Klimafahrplan 2040: Salzburg setzt den nächsten Schritt zur klimaneutralen Stadt

03.07.2026
Salzburg setzt nächsten Schritt beim Klimafahrplan
V.l.n.r.: Kay-Michael Dankl, Bgm.-Stv.; Pia Schauz, Projektleitung Klimabewusste Stadt; Laura Boldizsár, Klimabewusste Stadt; Andreas Schmidbaur, Abteilungsvorstand Raumplanung und Baubehörde; Anna Schiester, Stadträtin; Florian Kreibich, Bgm.-Stv.; Josef Allio, Klimabewusste Stadt; Lara Seel, Klimabewusste Stadt

Die Auswirkungen des Klimawandels sind längst auch in Salzburg spürbar. Die Hitzewelle im Juni hat deutlich gemacht, was steigende Temperaturen für das Leben in der Stadt bedeuten: Hitze belastet die Gesundheit, den öffentlichen Raum, die Infrastruktur und den Alltag der Menschen. Besonders betroffen sind ältere Menschen, Kinder, kranke Personen und Menschen, die in stark aufgeheizten Stadtteilen leben oder arbeiten.

Langfristige Messreihen zeigen: Seit 1960 hat sich die Zahl der Hitzetage in Salzburg mehr als verdoppelt. Neben Hitze nehmen auch Starkregen, Trockenperioden und andere Extremwetterereignisse an Bedeutung zu. Klimaschutz ist daher nicht nur ein globales Ziel, sondern eine konkrete Aufgabe vor Ort.

Eine klimaneutrale Stadt bedeutet weniger klimaschädliche Emissionen, vor allem aber mehr Lebensqualität: bessere Luft, weniger Lärm, mehr Grün und Schatten, kühlere öffentliche Räume, sichere Wege für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen sowie eine geringere Abhängigkeit von fossilen Energien. Rechtzeitiges Handeln hilft, hohe Folgekosten durch Klimaschäden zu verringern.

Stadträtin Anna Schiester:Wir müssen der Realität ins Auge sehen: Die Sommer werden nicht mehr kühler. Die aktuelle Hitze hat uns wieder sehr deutlich gezeigt, warum Klimaschutz längst keine abstrakte Debatte ist und schon lange kein Thema für später mehr. Es geht darum, die Ursachen der Klimakrise ernsthaft anzugehen – statt zuzusehen, wie die Belastung für Menschen, Infrastruktur und Stadt jedes Jahr größer wird. Die Treibhausgasbilanz 2024 zeigt: Salzburg ist in Bewegung. Die Emissionen sind von 416 auf 378 Kilotonnen CO₂-Äquivalente gesunken – das ist ein Minus von rund neun Prozent. Das ist ein wichtiger Schritt. Aber die Bilanz zeigt auch klar, wo wir weiter ansetzen müssen: bei Wärme, Gebäuden, Energieversorgung und Mobilität. Genau dort liegen die großen Hebel. Das schafft die Stadt nicht allein. Klimaschutz gelingt nur gemeinsam – mit der Stadtbevölkerung, mit Energieversorgern, Verkehrsbetrieben, Wohnbauträgern, Wirtschaft, Wissenschaft, Land und Bund. Salzburg als Pionierstadt heißt für mich: Klimaschutz umsetzen! Denn er ist die Voraussetzung dafür, dass Salzburg auch in Zukunft eine Stadt bleibt, in der Menschen gut leben können.

Bürgermeister-Stellvertreter Kay-Michael Dankl:Die Hitzewelle im Juni hat gezeigt, warum mehr Schritte zur Eindämmung der Erderhitzung und ihrer Folgen notwendig sind. Das betrifft Österreich stärker als andere Länder. Die Städte und Gemeinden können nicht alles stemmen, aber viel dazu beitragen. In meinem Wirkungsbereich für Wohnen und Bauen haben wir beispielsweise den Innenhof der Wohnanlage Lehener Vierkanter begrünt, treiben den Ausbau von Solarenergie voran und verbessern die Infrastruktur für das Radfahren und Zufußgehen.“ Der beste Plan ist nur so viel wert wie seine Umsetzung. Deshalb liegt der Fokus darauf, konkrete Projekte zu planen.

