Startschuss für Projekt „Bildungscampus Gnigl“
Mit dem Bau eines Wohnhauses an der Minnesheimstrasse durch die GSWB starten jetzt im Mai 2014 die Arbeiten für die Realisierung des „Bildungscampus Gnigl“, einem innovativem Bildungsprojekt für drei- bis zehnjährige Kinder in hervorragender architektonischer und ökologischer Qualität. Aus diesem Anlass präsentierten alle mit dem Projekt befassten Mitglieder des Stadtrats-Kollegiums den aktuellen Entwicklungsstand des Vorhabens und den Fahrplan für seine Realisierung. „Als Schulerhalter sind wir eigentlich nur die bauliche Infrastrukutr zuständig. Mit dem Bildungscampus Gnigl mischen wir uns aber sehr bewusst auch in die inhaltliche Gestaltung der Schule ein. Indem wir nämlich die baulichen Voraussetzungen für ein pädagogisches Leuchtturmkonzept schaffen, das die gemeinsame Betreuung von Kindern zwischen drei und zehn Jahren unter einem Dach ermöglicht. In den nächsten Jahren wird die Stadt dafür rund 27 Millionen Euro aufwenden, die Kosten für den Ersatz-Wohnbau betragen weitere 1,2 Millionen Euro“, fasste Bürgermeister Heinz Schaden zusammen.
Auch für Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer, in der neuen Stadtregierung für Bildung und Kinderbetreuung zuständig, steht die pädagogische Innovation bei Bildungscampus Gnigl im Vordergrund: „Die Stadt leistet mit dem Vorhaben in Gnigl Pionierarbeit und nimmt - wieder einmal - eine Vorbildfunktion ein. Der Bildungscampus Gnigl ist der Zukunftsweg, der die bestmöglichen Rahmenbedingungen für die Bildung unserer Kinder mit individueller und umfassender Betreuung schafft.“
Für die neue Bau-Stadträtin Barbara Unterkofler stehen auch die technischen Qualitäten des Projekts Bildungscampus im Mittelpunkt: „Die bautechnischen Gegebenheiten der alten Volksschule entsprechen schon längst nicht mehr den Erfordernissen der heutigen Zeit. Es wäre nicht nur eine komplette thermische Sanierung notwendig, es müsste auch in den Brandschutz und die Haustechnik investiert werden. Der Bildungscampus wird nach den Zielsetzungen und Grundsätzen des Smart City-Projektes „Smart District Gnigl entwickelt und entspricht hinsichtlich Energieeffizienz und Nachhaltigkeit den höchsten Ansprüchen.“
Planungs-Stadtrat Johann Padutsch schließlich weist auf die architektonische Qualität des geplanten Neubaus hin: „Der Bildungscampus Gnigl setzt die Reihe von Projekten im Schul- und Kindergartenbereich in bester gestalterischer Qualität in der Stadt Salzburg fort. Was mich besonders freut, dass wir zuletzt noch den Bau einer Produktionsküche in das Vorhaben integrieren konnten.“
Projekts-Daten Bildungscampus Gnigl
I. Projektbeschreibung
Die Stadt Salzburg hat die Stadt Salzburg Immobilien GmbH. (SIG) mit der Errichtung des Bildungscampus Gnigl beauftragt. Das Planungsgebiet besitzt eine Gesamtgröße von ca. 13.500 m². Derzeit befinden sich auf dem Areal die alte Volksschule Gnigl samt Hort, das Vereinsheim sowie ein städtisches Wohnhaus.
Im einem europaweiten zweistufigen Wettbewerb wurde aus den 22 eingereichten Projekten der Entwurf des Architektenbüros "Storch, Ehlers & Partner" als Sieger (Generalplaner – GP) gekürt. Auf Grundlage des Projektes der Generalplaner wird das vorliegende Projekt abgewickelt.
Mit dem Bildungs-Campus Gnigl entsteht ein neuer Typ von Bildungsstätte für moderne Pädagogik für Drei- bis Zehnjährige Kinder. In dem Neubau der aus zwei Bauteilen (BT-A Schul- und BT B-Turnhallentrakt) besteht, werden ca. 100 Kindergartenkinder sowie ca. 450 VolksschülerInnen eine gemeinsame Bildungsstätte finden. Das Gebäude mit Speisesaal, Bibliothek und Park soll von allen Kindern gemeinsam genutzt werden. Weiterhin geplant sind eine großzügige Eingangshalle mit einem lichtdurchfluteten Garderobentrakt sowie eine Produktionsküche. Eine 2-fach Turnhalle wird in einen begrünten Hang gebaut und wird neben der Turnhalle für die Schulnutzung auch Platz für das Vereinsheim und den Sportverein bieten. Die von den Architekten im Wettbewerb geplante Bruttogeschossfläche - beträgt ca. 7.900 m² und der Bruttorauminhalt ca. 31.200 m².
