Klimabewusste Stadt Salzburg
Auf gehts!

- Warum brauchen wir Klimaschutz?
Langfristige Messreihen belegen: Das Klima wandelt sich. Seit 1960 hat sich die Zahl der Hitzetage in Salzburg mehr als verdoppelt. Die Erwärmung ist also auch bei uns deutlich spürbar. 2023 hat die Stadt über 400 Kilotonnen CO2-äquivalente ausgestoßen. Mehr als 66 Prozent davon gehen auf fossile Energieträger wie Erdgas und Erdöl zurück. Besonders groß ist der Handlungsbedarf im Gebäudesektor. Viele Gebäude aus den Jahren 1961 bis 1980 haben einen hohen Sanierungsbedarf. Der Klimafahrplan bündelt Maßnahmen, setzt Prioritäten und macht Fortschritte messbar. Außerdem hilft er uns, die EU-Klimaziele zu erreichen.
- Was haben die Bürger:innen davon?
Klimaschutz bringt mehr Lebensqualität für alle. Neben der Reduktion von Emissionen gibt es viele direkte Zusatznutzen: Bessere Luft, mehr Gesundheit durch aktive Mobilität wie Gehen und Radfahren sowie neue Chancen für den Wirtschaftsstandort durch grüne Innovationen. Außerdem machen Investitionen in den Klimaschutz unsere Stadt widerstandsfähiger gegen extreme Wetterereignisse. Sie helfen, Klimaschäden zu vermeiden – und damit langfristig deutlich höhere Folgekosten. Denn Maßnahmen wie mehr Grünflächen und Entsiegelung sind nicht nur wichtig für die Anpassung an den Klimawandel, sie werden auch teurer, je länger wir warten.
- Gemeinsam aktiv für unsere Zukunft
Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit – auch für die Stadt Salzburg. Mit engagierten Bürger:innen, innovativen Unternehmen, der Wissenschaft und der Stadtverwaltung arbeiten wir gemeinsam an einer nachhaltigen Zukunft für Salzburg. Durch klimagerechte Stadtentwicklung, zukunftsweisende Projekte und aktive Beteiligung machen wir unsere Stadt lebenswert und fit für morgen. Denn eine klimabewusste Stadt entsteht nur gemeinsam.
- Allgemeine Informationen: Klimawandel & Klimaschutz
Was ist der Unterschied zwischen Klimaschutz & Klimawandelanpassung?
• Klimaschutz: Emissionen senken, um die Erderhitzung zu bremsen.
• Klimawandelanpassung: Die Stadt widerstandsfähiger gegen unvermeidbare Folgen der Klimaveränderung / des Klimawandels zu machen.
THG-Bilanzierung – Wo steht Salzburg?

Wo steht Salzburg beim Klimaschutz?
Die Stadt Salzburg erstellt regelmäßig eine Treibhausgas-Bilanz um aufzuzeigen ob Maßnahmen oder Projekte im Bereich Klimaschutz wirksam sind.
Eine Treibhausgasbilanzierung zeigt, wie viele klimaschädliche Gase, wie zum Beispiel CO₂, durch unseren Alltag entstehen – zum Beispiel durch Heizen, Autofahren oder den Konsum von Lebensmitteln. Sie hilft, die größten Emissionsquellen zu erkennen und Möglichkeiten zu finden, den eigenen CO₂-Fußabdruck zu verringern.
Die gesamten Treibhausgasemissionen der Stadt Salzburg sind von 416 Kilotonnen CO₂-Äquivalenten im Jahr 2023 auf 378 Kilotonnen CO₂-Äquivalente im Jahr 2024 gesunken. Das entspricht einem Rückgang von rund neun Prozent. Damit setzt sich der rückläufige Trend der vergangenen Jahre fort.
Die größten Emissionsanteile entfallen weiterhin auf die Bereiche Wärme und Mobilität. Hier liegen auch die wichtigsten Hebel für weitere Reduktionen.
- Angenehmes Stadtklima: Mehr Grün, mehr Schatten, kühlere Plätze – auch an heißen Tagen.
- Mehr Lebensqualität im Alltag: Sichere Wege, lebenswerte Quartiere und attraktive öffentliche Räume.
- Klimaschutz rechnet sich: Jeder investierte Euro in rechtzeitige Investitionen in Infrastruktur, Gesundheit und Wirtschaft spart langfristig fünf bis zehn Euro an Schäden und Folgekosten.
- Wertschöpfung bleibt in Salzburg: Investitionen stärken regionale Betriebe, Handwerk und Innovation. Das Geld geht nicht nach Brüssel.
- Vorsorge für kommende Generationen: Entscheidungen von heute sichern die Lebensqualität unserer Kinder und Enkelkinder.
Klimafahrplan 2040
Der Klimafahrplan 2040 ist der strategische Umsetzungsrahmen für Salzburgs Weg zur klimaneutralen Stadt. Er bündelt Ziele, Handlungsfelder und Maßnahmen und zeigt, wie die Stadt ihre Emissionen Schritt für Schritt weiter reduzieren kann.
Insgesamt beinhaltet der Klimafahrplan 120 Maßnahmen, mit denen auf strategischer Ebene das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 erreicht werden kann. Rund die Hälfte dieser Maßnahmen ist bereits angestoßen und/oder in Umsetzung. Der Umsetzungsplan berücksichtigt insbesondere die Maßnahmen, die bis 2030 ein wichtiges Zwischenziel markieren und adressiert die größten Wirkhebel.
Zielgruppen-Bereich

