Drehbuchentwicklungspreis 2026 geht an Olsi Çala

Stadt Salzburg zeichnet Exposé „Haben auch Sterne Wünsche?“ aus
07.10.2026
Drehbuchentwicklungspreis 2026 geht an Olsi Çala
v.l.n.r.: Benjamin Blaikner (Jurymitglied), Martina Greil (Kulturabteilung), Bgm. Bernhard Auinger, Olsi Çala (Preisträger)

Die Stadt Salzburg hat zum siebten Mal den Drehbuchentwicklungspreis für Kinospielfilme vergeben. Bürgermeister Bernhard Auinger überreichte gestern, 6. Oktober, die Auszeichnung an Olsi Çala für sein Exposé „Haben auch Sterne Wünsche?“. Insgesamt 14 Exposés wurden in diesem Jahr von einer unabhängigen Jury beurteilt.

„Mit dem Drehbuchentwicklungspreis schaffen wir Raum für neue Geschichten und starke künstlerische Stimmen. Die Auszeichnung ist ein wichtiges Instrument der Salzburger Filmförderung und unterstreicht unseren Anspruch, aufstrebenden Filmschaffenden frühzeitig Unterstützung zu bieten und Salzburg als lebendigen Kultur- und Filmstandort weiter zu stärken“, unterstreicht Bürgermeister Bernhard Auinger.

Entscheidung aus 14 Einreichungen
Der Jury gehörten Corinna Antelmann, Benjamin Blaikner und Markus Mörth an. Aus insgesamt 14 eingereichten Exposés entschieden sie sich für „Haben auch Sterne Wünsche?“. Aus der Jurybegründung: „In seiner Filmidee HABEN AUCH STERNE WÜNSCHE? wagt Olsi Çala, zwei junge Männer auf eine Reise in den Tod zu schicken, ohne ihre Entscheidung emotional aufzuladen. Mit kinematografischen Mitteln verspricht der Film, eine leise Geschichte über einen Grenzgang zu erzählen – und uns beobachten zu lassen, wie der Entschluss, das Leben verlassen zu wollen, weit unspektakulärer vollzogen werden kann, als wir es uns vorstellen.“

Die Jury sieht in dem Stoff das Potenzial für eine vielschichtige Auseinandersetzung mit menschlichen Widersprüchen. Die Geschichte soll ohne großes Drama und ohne die Gewissheit erzählt werden, dass am Ende alles gut ausgeht.

Olsi Çala ist Drehbuchautor und Journalist und verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung in Fernsehen, Film und Dokumentarfilmproduktion. Er stammt aus Albanien und wohnt seit 2024 in Salzburg.

4.000 Euro und professionelle dramaturgische Begleitung
Der Drehbuchentwicklungspreis ist mit 4.000 Euro dotiert und dient der Erstellung eines Treatments für einen Kinospielfilm ab 60 Minuten. Darüber hinaus erhält der ausgezeichnete Filmstoff professionelle dramaturgische Begleitung. Ziel ist ein Treatment, das bei Förderstellen und Produktionsfirmen eingereicht werden kann und damit den Weg zu einem verfilmbaren Drehbuch ebnet. Die dramaturgische Betreuung des diesjährigen Siegerprojekts übernimmt Christian Frosch, Drehbuchautor, Regisseur und Dramaturg. Er arbeitet seit vielen Jahren für Kino und Fernsehen und wurde unter anderem für „Von jetzt an kein Zurück“ mit dem Österreichischen Filmpreis für das Beste Drehbuch ausgezeichnet.

Nachwuchsförderung für den Film
Mit dem Drehbuchentwicklungspreis unterstützt die Stadt Salzburg Drehbuchautor:innen und Autorenfilmer:innen in einer entscheidenden frühen Phase der Stoffentwicklung. Neben der finanziellen Förderung ist auch die professionelle Begleitung ein wesentlicher Bestandteil des Preises. Kooperationspartner ist das drehbuchFORUM Wien.
Der Preis soll damit nicht nur eine Idee auszeichnen, sondern deren konkrete Weiterentwicklung ermöglichen – vom Exposé über das Treatment bis hin zu einem möglichen Drehbuch und einer späteren Filmrealisierung.

Der Drehbuchentwicklungspreis wird im Wechsel mit dem „Simon S.“ Salzburger Filmnachwuchspreis vergeben.

Eva Kuchner-Philipp