Zusätzlich ist das Projekt „Bildungscampus Gnigl“ Teil des Gesamtkonzeptes "Smart District Gnigl", in dem neuerrichtete Gebäude einen hohen Anspruch hinsichtlich Energieeffizienz und Nachhaltigkeit haben sollen.
II. Vorläufiger Terminplan:
Planungsablauf -
Freigabe der Entwurfsplanung: ca. Juni 2014
Beginn der Einreichplanung ca. Juni/ Juli 2014
Einreichung bei der Baubehörde: ca. Anfang September 2014
Erstellung der Ausführungs- und Leitdetailplanung bis ca.Ende November 2014
Erstellung der Ausschreibung für die Bauleistung : bis ca.Ende Dezember 2014
Angebotsabgabe für die Bauleistung: bis ca März 2015
Prüffrist/Vergabe der Bauleistung: bis ca. April/Mai 2015
Geplanter Bauablauf :
1. Bauetappe
Nach Übersiedlung der BewohnerInnen des Wohngebäudes Schulstrasse 9/11 wird in der ersten Etappe das Wohnhaus (Schulstrasse 9/11) und das Vereinsheim abgebrochen und mit dem Neubau des Bildungscampus (Volksschule und Kindergarten) begonnen werden. In weiterer Folge wird zeitnah die 2-fach Turnhalle errichtet und im Anschluss der unterirdische Verbindungsgang zwischen Bauteil A und Bauteil B. Das vorhandene Schulgebäude und der Kindergarten bleiben in dieser Phase nutzbar. Nach Fertigstellung des Neubaus findet die Umsiedlung von Schule und Kindergarten in den Neubau statt.
Termine:
Übersiedeln der Mieter aus dem Haus Schulstrasse 9/11 nach Fertigstellung des Ersatzwohnbaus (Minnesheimstr. 34) durch die gswb ca. April/Mai 2015
Abbruch Wohnhaus 9/11 und Vereinsheim ca. Mai/Juni 2015
Beginn des Neubaus ca. Juni/Juli 2015
Fertigstellung Neubau ca. Herbst 2017
2. Bauetappe
In der zweiten Etappe wird die Volksschule und der bestehende Kindergarten an der Minnesheimstrasse abgebrochen.
Siedeln/ Abbruch – ca. Herbst 2017
3. Bauetappe
Mit der Herstellung der Außenanlagen wird das Projekt abgeschlossen.
Beginn Spätherbst 2017
Fertigstellung. Mitte 2018
III. BRUTTO - Kosten in € (Stand Mai 2014)
Neubau Bildungscampus Gnigl , Produktionsküche mit Erweiterungsfläche
sowie Ausstattung der Küche, unterirdischer Verbindungsgang inkl.
Erschließungsfläche
Gesamt brutto 27.70 Mio.
Projektbeschreibung Wohnhaus
Die gswb errichtet in Salzburg Stadtteil Gnigl an der Minnesheimstrasse ein Wohngebäude mit 8 geförderten Mietwohnungen.
Es werden 8 Tiefgaragenplätze sowie 2 oberirdische PKW-Abstellplätze ausgeführt.
Das Haus wird im Zeitraum von Juni 2014 bis Juli 2015 errichtet.
Für die Planungsarbeiten wurde das Architekturbüro berger.hofmann architekten og beauftragt.
Um den heutigen ökologischen Anforderungen gerecht zu werden, kommt eine Pellets - Zentralheizung sowie eine Wohnraumlüftung ( System Krobath ) zur Ausführung.
Durch den Einbau einer Aufzugsanlage und entsprechende Grundrissgestaltungen sind sämtliche Wohnungen barrierefrei benutzbar. Es sind 2x2 Zimmer – 4x3 Zimmer sowie 2x5 Zimmerwohnungen vorhanden, jede Wohnung erhält eine Terrasse oder einen Balkon. Die EG-Wohnungen haben eigene Vorgärten.
Sonnenkollektoren am Dach nützen die „aktive und passive Sonnenenergie“.
Feuchtegesteuerte Wohnraumlüftungen erhöhen die Qualität des Raumklimas. Heimrauchmelder sind Standard in jeder Wohnung.
Projektdaten:
Wohneinheiten 8
Geförderte Wohnnutzfläche 581,94 m2
Tiefgaragenplätze 8
Freie Abstellplätze ( oberirdisch ) 2
Architekt berger.hofmann architektur og
Baufirma Arge Bodner / Dywidag
Gesamtnettobaukosten € 1.283.000.-
Energiesparende Maßnahmen /
Heizungsart 28 Energiepunkte, Pelletsheizung, Solarkollektoren, Wohnraumlüftung

Johannes Greifeneder