Bürgermeister-Stellvertreter Florian Kreibich:Wir sind auf dem richtigen Weg. Aber wir sind noch nicht am Ziel. Der Klimafahrplan gibt uns den Kompass vor. Jetzt braucht es weiterhin Mut zu Investitionen, klare Entscheidungen und das Miteinander von Politik, Wirtschaft und Stadtgesellschaft. Nur so schaffen wir die Klimaneutralität bis 2040.

Abteilungsvorstand Andreas Schmidbaur:Mit dem Einstieg in das Pionierstadt-Programm des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur hat sich die Stadtgemeinde geschlossen auf den Weg gemacht, umfassend Verantwortung für eine klimaneutrale Zukunft zu übernehmen. Der Klimafahrplan ist dabei der ‚Kompass‘ für diesen langen und intensiven Weg, der sowohl viele interne, aber auch externe Kräfte benötigen wird. Ein – trotz dieser großen, nur gemeinsam bewältigbaren Kraftanstrengung – lohnender Weg, allein schon mit Blick auf kommende Generationen.

Pia Schauz (Projektleitung):Der Klimafahrplan 2040 ist eine Teamleistung. Er wurde vom Team der Klimabewussten Stadt gemeinsam mit vielen Kolleg:innen aus den Magistratsabteilungen, externen Fachleuten, Partnern und Stakeholdern erarbeitet. Genau diese Zusammenarbeit ist entscheidend, weil Klimaschutz nur dann wirksam wird, wenn er in der täglichen Arbeit der Stadt ankommt – in Planungen, Projekten, Beschlüssen und konkreten Umsetzungen. Der Klimafahrplan ist dafür ein gemeinsamer Rahmen und zugleich ein Arbeitsauftrag für die nächsten Jahre.

Klimafahrplan als strategischer Umsetzungsrahmen
Der Klimafahrplan 2040 ist der strategische Umsetzungsrahmen für Salzburgs Weg zur klimaneutralen Stadt. Er bündelt Ziele, Handlungsfelder und Maßnahmen und zeigt, wie die Stadt ihre Emissionen Schritt für Schritt weiter reduzieren kann.

Er macht sichtbar, wo Salzburg heute steht, welche Bereiche besonders viele Treibhausgase verursachen und welche Maßnahmen den größten Beitrag leisten können. Insgesamt beinhaltet der Klimafahrplan 120 Maßnahmen, mit denen auf strategischer Ebene das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 erreicht werden kann. Rund die Hälfte dieser Maßnahmen ist bereits angestoßen und/oder in Umsetzung. Der Umsetzungsplan berücksichtigt insbesondere die Maßnahmen, die bis 2030 ein wichtiges Zwischenziel markieren und adressiert die größten Wirkhebel. Er zeigt auf, wie Energie künftig erzeugt und genutzt wird. Wie werden Gebäude saniert? Wie werden neue Quartiere geplant? Wie kann Mobilität klimafreundlicher werden? Und wie geht die Stadt mit Ressourcen, Abfall und Beschaffung um? Der Klimafahrplan dient außerdem als Arbeitsinstrument: Maßnahmen sollen regelmäßig überprüft, weiterentwickelt und an neue Erkenntnisse angepasst werden. Damit wird Klimaschutz planbar, messbar und steuerbar.

Die Stadt Salzburg konnte ihre Treibhausgasemissionen zuletzt deutlich senken. Die aktuelle Treibhausgasbilanz 2024 zeigt: Die gesamten Emissionen gingen von 416 Kilotonnen CO₂-Äquivalenten im Jahr 2023 auf 378 Kilotonnen CO₂-Äquivalente im Jahr 2024 zurück. Das entspricht einem Minus von rund neun Prozent.

Damit setzt sich ein positiver Trend fort. Gleichzeitig ist klar: Dieser Rückgang ist ein wichtiger Schritt, reicht aber noch nicht aus, um das Ziel der klimaneutralen Stadt bis 2040 zu erreichen. Vor allem in den Bereichen Wärme, Gebäude, Energieversorgung und Mobilität braucht es weiterhin konsequente Maßnahmen. Der Klimafahrplan 2040 zeigt dafür den strategischen Rahmen.

