Frohe Feste: Hans Habersatter und Stefanie Weikl feierten ihren 100er

10.12.2013

Johann Habersatter lebt seit 19 Jahren „sehr, sehr gerne und wirklich gut“ im städtischen Seniorenwohnhaus Taxham, Stefanie Weikl wohnt nach wie vor bestens betreut Zuhause. Beide feierten in diesen Tagen ihren 100. Geburtstag. Und beide erhielten aus diesem Anlass am Dienstag, 10. Dezember 2013, Besuch von Salzburgs Bürgermeister-Stellvertreterin Christine Homola, die mit den beiden äußerst liebenswürdigen und geistig sehr aktiven Geburtstagskindern ein wenig über deren Leben plauderte und ihnen Geschenke sowie ein Gratulationsschreiben von Bürgermeister Schaden überreichte.

Johann Habersatter wurde am 6. Dezember 1913 in Niederösterreich geboren, Stefanie Weikl am 9. Dezember 1913 in Salzburg. Er war mit 22 Jahren damals jüngster Tischlermeister und arbeitete nach dem Krieg lange Jahre bei einer Siezenheimer Bautischlerei. Sie entschied sich mit 16 Jahren für die Ausbildung als Kinderkrankenschwester und war bis zu ihrer Heirat mit 25 auch als Hebamme tätig. Es waren für sie - trotz der damaligen Situation - sehr zufriedene Berufsjahre, wie sie der Vizebürgermeisterin erzählte: und zwar am Krankenbett im UKH, wo die alte Dame nach einem sturzbedingten Schulterbruch derzeit „bestens gepflegt und betreut“ wird.

Die beiden Weltkriege, Entbehrungen, große Not und Hunger prägten die jungen Jahre der beiden Jubilare, aber auch das große Glück, schon sehr früh der Liebe ihres Lebens begegnet zu sein. Johann Habersatter war schließlich 61 Jahre mit seiner Maria verheiratet. Maria Habersatter verstarb vor 12 Jahren, auch der älteste Sohn von drei Kindern lebt nicht mehr. Stefanie Weikl widmete sich als zweifache Mutter mit großer Hingabe ihrer Familie, ihr inzwischen verstorbener Mann arbeitete später als Oberförster für Mayr-Melnhof.

Johann Habersatter war mit 97 noch mit dem Auto unterwegs. "Nur kleine Fahrten, auch, um meine Frau am Friedhof zu besuchen", erzählte er seinem Gast: „Am Friedhof wäre ich aus gesundheitlichen Gründen schon öfter fast selbst gelandet, aber ich bin ein Stehaufmanderl“. Jetzt gehe es ihm gut. Zu seinen großen Leidenschaften zählen noch immer Schach („Wenn ich Zeit dazu hab`!“) und das Anfertigen von Urkunden oder auch Glückwunschkarten in gestochen schöner Schrift - früher ganz offiziell für die Gemeinde Siezenheim, jetzt noch für die HeimbewohnerInnen zu den Geburtstagsfesten. Nur in diesem Dezember, da sei er damit wegen seines eigenen Geburtstags erstmals so richtig im Rückstand, – „unglaublich, was die mit mir da alles aufgeführt haben!“, erzählte er der Vizebürgermeisterin lachend. Auch zwei seiner Enkel hätten ihn wochenlang über sein Leben ausgefragt, daraus entstanden ist schließlich das Buch „100 Jahre Opa“, das er ihr stolz präsentierte. Und auch ein Nachbar, der Herr Huber, habe für ihn ein wunderbares Gedicht verfasst.

Der 100. Geburtstag von Stefanie Weikl verlief den Umständen geschuldet weitaus ruhiger. Für sie heißt es nun vor allem ausruhen, gesund werden und Kräfte tanken, um möglichst wieder nach Hause zurückzukehren. Ihre Kinder unterstützen sie dabei voll und ganz. Vizebürgermeisterin Homola wünschte Stefanie Weikl und Johann Habersatter zum Wiegenfest vor allem Gesundheit, Zufriedenheit und alles erdenklich Gute.

Gabriele Strobl-Schilcher