Krematorium Salzburg: Transparenz schafft Vertrauen
Krematorium Salzburg: Transparenz schafft Vertrauen

Das Krematorium am Salzburger Kommunalfriedhof öffnet am Samstag, 7. November, von 10 bis 14 Uhr seine Türen. Bei Führungen erhalten Interessierte Einblicke in die Abläufe der Feuerbestattung und die Arbeit der Mitarbeiter:innen.
Tag der offenen Tür am 7. November: Die Stadt Salzburg lädt zu Führungen und ungewöhnlichen Einblicken in die Feuerbestattung
Was passiert eigentlich in einem Krematorium? Wie funktioniert eine Feuerbestattung? Und wer sind die Menschen, die diese verantwortungsvolle Arbeit übernehmen? Am Samstag, 7. November 2026, von 10 bis 14 Uhr öffnet das städtische Krematorium Salzburg seine Türen für alle Interessierten. Besucher können einen Ort kennenlernen, der normalerweise nicht öffentlich zugänglich ist, und Fragen stellen, die im Alltag oft unbeantwortet bleiben.
Hinter die Kulissen schauen – Berührungsängste abbauen
Das Krematorium ist für viele Menschen ein unbekannter Ort. Was hinter seinen Türen geschieht, ist mit Fragen, Unsicherheiten und manchmal auch mit Berührungsängsten verbunden. Beim Tag der offenen Tür geben Mitarbeiter im Rahmen von Führungen Einblicke in ihre tägliche Arbeit und erklären die Abläufe einer Feuerbestattung.
Dabei geht es um Technik und Organisation, aber vor allem auch um Menschen, Verantwortung und einen würdevollen Umgang mit Verstorbenen.
„Für viele Menschen endet der sichtbare Abschied mit der Aufbahrung eines Verstorbenen und setzt sich erst mit der Übergabe der Urne fort. Was dazwischen geschieht, bleibt oft unbekannt. Genau hier möchten wir ansetzen: Wir wollen Einblicke in unsere Arbeit geben, die Abläufe einer Feuerbestattung verständlich erklären und zeigen, mit welcher Sorgfalt und Würde wir mit den Verstorbenen umgehen. Transparenz schafft Vertrauen und kann helfen, Unsicherheiten und Ängste abzubauen“, erklärt Ing. Daniel Angerer, Leiter des Krematoriums.
Ein besonderer Ort mit Geschichte
Das 1931 errichtete Krematorium am Salzburger Kommunalfriedhof ist das viertälteste Krematorium Österreichs. Die historische Feuerhalle steht unter Denkmalschutz. Als einziges Krematorium im Bundesland Salzburg werden hier jährlich rund 3.500 Verstorbene eingeäschert. Bei einem Anteil der Feuerbestattung von mittlerweile über 70 Prozent kommt dem Krematorium eine wichtige Rolle in der öffentlichen Daseinsvorsorge zu. Seit Oktober 2024 wird die Einrichtung wieder unmittelbar von der Stadt Salzburg betrieben. Der Tag der offenen Tür bietet die Gelegenheit, diesen besonderen Ort mit seiner Geschichte und seiner heutigen Bedeutung für die Bevölkerung näher kennenzulernen.
Über den Tod sprechen gehört zum Leben
Sterben, Tod und Bestattung gehören zum Leben, sind im Alltag jedoch häufig mit Unsicherheit und Zurückhaltung verbunden. Der Tag der offenen Tür bietet die Gelegenheit, sich in einem offenen Rahmen mit dem Thema Feuerbestattung auseinanderzusetzen und mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, die diese verantwortungsvolle Aufgabe täglich übernehmen.
„Der Tod gehört zum Leben, auch wenn wir nicht gerne darüber sprechen. Mit dem Tag der offenen Tür möchten wir Berührungsängste abbauen, Fragen beantworten und zeigen, mit wie viel Verantwortung und Würde unsere Mitarbeiter:innen diese wichtige Aufgabe erfüllen“, so Stadträtin Andrea Brandner.
Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten, die mehr über die Feuerbestattung erfahren, einen Blick hinter die Kulissen werfen oder einfach einen ungewöhnlichen Ort kennenlernen möchten.
Krematorium Salzburg – Tag der offenen Tür
- Samstag, 7. November 2026
- 10 bis 14 Uhr
- Krematorium Salzburg, Kommunalfriedhof, Offingerweg 80
- Programm: Laufende Führungen in Kleingruppen mit maximal 12 Personen.
Die Stadt Salzburg freut sich auf zahlreiche interessierte Besucherinnen und Besucher.
Höfferer Jochen MA