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Im Rollstuhl durch die Schranne

Einladung zum Sensibilisierungsprojekt am Donnerstag, 2. Juli von 10 bis12 Uhr
 
Di, 30. Juni 2020

Die Behindertenbeauftragte der Stadt Salzburg organisiert am Donnerstag, 2. Juli auf der Salzburger Schranne von 10 bis 12 Uhr einen Info-Tisch. Dort können sich alle Personen ein Bild machen, wie es für Menschen mit Behinderung ist, zum Beispiel auf der Schranne einzukaufen. Schon probiert? Augenbinde auf und dann mit dem weißen Blindenstock durch die Schranne gehen! Oder per Rollstuhl oder gehörlos die Schranne erleben! „Auf solche Art offenbart sich auch für Menschen ohne Behinderung, dass Menschen mit Behinderung große Navigationskünstler sein müssen, mit stark trainierten anderen Sinnen und mit sehr viel Geduld!“, sagt die ressortzuständige Stadträtin Anja Hagenauer.

Das Projekt „Aus anderer Sicht“

Eine der zentralen Aufgaben im Behindertenbeirat der Stadt Salzburg ist, Barrieren im Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen abzubauen.
Damit gemeint sind einerseits sichtbare und spürbare Barrieren, wie etwa hohe Gehsteigkanten für Rollstuhlfahrer*innen, aber auch andere Barrieren, wie Vorurteile und Unkenntnis, aus denen heraus dann oft ganz sichtbare Barrieren entstehen.

Aus den Überlegungen zu einem nachhaltigen Barriereabbau entstand das Projekt "Aus anderer Sicht", ein Schulungs- und Sensibilisierungsprojekt. Dabei geht es nicht nur um Informationsvermittlung, sondern die Teilnehmer*innen können den Alltag von Menschen mit Behinderungen selbst erfahren. Eben etwa wie es ist, blind oder gehörlos die Schranne zu erleben.

Das Projekt wird von der Sozialen Initiative Salzburg koordiniert, die beteiligten Expert*innen sind Mitglieder der Behindertenverbände Salzburgs, also Expert*innen in eigener Sache.
Im direkten Kontakt mit ihnen werden so auch Berührungsängste genommen. Der Corona-Mindestabstand wird selbstverständlich eingehalten werden.


www.stadt-salzburg.at
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© Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg
Stand: 30.6.2020, Sabine Möseneder