Planungs- und Verkehrsausschuss: Fuß- und Radwege, leistbares Wohnen

Donnerstag, 24.06.2021

 

Nach Klubberatungen wurde der Grundsatzamtsbericht „Masterplan Gehen“ im Planungs- und Verkehrsausschuss am 24.6.2021 zum zweiten Mal diskutiert. Übereinstimmung herrschte, dass das vorgelegte Konzept wichtig und richtig sei. Von Seiten der SPÖ wurde der Zusatzantrag eingebracht, auch Ergebnisse von Stadtteilberichten, Expertisen der Behindertenbeauftragten, des Schulamtes und der Senior*innenberatung, mittel- und langfristig geplante Projekte (wie etwa Fußgängerpassage an der S-Bahn Itzling) sowie die Begegnungszone zwischen Neutor und Museumsplatz in den Masterplan zu integrieren. GR Uitz (BL) thematisierte, dass es in der Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen zumeist um den begrenzten Raum gehe, ob also etwa Fußwege oder Parkplätze prioritär behandelt würden.

GR Fuchs (ÖVP) betonte, dass die Umsetzung des Masterplans eine Querschnittmaterie sei, die nicht nur von der Planungsabteilung, sondern im Zusammenarbeit u.a. auch mit der Bauabteilung erfolgen müsse.

Der Grundsatzamtsbericht wurde letztlich zur Beschlussfassung an den Senat weitergeleitet. Ressortchefin Bgm.-Stellvertreterin Unterkofler verwies darauf, dass Stakeholder und Fachleute in breiter Form in der Erarbeitung des Masterplans eingebunden worden sind.

Neuer Radweg an der B1

Knapp ein Kilometer neuer Radweg soll an der Innsbrucker Bundesstraße (B1) als wichtiges Teilprojekt im Rahmen der Radverkehrsstrategie 2025+ entstehen – Radhauptroute H9 von der Innenstadt bis Wals-Siezenheim. Bisher wird hier der Radverkehr im Mischprinzip mit Mehrzweckstreifen auf der Fahrbahn geführt. Geplant ist ein neuer Geh- und Radweg auf der südlichen Seite der Bundesstraße mit einer Breite von 2,5 bis 3,5 Metern. Nach  ausführlichen Diskussionen wurde der Amtsbericht einstimmig beschlossen.

Leistbares Wohnen an der Bachstraße

Die Fa. Moser stellt die Bekleidungsproduktion am Standort Bachstraße ein, das Betriebsgebiet soll in Wohnbauland (Förderbarer Wohnbau, Erweitertes Wohngebiet) umgewidmet werden. Die Heimat Österreich als Baurechtsnehmer der Liegenschaft plant die Errichtung von leistbarem Wohnbau, der Grundeigentümer beabsichtigt, weiterhin einen Bekleidungsfachmarkt inklusive einiger Büroflächen zu errichten und zu betreiben. Rund 2.000 Quadratmeter der Gesamtfläche (ca. 1,67 Hektar) sollen als öffentlich zugängliche Spielfläche gestaltet werden. Zur Projektfindung für die Entwicklung der Liegenschaft schreibt die Heimat Österreich, auch auf Empfehlung des Gestaltungsbeirats, auf Basis der nun vorgelegten städtebaulichen Rahmenbedingungen einen Architektenwettbewerb aus. Einstimmiger Beschluss.

52 Wohnungen plus Büroflächen an der Fanny-von-Lehnert-Straße

Anstelle der Bestandsbauten sollen an der Fanny-von-Lehnert-Straße 21-33 insgesamt 52 neue Wohnungen errichtet werden, in der Erdgeschosszone sollen Büros und Arztpraxen entstehen. Die Vergabe der Wohnungen soll durch die GSWB erfolgen.

Zusatzantrag der SPÖ: In der dicht besiedelten, heterogenen E-Vorstadt ist dringend in absehbarer Zeit eine niederschwellige, fußläufig erreichbare Bewohnerservice-Einrichtung erforderlich, die in diesem Projekt untergebracht werden könne. 50 Prozent der zusätzlich neu entstehenden Wohnungen (insgesamt 16 mehr als im Bestand) sollen durch das Wohnservice der Stadt vergeben werden.

Der Amtsbericht zum Bebauungsplan der Aufbaustufe wurde zur Beschlussfassung an den Senat weitergeleitet.

90 Wohnungen, Verwaltungs- und Büroräume Alpenstraße 1

Bisher sind Verwaltungs- und Büroräumlichkeiten der Polizei in 1960er-Bauten an der Alpenstraße 1 untergebracht. Als Eigentümerin plant die ARE (Austrian Real Estate) den Abbruch der Altbauten und die Errichtung eines Wohnbauprojekts mit rund 90 Wohnungen. Auch die Büros der Polizei sollen zukünftig wieder auf der Liegenschaft Platz finden. Die ARE wird einen zweistufigen Wettbewerb zur Projektfindung durchführen.

Die städtebaulichen Rahmenbedingungen wurden vom Gestaltungsbeirat positiv beurteilt; der Beschluss im Planungsausschuss fiel einstimmig.

Umbau und Erweiterung Volksschule und Kindergarten Lehen

In Lehen stehen der Umbau und die Erweiterung der Volksschule und des Kindergartens an. Zur Umsetzung schreibt die SIG als Bauherrin einen Architekturwettbewerb aus. Die städtebaulichen Rahmenbedingungen samt Verpflichtung zur qualitätsvollen Gestaltung der Frei- und Bewegungsräume durch ein Büro für Landschaftsplanung wurden bereits im Gestaltungsbeirat positiv beurteilt und im Ausschuss einstimmig beschlossen.

Kauftreff Itzling

Das Einzelhandels- und Bürozentrum „Kauftreff Itzling“ soll ausgebaut bzw. um zwei Geschosse aufgestockt werden. Der gesamte Baukörper soll mit einer neuen, perforierten und vorgehängten Fassade umhüllt, das Dach begrünt werden. Der Bebauungsplan der Aufbaustufe wurde einstimmig beschlossen.

Erweiterung Science City Itzling

Ein Teil der Science City Itzling im Bereich südlich der Austraße (Gebäude X bis XV) soll erweitert werden. Dazu ist geplant, die bestehenden Gebäude um zwei Geschoße aufzustocken und einen Neubau mit acht Geschoßen im Kreuzungsbereich zur Schillerstraße zu errichten. Einstimmiger Beschluss zum Bebauungsplan der Grundstufe.

Cay Bubendorfer