Neue Stadtteilwerkstatt: Itzling stellt sich vor

22.10.2026
Stadtteilwerkstatt Itzling:
Gemeinsam für ein lebenswertes Itzling: Die Stadträtinnen Andrea Brandner (links) und Anna Schiester (rechts) präsentieren die neue Stadtteilwerkstatt Itzling. Ab 27. Oktober bietet sie Raum für Klimaschutz, nachhaltige Stadtentwicklung und aktive Bürger. © Stadt Salzburg / Wild&Team

Neue Stadtteilwerkstatt Itzling stellt sich vor

Stadtteilwerkstatt Itzling: Neue Anlaufstelle für Klimaschutz, nachhaltige Stadtentwicklung und Beteiligung
Mit dem Stadtteilwerkstatt Itzling entsteht eine zentrale Anlaufstelle für Klimaschutz, nachhaltige und soziale Stadtentwicklung sowie die aktive Mitgestaltung des Stadtteils. Das Büro bringt Bewohner:innen, Stadtverwaltung, Forschung, Wirtschaft und weitere Akteur:innen zusammen. Ziel ist es, Entwicklungen im Stadtteil gemeinsam voranzubringen, neue Ideen aufzugreifen und konkrete Projekte zu begleiten, um den Stadtteil für alle Bewohner:innen noch lebenswerter zu gestalten.

Itzling ist mit rund 8.000 Bewohner:innen sowie zahlreichen Schüler:innen, Studierenden und Arbeitnehmer:innen ein vielfältiger und gewachsener Stadtteil. Unterschiedliche Lebenssituationen, Interessen und Bedürfnisse treffen hier aufeinander. Gleichzeitig stehen in den kommenden Jahren wichtige Veränderungen an: Der Stadtteil ist im Räumlichen Entwicklungskonzept als Zielgebiet der Transformation vorgesehen. Als Beispielprojekt dient die Goethesiedlung in Itzling, in der die Stadtteilwerkstatt verankert ist. Künftig sollen hier Entwicklungen begleitet, der Austausch gefördert und die Menschen vor Ort frühzeitig eingebunden werden.

Stadträtin Anna Schiester: „Itzling ist ein lebendiger Stadtteil mit vielen Menschen, die hier gerne zu Hause sind. Mir ist wichtig, dass wir gemeinsam daran arbeiten, Itzling noch lebenswerter und klimafreundlicher zu machen. Mit der Stadtteilwerkstatt gibt es jetzt einen Ort, wo man einfach vorbeikommen kann – mit Fragen zu Energie und Klimaschutz, mit Ideen oder auch mit Dingen, die einen im Stadtteil stören. Hier wird zugehört, beraten und gemeinsam nach Lösungen gesucht. Denn wer weiß besser, was Itzling braucht, als die Menschen, die hier leben? Also: Kommen Sie vorbei und reden Sie mit!“

Stadträtin Brandner: „Gutes Zusammenleben entsteht dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen, ihre Anliegen gehört werden und den Stadtteil aktiv mitgestalten können. Die Stadtteilwerkstatt Itzling schafft dafür einen wichtigen Raum. Gemeinsam mit dem Bewohnerservice und den Menschen vor Ort wollen wir das Miteinander stärken, unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigen und Itzling als lebenswerten Stadtteil für alle weiterentwickeln.“

Abteilungsvorstand Andreas Schmidbaur: „Seit dem Beschluss des Gemeinderats zum Klimafahrplan 2040 stehen besonders unsere Pilotquartiere Glangärten und Goethesiedlung im Focus. Warum: Bei diesen Projekten und Quartieren kann und soll das Thema Klimaschutz besonders umfassend und vorbildlich berücksichtigt werden. Die Stadtteilwerkstatt liefert dazu einen wichtigen Beitrag, nämlich die intensive Einbindung und Aktivierung der Bevölkerung und Betroffenen in einem wissenschaftlich begleiteten Format.“

Projektleiter Harald Kienzl: „Als vernetzende Schnittstelle schafft die Stadtteilwerkstatt Itzling einen Raum, in dem Kooperation auf Integration trifft: Bürger:innen und Stakeholder gestalten gemeinsam – partizipativ, nachhaltig und vor Ort.“

