Quelle: Stadt:Salzburg / Alexander Killer

Infrastrukturerneuerung rund um den Makartplatz

Von September 2026 bis Sommer 2029 erneuern Stadt Salzburg und Salzburg Netz die Kanal- und Leitungsinfrastruktur rund um den Makartplatz. Die Arbeiten erfolgen in mehreren Bauabschnitten.

Unter dem Makartplatz und den angrenzenden Straßen liegen Kanäle und Leitungen, die teilweise seit weit mehr als 100 Jahren in Betrieb sind. Nun werden Kanal-, Wasser-, Fernwärme-, Gas-, Strom- und Telekommunikationsleitungen umfassend erneuert beziehungsweise erweitert. Insgesamt investieren die Stadt Salzburg und die Salzburg Netz GmbH rund neun Millionen Euro in das gemeinsame Infrastrukturprojekt.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Baustart: 1. September 2026
  • Gesamtdauer: voraussichtlich bis Juli 2029
  • Erste Arbeiten: Schwarzstraße und Josef-Friedrich-Hummel-Straße
  • Makartplatz: Arbeiten planmäßig ab Anfang 2027
  • Dreifaltigkeitsgasse: Arbeiten planmäßig ab Anfang 2028
  • Verkehr: Die Verkehrsführung wird an die jeweiligen Bauabschnitte angepasst.
  • Öffentlicher Verkehr: Busse können weiterhin über den Makartplatz fahren. Kurzfristige Haltestellenverlegungen im Nahbereich sind möglich.
  • Zugang: Gebäude, Gastronomie und Geschäfte bleiben grundsätzlich erreichbar.
  • Aktuelle Informationen: Über den Baustellen-Newsletter informiert die Stadt laufend über Baufortschritt, Zufahrtsmöglichkeiten und Änderungen.

Was passiert ab 1. September 2026?

Die Bauarbeiten beginnen am 1. September 2026 in der Schwarzstraße und in der Josef-Friedrich-Hummel-Straße. Danach wandert die Baustelle schrittweise durch das Projektgebiet.
Nach aktuellem Bauzeitplan folgen ab Anfang 2027 die Arbeiten am Makartplatz. Ab Anfang 2028 ist die Dreifaltigkeitsgasse an der Reihe. Weitere Bauabschnitte betreffen unter anderem die Paris-Lodron-Straße. Der Abschluss des Gesamtprojekts ist derzeit für Juli 2029 vorgesehen. Die betroffenen Straßenbereiche werden nach Abschluss der jeweiligen Arbeiten wieder instandgesetzt.

Verkehrsführung während der Bauarbeiten

In der ersten Bauphase ändert sich die Verkehrsführung rund um den Makartplatz. Voraussichtlich bis Ende 2026 ist die Zu- und Abfahrt zum Makartplatz für den Individualverkehr ausschließlich über die Dreifaltigkeitsgasse möglich. Eine Umleitung wird eingerichtet und ausgeschildert.
Der öffentliche Verkehr kann weiterhin über den Makartplatz fahren. Im Nahbereich können Haltestellen kurzfristig verlegt werden. Änderungen werden vor Ort ausgeschildert.
Da sich die Verkehrsführung während der mehrjährigen Bauzeit mehrfach ändern wird, informiert die Stadt jeweils rechtzeitig über die nächsten Bauphasen.

Sind Geschäfte und Gebäude weiterhin erreichbar?

Der Zugang zu den Gebäuden ist grundsätzlich während der gesamten Bauzeit möglich. Abhängig vom jeweiligen Bauabschnitt können Zufahrten zeitweise eingeschränkt sein. Temporäre Sperren und Umleitungen werden entsprechend beschildert.
Die Erreichbarkeit von Gastronomie und Geschäften sowie notwendige Anlieferungen werden während der Bauarbeiten sichergestellt.
Auch die Müllabfuhr kann bis zum Baustellenbereich zufahren. Bei Bedarf unterstützt die ausführende Baufirma. Für Radfahrer:innen kann es abschnittsweise zu Einschränkungen kommen. Wo eine Durchfahrt nicht möglich ist, werden Umleitungen ausgeschildert. Baustellenbereiche können grundsätzlich zu Fuß passiert werden.

Warum wird die Infrastruktur erneuert?

