Glan-Rückbau geht weiter – städtisches Naherholungsgebiet wächst

04.02.2011

Schon die Restrukturierung eines ersten Teilabschnitts der Glan hat dem Gewässer enorm gut getan und ihm viele neue FreundInnen gebracht. Nun steht der Baubeginn der zweiten, 900 Meter langen Etappe zwischen der Waldstraßenbrücke und der Hammerauerbrücke unmittelbar bevor. Ing. Achim Ehrenbrandtner vom städtischen Naturschutz lud deshalb am Donnerstag, 3.2., zur Projektpräsentation ans Bachufer ein. Rund 30 Personen - AnrainerInnen, die (ehemaligen) GrundstückseigentümerInnen, Vertreter der Baufirma sowie weitere Fachleute – unterhielten sich nach seinen Ausführungen angeregt und begeistert über das Vorzeigeprojekt.

Die Fertigstellung sei bereits für Mai geplant, informiert der engagierte Projektleiter die rund 30 Anwesenden. Doch bevor es Ende Februar so richtig zur Sache geht, müsse erst einmal der Treppelweg, in welchem die Gasleitung verläuft, verlegt werden. Dann werden rund 12.500 m³ Erdreich für das Bachbett entfernt. Durch Einbau von unterschiedlichen Böschungsneigungen, Mittelinseln, Fischunterständen, Flachwasserzonen und einer gewässertypischen Bepflanzung wird hier wertvoller Lebensraum entstehen und damit das abwechslungsreiche Naherholungsgebiet an der Glan deutlich vergrößert werden.

Achim Ehrenbrandtner, der im Vorfeld auch die Grundabtretungen ausverhandelt hat, dankte im Auftrag von Bürgermeister Dr. Heinz Schaden und Stadtrat Johann Padutsch den GrundeigentümerInnen dafür, dass sie ihren Grund für dieses Vorzeigeprojekt zur Verfügung stellten: „Ohne Sie alle hätte dieses ehrgeizige Projekt zur Verbesserung der Strukturvielfalt nicht entstehen können."

Für Stadtrat Padutsch, der das Vorhaben ressortzuständig begleitet, ist diese Aufwertung des bisher monoton fließenden Baches ein wichtiges Anliegen. Selten gebe es Projekte, die für den Naturschutz, die Gewässerökologie und die Naherholung der Bevölkerung gleichermaßen so enorme Verbesserungen bringen. "Besonders freut mich, dass sich die Jugend schon den ersten Abschnitt als Abenteuer- und Freizeitbereich angeeignet hat. Das wird auch bei den folgenden Abschnitten nicht anders sein." Er sei zuversichtlich, dass in drei Jahren weiterer Naturerlebnisraum an der Glan geschaffen werden könne, so Padutsch.

Bürgermeister Schaden, ein begeisterter Unterstützer dieses Projekts, unterstreicht: „Ich freue mich sehr, dass es nun endlich weitergeht und wir den SalzburgerInnen in wenigen Monaten einen weiteren wertvollen Naherholungsraum anbieten können. Es gibt verschiedenste gute Gründe für diese Renaturierung: allesamt aber bedeuten sie eine großartige Aufwertung als Natur- und Erlebnisraum!“

Die Gesamtkosten für diesen Abschnitt des Projektes betragen 400.000 €.


Gabriele Strobl-Schilcher