion Rising sind ein Baustein, um Frauen zu ermutigen, Gewalt nicht mehr hinzunehmen. Sie sollen wissen und spüren, dass sie nicht alleine sind. Mit One Billion Rising zeigen alle, die mitmachen, ihre weltweite Solidarität und Offenheit. Es ist ein öffentlich sichtbares Signal für das Recht auf Selbstbestimmung aller Mädchen und Frauen und dafür, dass nur sie und niemand sonst über ihren Körper bestimmen dürfen. Die öffentliche Diskussion ist zurzeit geprägt von den Übergriffen rund um die Sylvester-Nacht in Österreich und Deutschland – und hier ist nicht selten von „unseren Frauen“, die geschützt werden müssten die Rede. „Ein Ausdruck, von dem wir Abstand nehmen, denn jeder Frau gebührt Schutz vor Gewalt unabhängig von ihrer Herkunft. Gewalt gegen Frauen findet oft in den eigenen vier Wänden und innerhalb des vertrauten Umfeldes statt – auch in Österreich und von Österreichern. Zudem signalisiert die Die Bezeichnung „Unsere Frauen“ erneut Verfügbarkeit und dazu hat niemand das Recht. Denn Frauen gehören nur sich selbst und das zeigen sie bei One Billion Rising tanzend. Wenn weltweit eine Milliarde Frauen und Männer aufstehen und tanzen, zeigen sie solidarisch ihre Energie – für ein Leben von Frauen frei von Gewalt. Tanzen heißt über den eigenen Körper selbst zu bestimmen und Raum einzunehmen,“ sagt Frauenbeauftragte Alexandra Schmidt. One Billion Rising tritt ein für ein Leben von Frauen frei von Gewalt – gleich welcher Herkunft, Religion, Kultur, egal wie alt oder welcher sexuellen Orientierung, ob mit und ohne Behinderung. Frauen und Mädchen sollen frei und selbstbestimmt leben und über ihren Körper bestimmen.

One Billion Rising Salzburg
Samstag, 13. 2. 2016
14 bis ca 16 Uhr
Tanz/Demo vom Platzl über die Staatsbrücke und die Altstadt
Große Abschlusskundgebung beim Unipark Nonntal mit Livemusik von Wunderland und einer Tanzperformance von Flavourama

One Billion Rising (OBR) (englisch für Eine Milliarde erhebt sich) ist eine weltweite Kampagne für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen und für Gleichstellung. Sie wurde im September 2012 von der New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler initiiert. Die eine "Milliarde" deutet auf eine UN- Statistik hin nach der eine von drei Frauen in ihrem Leben entweder vergewaltigt oder Opfer einer Körperverletzung wird. Die Kampagne wurde im Rahmen der V-Day Bewegung gestartet. Es ist eine der größten Kampagnen weltweit, zur Beendung von Gewalt gegen Frauen mit tausenden von Events in bis zu 190 Ländern der Welt. (aus Wikipedia)

One Billion Rising ist eine Aktion von: Frauenbüro der Stadt Salzburg, make it – Büro für Mädchenförderung des Landes Salzburg, Referat Frauen, Diversität, Chancengleichheit des Landes Salzburg und AK Salzburg mit vielen anderen Organisationen.


www.stadt-salzburg.at
One Billion Rising: One Billion Rising:
© Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Jochen Höfferer
One Billion Rising: One Billion Rising:
© Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Doris Wild
Stand: 9.2.2016, Jochen Höfferer