Ein großer Teil der bestehenden Infrastruktur ist sanierungsbedürftig oder muss für zukünftige Anforderungen erneuert und erweitert werden.
Besonders deutlich ist das beim Kanalnetz: Die bestehenden Kanalanlagen im Projektgebiet wurden zwischen 1881 und 1950 errichtet und befinden sich großteils in einem sehr schlechten baulichen Zustand. Bestehende Mischwasserkanäle werden deshalb erneuert und zusätzliche Regenwasserkanäle errichtet.

Auch bei den anderen Leitungen besteht Erneuerungsbedarf:

  • Fernwärme: Leitungen aus dem Jahr 1978 werden durch neue, gut gedämmte Leitungen ersetzt.
  • Gas: Bestehende Leitungen werden ausgetauscht.
  • Wasser: Das Leitungsnetz wird verstärkt und zu einer zukünftigen Ringleitung verbunden. Hausanschlüsse aus Stahl werden ausgetauscht.
  • Strom: Das bestehende Netz wird für zukünftige Anforderungen verstärkt.
  • Telekommunikation: Die Glasfaser-Infrastruktur wird ausgebaut und verstärkt.

Neues Kanalsystem entlastet bei Starkregen

Mit dem Projekt wird nicht nur ein alter Kanal ersetzt. Das Kanalsystem wird auch grundlegend weiterentwickelt.
Künftig werden Abwasser und stärker verunreinigtes Niederschlagswasser weiterhin zur Kläranlage geleitet. Weniger belastetes Regenwasser kann über neue Regenwasserkanäle getrennt abgeführt werden.
Dieses Trennsystem entlastet die Kläranlage und das städtische Kanalnetz. Gleichzeitig sinkt bei Starkregen das Risiko von Überlastungen und Überflutungen.

Was wird erneuert?

Im gesamten Projekt werden rund zwei Kilometer Leitungen neu verlegt beziehungsweise saniert. Vorgesehen sind unter anderem:

  • rund 910 Meter Hauptkanal in offener Bauweise
  • rund 62 Meter unterirdische Kanalsanierung
  • rund 500 Meter Wasserleitung
  • rund 250 Meter Fernwärmeleitung
  • rund 240 Meter Gasleitung
  • zusätzliche Strom- und Telekommunikationsleitungen
  • Erneuerung von Hausanschlüssen

Die verschiedenen Arbeiten werden möglichst gebündelt durchgeführt. Dadurch können Kanal-, Energie-, Wasser- und Telekommunikationsinfrastruktur gemeinsam erneuert werden. So muss derselbe Straßenbereich nicht für jede Leitung zu einem späteren Zeitpunkt erneut aufgegraben werden.

Versorgung bleibt gesichert

Die Versorgung mit Wärme, Wasser, Strom und Telekommunikation soll während der Bauzeit aufrechterhalten werden. Dafür werden bei Bedarf provisorische Leitungen und andere technische Übergangslösungen eingerichtet.

Informationen für Eigentümer:innen

Im Zuge der Arbeiten am öffentlichen Kanal besteht für Eigentümer:innen betroffener Gebäude die Möglichkeit, schadhafte private Hausanschlussleitungen sanieren zu lassen.
Die privaten Hausanschlüsse müssen von den jeweiligen Eigentümer:innen vom Gebäude bis zur Einleitung in die öffentliche Kanalisation erhalten und instand gehalten werden. Im Rahmen des Projekts können notwendige Arbeiten mit der Kanalsanierung koordiniert werden.
Betroffene Gebäude werden vor Beginn der Arbeiten durch Sachverständige beweisgesichert. Damit wird der Zustand vor Baubeginn dokumentiert und eine Grundlage für die Beurteilung möglicher Schäden geschaffen.

Immer aktuell informiert

Das Projekt dauert mehrere Jahre und besteht aus zahlreichen Bauabschnitten. Verkehrsführung, Zufahrtsmöglichkeiten und mögliche Einschränkungen verändern sich daher im Laufe der Arbeiten.
Über den Baustellen-Newsletter informiert die Stadt regelmäßig über:

  • aktuelle und bevorstehende Arbeiten
  • Änderungen der Verkehrsführung
  • Zufahrtsmöglichkeiten
  • Sperren und Umleitungen
  • weitere wichtige Änderungen im Baustellenbereich

Fragen zur Baustelle:
baustelle.makartplatz@stadt-salzburg.at

Telefonische Projektinformation:
0664 1605801