Stadtteil-Umbau in Itzling startet – Arbeiten für Verlegung Schillerstrasse beginnen

19.10.2006

Mit dem Beginn der Abbrucharbeiten an insgesamt 15 Objekten an der „alten“ Schillerstrasse beginnt nunmehr die „heiße“ Phase des Projekts Stadtteil-Erneuerung in westlichen Teil von Itzling. „Wir eröffnen damit bestehenden Betrieben wie der Alpenmilch Entwicklungspotentiale, schaffen Platz für neue Betriebe und für die Wissenschaft und verbessern die Verkehrsachse in Richtung Flachgau und dem künftigen Autobahnanschluss Hagenau“, zählt Bürgermeister Heinz Schaden die Erfolgsaussichten dank des Projekts auf. Die Grundstücke und Gebäude an der alten Schillerstrasse wurden von der Stadt Salzburg unter finanzieller Beteiligung des Landes eingelöst. Insgesamt wenden Stadt und Land für das Projekt 19,2 Millionen Euro auf. Neben dem Projekt in Itzling laufen in Salzburg zwei weitere Großvorhaben von Stadtteil-Umbauten: in Lehen (mit dem Bau der „Neuen Mitte Lehen“ und der Neustrukturierung des Stadtwerke-Areals) und in Nonntal (Projekt Uni-Park und Sportzentrum Mitte).


Konkret geschleift werden in den nächsten Wochen Gebäude, die die Stadt zwischen der bestehenden Schillerstrasse und den Lokalbahn-Anlagen eingelöst hat. Die Objekte umfassen etwa 25.000 Kubikmeter umbauten Raum, die Abbrucharbeiten kosten etwa 385.000 Euro. Die Arbeiten an der „Schillerstrasse neu“ werden im kommenden Frühjahr 2007 beginnen. Parallel dazu erfolgt dann auch der Umbau an den Gleisanlagen der Lokalbahn (Masten, Kabel, Eisenbahnkreuzung). Die Umlegung auf die neue Trasse ist für den Spätherbst des kommenden Jahres vorgesehen, die endgültige Fertigstellung der Strasse wird im Sommer 2008 erfolgen. Zusätzlicher Aufwand entsteht durch die Notwendigkeit, nicht nur die Strasse selbst, sondern auch alle Einbauten (Gas, Wasser, Strom, Kanal und die Beleuchtung) umzulegen. „Im kommenden Jahr haben wir allein für den Straßenbau, Grundeinlösen und die Sonderanlagen knapp sechs Millionen Euro budgetiert“, berichtet Baustadtrat Martin Panosch.

Die künftigen Nutzungen
• Am dringendsten erwartet wird die Verlegung der Schillerstrasse von „Alpenmilch Salzburg“, Sie wird ein 5.500 Quadratmeter großes Areal übernehmen, an dem ein Käse-Kühllager errichtet wird. Das Projekt ist baureif und wird im Lauf des November 2006 zur bau- und gewerbebehördlichen Bewilligung eingereicht.
• Auf dem ehemaligen „Alpi“-Gelände wird „Vivatis“ (eine Investorengruppe um das Bauunternehmen Porr und Raiffeisen Oberösterreich) bauen, dieses Projekt wird am 7. November bauverhandelt. In diesem Bereich der „Science City“ sind die Akademie der Wissenschaften (gefördert auch vom WirtschaftsService der Stadt) mit Univ. Prof. Strobl zum Thema Geoinformatik , ein Christian Doppler - Labor mit der Firma AVL-List und Univ. Prof. Pree (Praktische Informatik und Softwaretechnologie am Institut für Computerwissenschaften) gesichert. Ein weiteres Christian-Doppler-Labor zum Thema Geoinformatik ist in Diskussion.
• Auf den Gelände der früheren Landmaschinen-Werkstätte (Eigentümer: Raiffeisen Salzburg) wird derzeit ein Architektenwettbewerb zur Errichtung eines Nahversorgungszentrums vorbereitet.
• Und in die Flächen der früheren Fachhochschule wird bekanntlich das Bfi einziehen.

In der Problematik „Würstl-Wolf“ wurde ein letzter Anlauf für eine gütliche Einigung genommen. Die Vivatis, welche bisher immer darauf bestanden hatte, das Problem mit ihrem Mieter selber zu lösen, ist letztlich nicht erfolgreich gewesen. Nun hat sich die Stadt eingeschaltet. Ein Gespräch der Anwälte "auf neutralem Boden" des WirtschaftsService hat stattgefunden. Die Vivatis richtet dieser Tage ein verbindliches und, soweit vorbesprochen, diskussionsfähiges Angebot eines Ersatzstandortes an die Würstelstandbetreiber. Die Stadt hat, in der Hoffnung auf eine gütliche Einigung, die Einleitung des Enteignungsverfahrens gestoppt. Binnen Monatsfrist soll sich klären, wie es weitergeht.

Greifeneder, Johannes (20222)