Energie: sparen, erneuerbar erzeugen, fossilfrei werden
Ein großer Teil der Emissionen entsteht durch fossile Energieträger wie Erdgas und Erdöl. Deshalb ist die Energiewende einer der wichtigsten Hebel. Ziel ist eine Energieversorgung, die bis 2040 auf erneuerbaren und fossilfreien Quellen basiert. Das betrifft vor allem Wärme, Strom und künftig auch Kühlung.

Im Mittelpunkt stehen der schrittweise Ausstieg aus Öl und Gas, der Ausbau und die Dekarbonisierung der Fernwärme, mehr Photovoltaik auf städtischen Gebäuden und der Aufbau von Energiegemeinschaften. Ein aktueller Schwerpunkt ist die Photovoltaikstrategie für städtische Liegenschaften. Dachflächen und weitere geeignete Flächen werden geprüft, Projekte priorisiert und der Ausbau besser koordiniert. Damit wird die Stadtverwaltung selbst zur aktiven Erzeugerin erneuerbarer Energie. Im Jahr 2025 verbrauchte die Stadtverwaltung 20.995.754 kWh Strom. Die bestehenden PV-Anlagen produzierten 1.170.000 kWh Strom. Damit erzeugte die Stadtverwaltung bilanziell rund 5,5 Prozent des verbrauchten Stroms selbst.

Gleichzeitig bleibt Energieeinsparung zentral: Was nicht verbraucht wird, muss auch nicht erzeugt werden. Effiziente Gebäudetechnik, bewusster Energieeinsatz und laufendes Monitoring helfen, Verbrauch und Kosten zu senken.

Gebäude: klimafreundlich und sozial verträglich bauen und sanieren
Viele Gebäude in Salzburg stammen aus Jahrzehnten, in denen Energieeffizienz noch nicht im Mittelpunkt stand. Im Gebäudebestand liegt daher großes Potenzial, um Energieverbrauch und Emissionen zu senken. Bei stadteigenen Gebäuden muss die Sanierungsrate nach EU-Richtlinien auf jährlich drei Prozent steigen. Sanierungen sollen nach klaren Qualitätsstandards erfolgen, etwa nach klimaaktiv Silber. Das heißt: eine hohe Nachhaltigkeits- und Energiequalität, insbesondere bei Energieeffizienz, ökologischen Baustoffen, Komfort, Raumluftqualität und sorgfältiger Ausführung.

Auch beim Neubau geht es künftig stärker um den gesamten Lebenszyklus: Welche Materialien werden eingesetzt? Wie viel Energie steckt in Herstellung und Transport? Wie gut können Baustoffe später wiederverwendet werden? Klimafreundliches Bauen bedeutet daher, ressourcenschonend, energieeffizient und möglichst kreislauffähig zu bauen.

Vor allem im Wohnbau wird dabei besonders auf die soziale Verträglichkeit Acht gegeben, etwa bei der Umstellung von Energiesystemen. Es geht nicht nur um eine klimafreundliche Umsetzung, sondern auch um Fragen der Leistbarkeit und der Gerechtigkeit. Ein Umstieg auf nicht-fossile Systeme im Wohnbau kann nur dann Erfolg haben, wenn die notwendigen Investitionen fair aufgeteilt werden. Um dies zu gewährleisten, legt die Stadt den Fokus auf Themen wie Energiearmut und forciert den Austausch zu innovativen Ansätzen, bei denen Klimafreundlichkeit und soziale Verträglichkeit gemeinsam gedacht werden. Hier unterstützt die Smart City (Innovationsplattform der Stadt Salzburg mit dem SIR) die städtische Verwaltung.

Quartiere: Klimaschutz von Beginn an mitplanen
Klimaschutz wirkt besonders gut, wenn nicht nur einzelne Gebäude betrachtet werden, sondern ganze Stadtteile und Wohnsiedlungen. Quartiere verbinden Wohnen, Energie, Mobilität, Grünräume, soziale Infrastruktur und öffentlichen Raum. Deshalb wird das Quartier im Klimafahrplan als wichtige Planungsebene verankert.