- Bürger:innen
Was kann ich selbst tun? Welche Förderungen gibt es? Und wie kann ich meine Ideen einbringen?
Klimaschutz beginnt im Alltag – und jede:r kann einen Beitrag leisten. Ob nachhaltige Mobilität, energieeffizientes Wohnen oder klimafreundlicher Konsum: Die Stadt Salzburg unterstützt Sie dabei mit praktischen Tipps, Förderungen und Mitmachangeboten. - Unternehmen
Wie können wir klimafreundlich wirtschaften? Welche Unterstützung bietet die Stadt? Und welche Vorzeigeprojekte gibt es?
Klimafreundliches Wirtschaften stärkt nicht nur die Umwelt, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit. Die Stadt Salzburg begleitet Unternehmen auf dem Weg zur Nachhaltigkeit – mit Förderungen, Beratung und Best-Practice-Beispielen aus der Region. - Verwaltung
Wie wird die Stadt selbst klimaneutral? Welche Rolle spielen Stadtplanung, Mobilität und Beschaffung?
Die Stadt Salzburg geht mit gutem Beispiel voran. In der Stadtverwaltung setzen wir konsequent auf Klimaschutz – von der klimaneutralen Beschaffung bis zur klimafreundlichen Mobilität der Mitarbeitenden. Auch in der Stadtplanung spielt Klimaanpassung eine zentrale Rolle. - Forschung & Bildung
Welche Forschungsprojekte gibt es? Wie können Schulen, Hochschulen & Wissenschaft die Stadt unterstützen?
Ob innovative Technologien, Datenanalyse oder Bildungsprojekte – die Stadt Salzburg arbeitet eng mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Schulen zusammen. Gemeinsam entwickeln wir Lösungen für eine klimafreundliche Stadt und stärken das Bewusstsein für Nachhaltigkeit.
Fördermöglichkeiten
Klimaschutz lohnt sich – für die Umwelt, aber auch finanziell! Ob Bürger:in, Unternehmen, Stadtverwaltung oder Forschungseinrichtung: Es gibt zahlreiche Förderungen, die klimafreundliches Handeln unterstützen. Hier finden Sie die wichtigsten Programme und Beratungsangebote im Überblick.
Das Team

Seit 2024 ist Salzburg offiziell Pionierstadt und hat sich das nachhaltige Ziel gesetzt: bis 2040 soll die Stadt klimaneutral werden. Ein junges, interdisziplinäres und hochqualifiziertes Team arbeitet ämterübergreifend an Grundlagen, um den Magistrat klimafit und Salzburg zukunftsfähig zu machen. Das Pionierstadt-Team erarbeitet bis zum nächsten Jahr einen Klimafahrplan, der unter anderem die Bereiche Quartiersentwicklung und Mobilität, Abfall- und Kreislaufwirtschaft, sowie Energie und E-Laden abdeckt.
Andreas Schmidbaur, Abteilungsvorstand Raumplanung und Baubehörde, und Pia Schauz, die Projektleiterin, erklären gemeinsam: „Klimaschutz ist ein Querschnittsthema. Wir möchten daher alle Ämter und somit die gesamte Stadtverwaltung einbinden – um eine Vorreiterrolle einzunehmen. Darüber hinaus wollen wir aktiv mit Bürger:innen und weiteren externen Stakeholdern wie Wohnbauträgern, Energieanbietern, Forschungseinrichtungen oder Unternehmen zusammenarbeiten.“
Das neue Pionierstadt-Team im Check:
- Pia Schauz (Projektleiterin): „Wir haben die Chance und Ideen, Salzburgs Natur und Kultur in Einklang mit klimaneutralen, innovativen Lösungen für die Generation von Morgen zu bewahren.“
- Laura Boldizsár (Fachstelle Abfall- und Kreislaufwirtschaft): „Klimaneutralität betrifft Mensch und Natur. Nur gemeinsames Handeln und vernetztes Denken führen zu einer sauberen Zukunft.“
- Josef Allio (Fachstelle Energie und Gebäude): „Energie ist der Antrieb unseres Lebens. Es liegt an uns, diese mit Bedacht einzusetzen und nachhaltig zu erzeugen.“
- Lara Seel (Fachstelle Quartiersentwicklung und Mobilität): „Wenn Klimaschutz im Quartier mitgedacht wird, ist er einfach in den Alltag zu integrieren.“
Das Projekt

Was ist die Pionierstadt:Salzburg?
Seit 2010 hat die Stadt Salzburg den Weg in Richtung Klima- und Umweltschutz eingeschlagen. Neben dem Smart City Masterplan 2025, der Radverkehrsstrategie 2025+ oder dem Masterplan Gehen, ist nun der nächste Eckpfeiler einer klimaneutralen Stadt gesetzt worden: Salzburg wird zur Pionierstadt.
Mit Beschluss des Gemeinderates am 17. Mai bekannte sich die Stadt Salzburg zum Ziel der Klimaneutralität bis zum Jahr 2040 und stellte einen Antrag zum Förderprojekt des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK). Die Entscheidung der Fachjury war nun positiv und die Stadt Salzburg mit ihrem Antrag erfolgreich.
Österreichische Pionierstädte, wie Salzburg, sind engagierte Vorreiter auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2040. Das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) unterstützt in Kooperation mit dem Klima- und Energiefonds und der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) österreichische Städte dabei, durch Forschung und Entwicklung schneller klimaneutral zu werden.
In Salzburg sind das insbesondere die Bereiche Energie, Mobilität sowie Kreislaufwirtschaft.
Mit der Pionierstadt:Salzburg wird die Möglichkeit geschaffen, über diese öffentlich-öffentliche Partnerschaft die Strukturen innerhalb der Stadt Salzburg nachhaltig zu verändern.
Und es kommen laufend neue Pionierstädte hinzu – damit erreicht diese Mission einen Großteil der österreichischen Bevölkerung.
