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"Wohnbauförderung Neu" bringt keine Erleichterung für Stadt

Hagenauer: Bedarf an günstigem Mietwohnraum statt Einfamilienhaus
 
Mi, 3. Februar 2016

Gestern, Dienstag, 2. Februar 2016, präsentierte Wohnbaulandesrat Hans Mayr zehn Monate nach Einführung der „Wohnbauförderung Neu“ eine erste Bilanz. „Bei genauerer Betrachtung fällt die Bilanz jedoch nicht so positiv aus, wie sie verkauft wird“, macht Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer deutlich, für die aufgrund der neuen Wohnbauförderung kein Grund zum Jubeln besteht.

Von den einmaligen Zuschüssen des neuen Fördersystems profitieren vor allem jene, die in ein Eigenheim investieren. „Bei allem Verständnis für den Wunsch nach Eigentum ist diese Entwicklung zur vermehrten Förderung von Einfamilienhäusern nicht zu akzeptieren. Vor allem aus der Sicht der Stadt ist diese Verschiebung in Richtung Eigentumsförderung besorgniserregend“, warnt Hagenauer.
Und weiter: „Die Stadt Salzburg braucht dringend günstigen Mietwohnraum. Der Schwerpunkt der Förderungen sollte daher nicht auf staatlich subventionierten Eigentumserwerb liegen. Da ist die ‚Wohnbauförderung Neu‘ massiv gefordert. Denn: Punkto Wohnen herrscht in der Stadt ein völlig anderer Bedarf als in einer Landgemeinde.“

Von der im April 2015 eingeführten „Wohnbauförderung Neu“ profitieren vor allem die „Häuslbauer“. Im Jahr 2015 wurden Förderverträge für 188 Eigenheime abgeschlossen, im Jahr 2014 erhielten hingegen nur 18 Einfamilienhäuser eine Förderung.


www.stadt-salzburg.at
Stand: 3.2.2016, Eva Kraxberger