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Schrannenmarkt

Die Schranne - heute

Bild vergrößernGemüse und Obst auf der Schranne; Quelle: honorarfreies Pressebild: Stadtgemeinde Salzburg, J. Killer

Gemüse und Obst auf der Schranne; Quelle: honorarfreies Pressebild: Stadtgemeinde Salzburg, J. Killer

Bild vergrößernfrisches Gemüse auf der Schranne; Quelle: honorarfreies Pressebild: Stadtgemeinde Salzburg, J. Killer

frisches Gemüse auf der Schranne; Quelle: honorarfreies Pressebild: Stadtgemeinde Salzburg, J. Killer

Bild vergrößernFrische Blumen auf der Schranne; Quelle: honorarfreies Pressebild: Stadtgemeinde Salzburg, J. Killer

Frische Blumen auf der Schranne; Quelle: honorarfreies Pressebild: Stadtgemeinde Salzburg, J. Killer

Bei jedem Wind und Wetter
Der Salzburger Schrannenmarkt ist auch heute noch ein reiner Straßenmarkt. Die Marktstände werden täglich an den Markttagen in den Morgenstunden auf und zu Marktende wieder abgebaut. Ansonsten dient heute die Fläche als Straße bzw. am Andräplatz zum Abstellen von Fahrzeugen.
Die Witterung spielt im Marktgeschehen eine wichtige Rolle. Bei gutem Marktwetter - am besten nicht zu kalt, aber auch nicht besonders heiß, möglichst wenig Regen und Wind - sind Stimmung und Umsätze immer besser, als bei Salzburger Schnürlregen, wenngleich eingefleischte Schrannenmarktbesucher selbst bei Wind und Wetter kommen. Die gelegentlichen Marktbesucher bleiben aber dann aus. 

Donnerstag heißt Schrannentag für viele Salzburgerinnen und Salzburger
An guten Markttagen besuchen Tausende Menschen vorwiegend aus Salzburg und dem Umland, aber auch aus dem benachbarten Bayern und Oberösterreich den Schrannenmarkt, um hier nicht nur einzukaufen, sondern auch Kontakte zu pflegen und Alltagsgeschichten und Befindlichkeiten auszutauschen. Ein Großteil der Schrannenmarktbesucher sind treue Stammkunden, die meist nur ganz bestimmte Stände wegen der individuellen Qualität der angebotenen Erzeugnisse und der persönlichen Beratung und Bedienung durch die Marktfahrer besuchen. 

Alles, was das Herz begehrt: von Aal bis Zwetschke
Die Schranne zeichnet sich durch ein sehr breites Angebot an verschiedenen Lebensmitteln und gärtnerischen Produkten aus. Großteils werden die im eigenen Betrieb erzeugten Produkte angeboten. Auf der Schranne dominieren bei weitem Lebensmittel mit Schwerpunkt Obst- und Gemüse, aber auch Fleisch, Wurst, Speck und Fisch das Marktangebot und dieser Charakter soll auch erhalten bleiben. Fleischwaren, aber auch diverse Milchprodukte und Backwaren  werden von den meisten Standlern großteils selber erzeugt, sodass diese Produkte sich durch ihren individuellen Geruch und Geschmack von der ansonsten meist bereits nur mehr durch wenige große Erzeuger von Fleisch- und Wurstwaren sowie Großmolkereien, Großbäckereien etc. gekauften Waren mit einheitlicher Geschmacksnote abheben. Auch diverse alte Obstsorten aus Haus- und Bauerngärten werden angeboten, die man ansonsten kaum mehr erhält.

190 unterschiedliche Markstände
Der Schrannenmarkt zählt neben den großen Wiener Märkten Nasch- und Brunnenmarkt zu den größten und bekanntesten Märkten Österreichs mit in der Hauptsaison ca. 190 Marktständen sehr unterschiedlicher Größe auf ca. 3.500 m² Marktfläche. 
Die sogenannten „Landparteien“ verfügen oft nur über einen bis wenige m² großen Standplatz, auf dem sie die im eigenen Garten bzw. Haushalt erzeugten Produkte anbieten. Die gewerbliche Marktfahrer, Gärtner, Obst- und Gemüsehändler benötigen zum Anbieten ihrer Ware mit durchschnittlich ca. 20 - 40 m² wesentlich mehr Fläche. Aber auch die Imbissstände werden gerne besucht und dienen nicht nur zur leiblichen Stärkung, sondern oft auch als geselliger Treffpunkt. 

Auf dem Schrannenmarkt sind relativ viele Familien von landwirtschaftlichen Produzenten, hauptsächlich Gemüsebauern aus Wals-Siezenheim zum Teil bereits in zweiter oder dritter Generation, vertreten. Aber auch einzelne Gewerbetreibende fahren bereits 40 Jahre und länger regelmäßig auf den Markt. Die Nachfrage nach Standplätzen ist für die Schranne größer als die verfügbare Fläche - bis zu 10 Jahre und mehr, muss ein Vorgemerkter auf seine Zuteilung warten. 

Noch Fragen?

Stand: 7.9.2018, Richilde Haybäck