In der Quartiersentwicklung geht es darum, neue Stadtteile und bestehende Siedlungen ganzheitlich zu betrachten: Wie wird geheizt? Wie wird Strom erzeugt? Wie bewegen sich die Menschen? Wo gibt es Schatten, Grünflächen und Aufenthaltsqualität? Und wie kann bestehender Raum besser genutzt werden?

Gerade hier zeigt sich, dass Klimaschutz und Lebensqualität unmittelbar zusammenhängen. Mehr Grün, weniger Versiegelung, sichere Rad- und Gehwege sowie klimafreundliche Energieversorgung machen Stadtteile widerstandsfähiger gegen Hitze und lebenswerter im Alltag. Ein Projekt im Bereich Quartier ist die Stadtteilwerkstatt Itzling, die im Herbst am Veronaplatz in der Goethesiedlung startet. Sie bringt Bewohner:innen, Bauträger:innen, Verwaltung und Forschung an einen Tisch.
Auch bei den „Glan Gärten“ fließen Erkenntnisse zu Freiraum, Energie und Mobilität direkt in die Planung ein. Von den gewonnenen Erkenntnissen aus der Südtiroler Siedlung, in der Österreichs größter Holzwohnbau entsteht, können künftig auch andere Quartiere profitieren.

Mobilität: mehr öffentlicher Verkehr, Rad und Gehen
Der Verkehr ist einer der großen Emissionsbereiche. Besonders der motorisierte Individualverkehr verursacht einen hohen Anteil der verkehrsbedingten Treibhausgase. Ziel ist es, den Anteil von Gehen, Radfahren und öffentlichem Verkehr bis 2040 auf 80 Prozent zu steigern. Gleichzeitig sollen Fahrzeuge schrittweise auf klimafreundliche Antriebe umgestellt werden.

Der Klimafahrplan setzt auf bessere Öffis, sichere Radverbindungen, attraktivere Gehwege und das Prinzip der Stadt der kurzen Wege. Dazu kommen nachhaltiges Parkraummanagement, Verkehrsberuhigung, Fußgänger- und Begegnungszonen sowie die schrittweise Umstellung der städtischen Fahrzeugflotte, soweit dies technisch und betrieblich möglich ist. Mit dem SUMP (Sustainable Urban Mobility Plan), einem neuen Elektro-Lkw des Abfallservice oder dem S-Bike(sharing) sind schon einige Maßnahmen angestoßen beziehungsweise in Umsetzung.

Abfall- und Kreislaufwirtschaft: vermeiden, trennen, wiederverwenden
Auch der nachhaltige Umgang mit Ressourcen ist Teil des Klimaschutzes. Produkte, Baustoffe und Geräte verursachen Emissionen nicht erst bei der Entsorgung, sondern bereits bei Herstellung, Transport und Nutzung. Ziel ist daher ein ressourcenschonendes System, in dem Abfälle möglichst vermieden und Materialien länger genutzt werden.

Der Klimafahrplan setzt auf Abfallvermeidung, bessere Trennung, ReUse, Reparatur, Sharing-Angebote und nachhaltige Beschaffung. Ein konkreter Schritt ist die Optimierung der Mülltrennung in städtischen Einrichtungen. Wenn Abfälle in Schulen, Kindergärten, Amtsgebäuden oder Freizeiteinrichtungen besser getrennt werden, können Stoffe gezielter erfasst und Restmüll reduziert werden. Damit übernimmt die Stadtverwaltung auch hier eine Vorbildrolle.

Die Stadtverwaltung geht voran
Der Klimafahrplan setzt nicht nur bei der Stadt Salzburg an. Auch die Stadtverwaltung selbst übernimmt Verantwortung. Die Emissionen der Stadtverwaltung sind von 8,4 Kilotonnen CO₂-Äquivalenten im Jahr 2023 auf 7,7 Kilotonnen CO₂-Äquivalente im Jahr 2024 gesunken.

Dazu tragen energetische Sanierungen, der Umstieg auf erneuerbare Energieträger, Einsparungen im laufenden Betrieb, effizientere Gebäudetechnik und die schrittweise Umstellung des kommunalen Fuhrparks bei. Klimaschutz soll künftig noch stärker in Entscheidungen, Verfahren und Planungen verankert werden. Er soll nicht zusätzlich gedacht werden, sondern Teil der täglichen Arbeit sein.