Thomas Prinz (iSACE plus GmbH): „Eine zukunftsfähige Quartiersentwicklung braucht nicht nur gute Ideen, sondern auch ein gemeinsames Verständnis der räumlichen Gegebenheiten und Möglichkeiten. Digitale Werkzeuge bieten hier großes Potenzial: Sie machen unterschiedliche Entwicklungsoptionen anschaulich, schaffen Transparenz und eröffnen neue Möglichkeiten, Bürger:innen und lokale Akteur:innen aktiv in Planungs- und Beteiligungsprozesse einzubinden. So können wir einen Beitrag zur zukünftigen Raumentwicklung in Itzling leisten.“

Zentrale Aufgaben der Stadtteilwerkstatt Itzling
Vernetzen und informieren

Die Stadtteilwerkstatt ist eine Anlaufstelle für Fragen und Anliegen rund um Energie, Mobilität, Bauen und Wohnen, Kreislaufwirtschaft sowie die nachhaltige Entwicklung des Stadtteils. Im Mittelpunkt stehen der Austausch und die Vernetzung zwischen Bewohner:innen, Stadtverwaltung, Projektverantwortlichen und weiteren Beteiligten. Das Büro vermittelt Informationen, stellt Kontakte her und fördert die Zusammenarbeit.

Beteiligung ermöglichen und Projekte begleiten
Die Bewohner:innen sollen die Entwicklung ihres Stadtteils aktiv mitgestalten können. Ihre Wünsche, Ideen und Anliegen werden unter anderem in persönlichen Gesprächen, Online- und Haustürbefragungen gesammelt und möglichst frühzeitig in Planungen einbezogen.

Auch die Sozialplanung der Stadt Salzburg ist eingebunden. Damit werden neben ökologischen und städtebaulichen Fragen auch die sozialen Bedürfnisse der Menschen berücksichtigt, etwa bei der Planung und Weiterentwicklung sozialer Infrastruktur vor Ort.

Wissen sammeln und für die Zukunft nutzen
Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Stadtteilentwicklung werden gesammelt und ausgewertet. Ziel ist es, erfolgreiche Maßnahmen zu dokumentieren und Beteiligungsformate zu dokumentieren und daraus Leitfäden abzuleiten, die auch in anderen Stadtteilen und Städten eingesetzt werden können.

Digitale Unterstützung durch iSPACE plus
Die iSPACE plus GmbH bringt in den Quartiershub die digitale Kompetenz ein. Sie entwickelt eine zentrale Datenplattform, die bisher verteilt vorliegende Datengrundlagen zusammenführt und für eine nachhaltige Planung und integrative Quartiersentwicklung zentral zugänglich macht. Digitale Tools, wie beispielsweise digitale Zwillinge von städtebaulichen Projekten und Wohngebäuden machen die bestehenden Gegebenheiten und Entwicklungsmöglichkeiten im Quartier anschaulich und verständlich. Damit werden fundierte Planungs- und Entscheidungsgrundlagen geschaffen, die Kommunikation zwischen den Beteiligten unterstützt und die gemeinsame Entwicklung nachhaltiger Lösungen erleichtert.

Zwei Fachleute für nachhaltige und soziale Stadtteilentwicklung
Mit Harald Kienzl als Projektleiter und Corinna Weuste als Mitarbeiterin stehen in der Stadtteilwerkstatt Itzling zwei Fachleute zur Verfügung, die unterschiedliche Erfahrungen und Kompetenzen in das Projekt einbringen. Ihre Schwerpunkte liegen in den Bereichen Energie, Nachhaltigkeit und soziale Stadtteilentwicklung.

Harald Kienzl verfügt über langjährige Erfahrung in der Energieberatung und im Projektmanagement. Als Energieberater war er unter anderem in der Sanierungsberatung im mehrgeschossigen Wohnbau sowie in der sozialen Energieberatung tätig. Von 2023 bis 2025 leitete er als Programmmanager die Klima- und Energiemodellregion Fuschlsee-Wolfgangsee. Corinna Weuste war zwei Jahre im Bewohnerservice Itzling tätig und arbeitete im Projekt „Mobiles Monitoring“ mit. Dadurch kennt sie den Stadtteil, seine Bewohner:innen und zahlreiche lokale Akteur:innen bereits gut.

