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Presse

Bis 2020: 22,8 Mio € für Öffis und Radverkehr in der Stadt Salzburg

ÖV-Investitionsschub als Begleit-Maßnahme zu flächendeckendem Parksystem
 
Mi, 10. Mai 2017

„Wir können und wir müssen investieren“ - das sind für Bürgermeister Heinz Schaden und Planungsstadtrat Johann Padutsch die Prämissen für das ÖV-Investitionspaket der Stadt Salzburg: „Wir müssen investieren, weil eine Neuverteilung zwischen Individual- und öffentlichem Verkehr in der Stadt und im Zentralraum eine zentrale Frage für Lebensqualität, Umweltsituation und Wirtschaftsstandort ist. Und wir können investieren, weil wir als Stadt unsere Budget-Hausaufgaben erledigt haben und finanziellen Spielraum besitzen“ stellt Schaden die Eckpunkte klar. „Aber unsere Kompetenz endet in jeder Hinsicht an den Stadtgrenzen – insofern sind wir auf ein getaktetes Vorgehen aller Akteure angewiesen“, ergänzt Padutsch. Für dieses Ziel arbeitet die Stadt Salzburg an einem Paket von größeren und kleineren Vorhaben. In Summe enthält das Investitionspaket für ÖV und Radverkehr bis zum Jahr 2020 Maßnahmen im Wert von rund 17,6 Mio €. Die Projekte im Einzelnen:

ÖPNV-Paket „Oktober 2016“
Bei einem „Nahverkehrsgipfel“ im Oktober 2016 wurden für heuer und die Folgejahre - wie erinnerlich - ein erstes Maßnahmenbündel vereinbart. Für die Stadt sind darin folgende Projekte enthalten:
• Erweiterung Linie 8 460.000 €
• Musterlinie 3, Regionalverkehrsknoten Nord 1,2 Mio. €
• Doppelgelenk-Obusse 50.000 €
• Niederflurmittelteile Lokalbahn 1,3 Mio. €
• Ertüchtigung Park & Ride 250.000 €
• Salzburg City Ticket 300.000 €
• Zuschuss Musterkorridore Linie 150 und 120 380.000 €
• Summe 3,940 Mio €

Die zugesagten Mittel sind im laufenden Budget der Stadt bzw. in der mittelfristigen Investitionsplanung „eingetaktet“.
Hinzu kommt ein ebenfalls 2016 beschlossenes Paket im Ausmaß von 5,2 Mio € für Obus-Investitionen: Enthalten sind die Elektrifizierung der Linie 9 samt Betriebskostenzuschuss sowie der Ankauf von drei neuen Obussen.

Musterline 2
Zur Beschleunigung dieser wichtigen Durchmesser-Linie ist eine Vielzahl von Detailmaßnahmen vereinbart, die derzeit Schritt für Schritt abgearbeitet werden. Die Kosten dafür werden aus dem laufenden Haushalt bestritten.

Neue Obus-Remise Salzburg Mitte
Die Salzburg AG wird ihre zentrale Obus-Remise bekanntlich auf dem Gelände der alten Autobahnmeisterei bei Salzburg Mitte neu errichten. Das Projekt verursacht gegenüber der Sanierung des alten Standortes an der Alpenstraße Mehrkosten. Diese wird die Stadt Salzburg der Salzburg AG durch direkte Förderung von ÖV-Investitionen abgelten. Dies sind: Ankauf eines Doppelgelenk-Obusses (1,15 Mio €) und eines Gelenk-Obusses (0,7 Mio. €), Obus-Erschließung Schmiedingerstrasse incl. Oberleitung (4,15 Mio €). Summe dieser Maßnahmen: 6,0 Mio €.

Obus-Verlängerung Grödig
Zwischen Stadt Salzburg, der Gemeinde Grödig und der Salzburg AG besteht Konsens über die Bedeutung einer Verlängerung der Obus-Linie 5 bis in die Nachbargemeinde. Die Stadt Salzburg wird dafür die Kosten von 1,7 Mio € für den Oberleitungsbau im 1800 Meter langen Abschnitt von der jetzigen Endhaltestelle Weidenstraße bis über die Stadtgrenze hinaus zur Autobahn-Unterführung übernehmen.

Radverkehr
Die Stadt Salzburg arbeitet seit nunmehr mehr als zwei Jahrzehnten am kontinuierlichen Ausbau des Radwegenetzes. Der „Lohn“ dafür ist ein Radverkehrsanteil von rund 20 Prozent. Bis zum Jahr 2025 soll dieser Anteil um fünf Prozentpunkte auf dann ein Viertel des gesamtstädtischen Verkehrsaufkommens gesteigert werden. Zur Realisierung dieses ambitionierten Zieles haben Bürgermeister Heinz Schaden und Planungsstadtrat Johann Padutsch eine Verdoppelung des jährlichen Radwege-Budgets auf dann zwei Mio € ab dem Jahr 2018 vereinbart. Damit stehen in Summe bis 2020 sechs Mio € für Radweg-Projekte zur Verfügung.

Flächendeckendes Parkticket
Die Stadt wird, wie bekannt, ein flächendeckendes Parkticket-System einführen. Für den Start des Systems sind Kosten für IT, Ertüchtigung Parkscheinautomaten, Öffentlichkeitsarbeit etc. zu erwarten. Die künftigen Gebühreneinnahmen werden jedenfalls nach Abzug der Kosten für Überwachung die Systemwartung für den ÖV zweckgewidmet, peilen Schaden und Padutsch an.

Laufende ÖV-Finanzierung
Die Stadt Salzburg leistet zusätzlich zu den angeführten Investitions-Beiträgen einen jährlichen Zuschuss zur Abdeckung des ÖV-Betriebsabgangs. Dafür wird die Gebrauchsabgabe an die Salzburg AG refundiert. Das Ausmaß beträgt rund 10,5 Mio € p.a..





www.stadt-salzburg.at
Stand: 10.5.2017, Johannes Greifeneder