Dafür braucht es klare Prozesse, Daten, Zuständigkeiten und Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinweg. Ebenso wichtig sind Wissen, Beteiligung und starke Partnerschaften. Denn Klimaneutralität kann die Stadt nicht allein erreichen. Notwendig sind Kooperationen mit Wirtschaft, Wissenschaft, Bevölkerung, Land, Bund, Energieversorgern und weiteren Partner:innen wie die Salzburg AG, die Messe, die TSG und viele mehr.

Emissionen gesenkt – doch es gibt noch einiges zu tun

Die zugrunde gelegte Treibhausgasbilanz zeigt: Salzburg konnte seine Emissionen von 2023 auf 2024 reduzieren. Damit dieser Weg weitergeht, braucht es den Klimafahrplan 2040 als gemeinsamen Rahmen.

Er zeigt, warum Klimaschutz notwendig ist, wo Salzburg heute steht und welche Maßnahmen die größten Hebel haben. Das Umsetzungsmonitoring macht Fortschritte überprüfbar und hilft, Klimaschutz in Verwaltung, Stadtplanung und Infrastruktur langfristig zu verankern.

Salzburg ist auf dem Weg zur klimaneutralen Stadt 2040. Der Klimafahrplan zeigt, wie dieser Weg gelingen kann: mit klaren Zielen, konkreten Maßnahmen, gemeinsamer Verantwortung und dem Anspruch, Klimaschutz und Lebensqualität zusammenzudenken.

Klimafonds: vom Konzept in die Umsetzung
Mit dem Klimafonds hat die Stadt Salzburg ein eigenes Instrument, um kleinere Klimaschutzprojekte rasch, sichtbar und konkret umzusetzen. Für das Jahr 2026 stehen dafür 200.000 Euro zur Verfügung. Zusätzlich werden rund 100.000 Euro für Maßnahmen am Rot-Kreuz-Parkplatz eingesetzt. Dort zeigt die Stadtoase im Sommer, wie öffentlicher Raum auch in heißen Zeiten besser nutzbar, schattiger und lebenswerter werden kann.

2026 wurden bereits zwei Carsharing-Initiativen in Salzburg, in Gneis und Aigen, finanziert. Dafür werden 33.000 Euro aus dem Klimafonds bereitgestellt. Damit unterstützt die Stadt Angebote, die den privaten Autobesitz reduzieren können und gerade in Wohnquartieren eine alltagstaugliche Ergänzung zu öffentlichem Verkehr, Radfahren und Gehen darstellen. Auch der Anschluss eines städtischen Kleinwasserkraftwerks beim Schloss Mirabell wird unterstützt: Als gemeinsames Projekt der Stadt wird es mit 30.000 Euro aus dem Klimafonds bezuschusst.

Damit zeigt der Klimafonds, worum es bei der klimabewussten Stadt geht: um konkrete Umsetzung, die Klimaschutz und Klimawandelanpassung voranbringt und damit der Lebensqualität der Salzburger:innen zugutekommt – im öffentlichen Raum, bei erneuerbarer Energie, bei neuer Mobilität und in den Stadtteilen. Aktuell arbeitet die Stadt daran, den Klimafonds weiterzuentwickeln und noch zugänglicher zu machen: mit mehr Möglichkeiten für Bürger:innen, eigene Ideen einzubringen und umzusetzen, mit Unterstützung für Initiativen in den Stadtteilen und mit temporären Maßnahmen im öffentlichen Raum.

Salzburg als Pionierstadt – auf dem Weg zur Klimabewussten Stadt
Der Klimafahrplan ist im Rahmen des Projekts „Pionierstadt Salzburg“ entstanden. Salzburg ist seit 2024 offiziell eine von zehn Pioniergroßstädten. Für Salzburg bedeutet das: Klimaschutz wird als Querschnittsthema in der Stadtverwaltung verankert. Ein interdisziplinäres Team arbeitet ämterübergreifend an Grundlagen, Projekten und Maßnahmen für den Weg zur „Klimaneutralen Stadt“.

Begleitet wird Salzburg dabei vom Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur sowie vom Klima- und Energiefonds.

Eva Kuchner-Philipp