Vorbereitung auf die Neutorsperre

Ab September 2026 beginnt im Rahmen des Projekts „Festspielbezirk 2030“ eine zentrale Bauphase für die Modernisierung der Salzburger Festspielhäuser. Für die Hohlraumherstellung im Mönchsberg und die künftige Anlieferungskaverne wird das Neutor für den motorisierten Verkehr für mehrere Monate gesperrt. Der Fußgängertunnel bleibt nach aktuellem Planungsstand offen, der Radverkehr wird als Schiebestrecke geführt.
Die Maßnahme ist baulich notwendig und Teil eines langfristigen Infrastrukturprojekts von internationaler Bedeutung. Die Sperre des Neutors und parallele Baustellen werden jedoch Verkehr, öffentlichen Verkehr und den Alltag vieler Menschen spürbar beeinflussen.
- Ziel von Stadt, Land und allen Partner:innen ist es, trotz der außergewöhnlichen Situation Mobilität, öffentlichen Verkehr und Stadtleben stabil zu halten. Daher sollen frühzeitig Information, Orientierung und aktive Steuerung für einen funktionierenden Stadtbetrieb während der mehrmonatigen Ausnahmesituation bereitgestellt werden.
- Dabei gilt ein zentraler Grundsatz: Verlässlichkeit statt Perfektion. Ziel ist nicht eine störungsfreie Situation, sondern möglichst stabile und nachvollziehbare Abläufe trotz außergewöhnlicher Rahmenbedingungen. Die Modernisierung der Salzburger Festspiele ist kulturell und wirtschaftlich von großer Bedeutung für den Standort Salzburg.
- Umfangreiche Verkehrsanalysen zeigen: Ohne Begleitmaßnahmen wären erhebliche Auswirkungen auf den öffentlichen Verkehr zu erwarten. Dieser bildet daher die zentrale Säule der Gesamtstrategie. Im Fokus stehen ein verlässlicher öffentlicher Verkehr, freie Wege für Einsatzkräfte, die Erreichbarkeit der Innenstadt sowie möglichst stabile Mobilität trotz Großbaustelle.
- Klar ist auch: Die Baustellenphase kann nur funktionieren, wenn viele Menschen ihr Mobilitätsverhalten vorübergehend anpassen und neue Angebote nutzen. Gleichzeitig bietet sie die Chance, den öffentlichen Verkehr zu stärken und nachhaltige Mobilität sichtbarer zu machen.
- Ab Juli 2026 startet eine umfassende Informationsphase. Maßnahmen, Änderungen und Alternativen werden frühzeitig kommuniziert. Angepasste Linien- und Netzpläne sind ab Mitte Juli online verfügbar. Ab Mitte August folgen Informations- und Dialogveranstaltungen in den Stadtteilen, um Fragen zu beantworten und Rückmeldungen aus der Bevölkerung aufzunehmen.
Um zusätzliche Stauerscheinungen möglichst zu vermeiden, empfehlen die Expert:innen:
- unnötige Pkw-Fahrten zu vermeiden,
- notwendige Wege zu bündeln,
- Fahrgemeinschaften zu bilden,
- auf den öffentlichen Verkehr umzusteigen
- sowie kurze Wege verstärkt zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen.
Zahlen, Daten & Fakten

Baustellenphase
Durch die Baustelle des Festspielbezirks wird es zwei Phasen der Befahrbarkeit des Neutortunnels geben:
- Phase 1: Mitte September 2026 bis voraussichtlich Ende März 2027: Vollsperre für den motorisierten Verkehr, auch für den öffentlichen Verkehr, Erreichbarkeit der Altstadtgaragen von Maxglaner Seite, Passage für Fußgänger:innen und Schiebestrecke für Radfahrer weiterhin offen und gewährleistet
- Phase 2: April 2027 bis August 2030: Eingeschränkte einstreifige Zufahrt möglich
- Dauer: mehrere Monate
Zentrale Begleitmaßnahmen:
- verlässlicher öffentlicher Verkehr,
- freie Wege für Einsatzkräfte,
- Erreichbarkeit der Innenstadt,
- Orientierung im Alltag
- sowie eine möglichst stabile Mobilitätssituation trotz Großbaustelle.
Um diese Ziele zu erreichen, muss die baustellenbedingte Sperre mit folgenden zentralen Maßnahmen flankiert werden:
- Die Buslinien werden um den Mönchsberg umgeleitet
- Zufahrtsbeschränkung Müllner Hügel und Ferdinand-Hanusch-Platz: Öffentlicher Verkehr, Anlieferung und Anrainerverkehr ist möglich.
Die Altstadt bleibt während sämtlicher Bauphasen grundsätzlich erreichbar. Die Erreichbarkeit für Bewohner:innen, Gäste, Betriebe und Lieferverkehr bleibt sichergestellt. Auch die Altstadtgaragen bleiben erreichbar. Viele der geplanten Begleitmaßnahmen sind zudem ausschließlich während der Vollsperre des Neutors erforderlich, die voraussichtlich bis Ende April 2027 dauert.
Verkehrsplanung & Simulation
- 107 Kilometer analysiertes Straßennetz
- 34 berücksichtigte Ampelknotenpunkte
- umfangreiche Mikrosimulationen
- laufende Beobachtung & Nachsteuerung vorgesehen
Öffentlicher Verkehr als zentrale Säule
- Öffis sind tragende Säule der Gesamtstrategie
- neue Linien- und Netzpläne werden ab Sommer veröffentlicht
- Salzburg Linien haben zentrale Anpassungen bereits vorbereitet
- laufende Abstimmungen mit dem SVV
- Fokus auf verständliche Orientierung, Umstiege und Reisezeiten
- besondere Maßnahmen rund um den Schulstart im September