Gemeinsam verbinden die beiden ökologische und soziale Aspekte der Stadtteilentwicklung. Damit sollen neben Fragen zu Energie, Klimaschutz und nachhaltiger Planung auch die Bedürfnisse der Bewohner:innen und das soziale Miteinander im Stadtteil berücksichtigt werden.

Start ab Di, 27. Oktober – erste Veranstaltungen
Die Stadtteilwerkstatt Itzling öffnet ab Dienstag, 27. Oktober 2026, regelmäßig ihre Türen. Interessierte Bewohner:innen können vorbeikommen, sich über die Aufgaben und Angebote informieren, Fragen stellen und eigene Ideen und Anliegen einbringen.

Zum Auftakt im Herbst stehen die Themen Energie und Mobilität im Mittelpunkt. Den Anfang machen drei Informationsveranstaltungen rund um Energiesparen, Photovoltaik und Energiegemeinschaften.

  • Do, 12. November: Energiesparen im Haushalt: Praktische Tipps und Informationen zum Energiesparen mit der Energieberatung der Stadtteilwerkstatt.
  • Di, 17. November: Photovoltaik & Speicher: Informationen zu Photovoltaikanlagen und Stromspeichern mit der Energieberatung Salzburg.
  • Di, 24. November: Neuerungen bei Energiegemeinschaften: Aktuelle Informationen und Entwicklungen rund um Energiegemeinschaften mit Fachleuten des SIR und von EG-Austria.

Tag der offenen Tür am 20. November
Am Freitag, 20. November 2026, von 10 bis 18 Uhr, lädt die Stadtteilwerkstatt zum Tag der offenen Tür ein. Besucher:innen können das Team kennenlernen, sich über die Aufgaben und Angebote informieren und einen Einblick in das geplante Veranstaltungsprogramm erhalten.

Stadtteilwerkstatt Itzling

Reimsstraße 10

Öffnungszeiten:

  • Dienstag: 14 bis 16 Uhr
  • Mittwoch: 14 bis 16 Uhr
  • Donnerstag: 9 bis 12 Uhr

Bundesförderung für innovative Stadtentwicklung
Die Stadtteilwerkstatt Itzling ist Teil des vom Bund geförderten Stadtentwicklungsprojekts „Quartiershub Itzling – Innovationslabor zur Entwicklung Quartiershub Salzburg Itzling“. Es wurde im Rahmen des Förderprogramms „Technologien und Innovationen für die Klimaneutrale Stadt“ österreichweit als eines von nur drei Projekten ausgewählt. Die Förderung erfolgt über die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG). Das Projekt soll neue Formen der Zusammenarbeit und nachhaltigen Stadtentwicklung erproben. Die dabei gewonnenen Erfahrungen und Lösungen sollen auch für andere Stadtteile und Städte nutzbar gemacht werden.

  • Förderbare Gesamtkosten: rund 1,69 Millionen Euro 
  • Bundesförderung: 85 Prozent
  • Eigenanteil der Stadt Salzburg: rund 167.000 Euro
  • Projektlaufzeit: Juni 2026 bis Mai 2031

Salzburg als Pionierstadt auf dem Weg zur klimaneutralen Stadt
Die Stadt Salzburg ist seit 2024 eine von zehn österreichischen Pioniergroßstädten. Damit verfolgt sie das Ziel, Klimaschutz als Querschnittsthema in der Stadtverwaltung zu verankern.
Ein interdisziplinäres Team arbeitet ämterübergreifend an Projekten, Maßnahmen und Grundlagen für eine klimaneutrale Stadtentwicklung.
Die Stadtteilwerkstatt Itzling ist ein konkretes Beispiel dafür, wie diese Ziele gemeinsam mit den Menschen vor Ort umgesetzt werden können.
Begleitet wird Salzburg auf diesem Weg vom Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur sowie vom Klima- und Energiefonds.

Eva Kuchner-Philipp