Klimafahrplan 2040

Der Klimafahrplan 2040 ist der strategische Rahmen für Salzburgs Weg zur Klimaneutralität. Er bündelt Ziele, Handlungsfelder und 120 Maßnahmen, mit denen die Treibhausgasemissionen bis 2040 schrittweise gesenkt werden sollen. Rund die Hälfte der Maßnahmen ist bereits angestoßen oder in Umsetzung, der Fokus liegt auf den wichtigsten Hebeln bis 2030.
Der Klimafahrplan umfasst zentrale Bereiche wie Energie, Gebäude, Stadtentwicklung, Mobilität sowie Ressourcen und dient als Arbeitsinstrument, das laufend überprüft und weiterentwickelt wird.
Die aktuelle Treibhausgasbilanz 2024 zeigt einen deutlichen Rückgang der Emissionen um rund neun Prozent gegenüber 2023. Gleichzeitig ist klar: Dieser Rückgang ist ein wichtiger Schritt, reicht aber noch nicht aus, um das Ziel der klimaneutralen Stadt bis 2040 zu erreichen. Vor allem in den Bereichen Wärme, Gebäude, Energieversorgung und Mobilität braucht es weiterhin konsequente Maßnahmen. Der Klimafahrplan 2040 zeigt dafür den strategischen Rahmen.
- Energie: sparen, erneuerbar erzeugen, fossilfrei werden
Die Energiewende ist ein zentraler Hebel auf dem Weg zur Klimaneutralität. Ziel ist eine fossilfreie Energieversorgung bis 2040 – mit dem Ausstieg aus Öl und Gas, dem Ausbau der Fernwärme, mehr Photovoltaik und Energiegemeinschaften.
Ein Schwerpunkt ist der Ausbau von Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden. Gleichzeitig bleiben Energieeinsparung und effiziente Gebäudetechnik entscheidend, um Verbrauch und Emissionen nachhaltig zu senken.
- Gebäude: klimafreundlich und sozial verträglich bauen und sanieren
Im Gebäudebestand liegt großes Potenzial, Energieverbrauch und Emissionen zu senken. Stadteigene Gebäude sollen künftig mit einer Sanierungsrate von drei Prozent pro Jahr nach hohen Nachhaltigkeitsstandards modernisiert werden. Auch Neubauten werden stärker auf den gesamten Lebenszyklus, Ressourcenschonung und Kreislauffähigkeit ausgerichtet.
Besonders im Wohnbau achtet die Stadt auf soziale Verträglichkeit. Klimafreundliche Energiesysteme sollen leistbar und gerecht umgesetzt werden. Themen wie Energiearmut sowie innovative Lösungen werden dabei gemeinsam mit der Smart City Salzburg vorangetrieben.
- Quartiere: Klimaschutz von Beginn an mitplanen
Klimaschutz wirkt besonders effektiv, wenn ganze Quartiere betrachtet werden. Deshalb verbindet der Klimafahrplan Themen wie Wohnen, Energie, Mobilität, Grünräume und öffentliche Räume auf Stadtteilebene.
Mehr Grün, weniger Versiegelung, sichere Rad- und Gehwege sowie klimafreundliche Energieversorgung erhöhen die Lebensqualität und machen Quartiere widerstandsfähiger gegen Hitze. Projekte wie die Stadtteilwerkstatt Itzling, die „Glan Gärten“ und die Südtiroler Siedlung liefern dafür wichtige Erfahrungen.
- Mobilität: mehr öffentlicher Verkehr, Rad und Gehen
Der Verkehr ist einer der großen Emissionsbereiche. Besonders der motorisierte Individualverkehr verursacht einen hohen Anteil der verkehrsbedingten Treibhausgase. Ziel ist es, den Anteil von Gehen, Radfahren und öffentlichem Verkehr bis 2040 auf 80 Prozent zu steigern. Gleichzeitig sollen Fahrzeuge schrittweise auf klimafreundliche Antriebe umgestellt werden.
Der Klimafahrplan setzt auf bessere Öffis, sichere Radverbindungen, attraktivere Gehwege und das Prinzip der Stadt der kurzen Wege. Dazu kommen nachhaltiges Parkraummanagement, Verkehrsberuhigung, Fußgänger- und Begegnungszonen sowie die schrittweise Umstellung der städtischen Fahrzeugflotte, soweit dies technisch und betrieblich möglich ist. Mit dem SUMP (Sustainable Urban Mobility Plan), einem neuen Elektro-Lkw des Abfallservice oder dem S-Bike(sharing) sind schon einige Maßnahmen angestoßen beziehungsweise in Umsetzung.
- Abfall- und Kreislaufwirtschaft: vermeiden, trennen, wiederverwenden
Ressourcenschonung ist ein wichtiger Teil des Klimaschutzes. Der Klimafahrplan setzt auf Abfallvermeidung, bessere Mülltrennung, ReUse, Reparatur, Sharing und nachhaltige Beschaffung. Ein Schwerpunkt ist die Optimierung der Mülltrennung in städtischen Einrichtungen.
Auch die Stadtverwaltung geht mit gutem Beispiel voran: Durch Sanierungen, erneuerbare Energien, effizientere Gebäudetechnik und die Umstellung des Fuhrparks konnten ihre Emissionen 2024 weiter gesenkt werden. Klimaschutz soll künftig noch stärker in allen Entscheidungen verankert werden – gemeinsam mit Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.
- Emissionen gesenkt – doch es gibt noch einiges zu tun
Salzburg ist auf dem Weg zur klimaneutralen Stadt 2040. Der Klimafahrplan zeigt, wie dieser Weg gelingen kann: mit klaren Zielen, konkreten Maßnahmen, gemeinsamer Verantwortung und dem Anspruch, Klimaschutz und Lebensqualität zusammenzudenken.