Dunkle Färbung der Salzach unbedenklich
Gewässeraufsicht gibt Entwarnung: Natürliche Ursachen für aktuelle Erscheinungen im Stadtgebiet
Seit wenigen Tagen wird in der Salzach im gesamten Stadtgebiet und auch darüber hinaus eine optisch dunklere Färbung des Wassers sowie stellenweise leichte Schaumbildung wahrgenommen. Nach mehreren Hinweisen aus der Bevölkerung hat die Gewässeraufsicht der MA 1/01 Amt für öffentliche Ordnung umgehend mehrere Ortsaugenscheine entlang der Salzach durchgeführt. Dabei konnte festgestellt werden, dass das Wasser selbst klar ist und keine tatsächliche Verfärbung aufweist. Die dunkle optische Erscheinung ist vielmehr auf Algenbildung sowie auf Ablagerungen von Lignin zurückzuführen. Dieses stammt aus einer behördlich bewilligten Zellstoffproduktion im Oberlauf der Salzach. Die im Flussbett abgelagerten Stoffe sind aus gewässerökologischer Sicht unbedenklich und erfordern keine gewässerpolizeilichen Maßnahmen. Diese Einschätzung wird auch vom Sachverständigendienst des Amtes der Salzburger Landesregierung bestätigt.
Begünstigt wird das aktuelle Erscheinungsbild durch die derzeit herrschende Niederwasserführung der Salzach. Aufgrund der geringen Wasserführung und Dynamik kommt es kaum zu Umlagerungen des Geschiebes, was das Wachstum von Mikroorganismen sowie die Ablagerung von Sedimenten auf dem Schotter fördert. Zusammenfassend handelt es sich bei der dunklen Färbung der Salzach um ein natürliches und unbedenkliches Phänomen, das durch die aktuellen hydrologischen Bedingungen verursacht wird.
Die auf der Salzach stellenweise sichtbare Schaumbildung ist ebenfalls natürlichen Ursprungs. Sie entsteht durch Zersetzungsprozesse organischen Materials wie Laub oder Zweige, wobei unter anderem Huminstoffe freigesetzt werden, die schaumfördernd wirken. Entsprechende Schaumbildungen wurden insbesondere im Bereich der Einmündungen mehrerer Bäche in die Salzach beobachtet. Auch hierbei besteht aus gewässerökologischer Sicht kein Anlass zur Sorge.
Höfferer Jochen MA