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Ehrenbecher der Stadt Salzburg für Timothy W. Ryback

Leiter des Salzburg Seminars verlässt nach 16 Jahren Salzburg und geht nach Paris
 
Do, 8. Februar 2007

„Mit ihnen verlässt ein außergewöhnlicher Mensch Salzburg, ein akademischer Lehrer und Intellektueller, mit einem Wort, einer, der es versteht, Menschen aus allen Richtungen in Salzburg zusammenzubringen. Es passt mir gar nicht, Sie ziehen zu lassen.“ Das meinte heute Salzburgs Bürgermeister Dr. Heinz Schaden im Schloss Mirabell bei der Verleihung des Ehrenbechers der Stadt Salzburg an Dr. Timothy W. Ryback, Leiter des Salzburg Seminars im Schloss Leopoldskron.

Anlass für die Würdigung ist Rybacks Abschied aus Salzburg: Nach 16 Jahren verlässt der gebürtige Amerikaner, Germanist, Harvard-Absolvent und sympathische Direktor das renommierte Zentrum für globalen Austausch, nach Eigendefinition ein „Ort, an dem innovative Ideen zu praktischen Lösungen führen“. Das 1947 gegründete unabhängige und neutrale Forum lädt führende Köpfe aus aller Welt zu Diskussionen ein, bei denen globale neue Denkansätze, Strategien und Lösungen erarbeitet werden. Ryback wird nach Paris gehen und an der Internationalen Diplomatischen Akademie tätig sein.

In seiner Amtszeit ist es ihm gelungen, das Salzburg Seminar nach außen hin zu öffnen, etwa mit dem seit zehn Jahren alljährlich durchgeführten „Tag der offenen Tür“ im Schloss Leopoldskron oder die enge Zusammenarbeit mit dem Salzburger Literaturhaus. So hat im noblen Ambiente des einst von Max Reinhardt bewohnten Schlosses auch schon Erfolgsautorin Donna Leon aus einem ihrer Commissario-Brunetti-Krimis gelesen. Und vergangenes Jahr startete die neue Reihe „Dichter zu Gast“ der Salzburger Festspiele, ein weiterer Schritt in Richtung Öffnung des Schlosses.

Auch Landeshauptfrau Gaby Burgstaller war gekommen, um sich persönlich bei Ryback zu bedanken und Adieu zu sagen. „Es ist nur ein kleiner Schritt von ‚Ami’, dem Amerikaner, zum französischen ‚ami’, dem Freund“, meinte sie schmunzelnd. Von ihr gab´s einen Ehrenbecher des Landes Salzburg.

„Es gab in meiner Zeit in Salzburg nie Institutionen, sondern immer nur Menschen, mit denen ich gearbeitet habe“, hielt Ryback fest.


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Ehrenbecher der Stadt Salzburg für Timothy Ryback Ehrenbecher der Stadt Salzburg für Timothy Ryback
© Stadtgemeinde Salzburg
Stand: 3.3.2011, Sabine Möseneder