Seniorenwohnhäuser: Neubauten in Itzling, Hellbrunn und Maxglan angestrebt

Neubau um 22 Millionen Euro wurde anno 2019 fertig gestellt.
Anno 2011/12 hat die Stadt Salzburg 70 Millionen Euro für Neubauten, Sanierungen und Ausstattung ihrer Seniorenwohnhäuser beschlossen. Im Februar 2021 war schließlich alles umgesetzt. Nun folgt der nächste Schritt: Der Gemeinderat genehmigte kürzlich einstimmig 100.000 Euro für die Stadt Salzburg Immobilien Gesellschaft (SIG). Ziel: Bestandserhebung sowie Konkretisierung weiterer nötiger Vorhaben mit Begleitung durch ein Architektur- bzw. Ziviltechnikerbüro.
Wohlfühl-Heimat für betagte Menschen
Sozialstadträtin Anja Hagenauer sagt: „Unser Ziel bleibt eine Wohlfühl-Heimat für die betagten Menschen, möglichst wie in ihrem bisherigen Zuhause. Mit unseren betreuten Hausgemeinschaften und alltagsorientierten Wohngruppen kommen wir dem schon sehr nahe. Und die SIG ist ein super Partner, wenn‘s ums Bauen geht.“ Baustadträtin Martina Berthold erklärt: „Wir richten uns nach den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner. Barrierefreiheit und Rollstuhltauglichkeit sowie eine gute Aufenthaltsqualität mit klimagerechten Baustoffen und Energieträgern ist für uns als Stadt dabei Voraussetzung.“
Konkret schlagen die städtischen Senioreneinrichtungen (MA 3/04) vor, die Häuser 1 und 2 in Itzling aufgrund ihrer schlechten baulichen Beschaffenheit durch einen Neubau zu ersetzen. Dadurch könnten dort 29 zusätzliche Plätze geschaffen werden. Am Standort Hellbrunn (Hellbrunner Straße 28) genügt das 1898 erbaute Haupthaus dem heutigen Stand einer fachgerechten Pflege und Betreuung nicht mehr und soll anders genutzt werden (z.B. Amtsräume, Generationen-Wohnen, Kinderbetreuung o.ä.). Das ihm gegenüber befindliche, desolate Personal-Wohnhaus könnte abgerissen und durch einen Neubau für bis zu 72 Senior:innen in sechs Hausgemeinschaften ersetzt werden.
Neuer Standort in Maxglan sinnvoll
Auf Sicht ein neues Zuhause soll es auch für Bewohner:innen des Hauses Bolaring geben. Diesen Standort könnte das Land für andere Betreuungsformen übernehmen. Die Stadt solle stattdessen in Maxglan ein neues Seniorenwohnhaus mit 72 Plätzen in Hausgemeinschaften errichten. In diesem Stadtteil gebe es laut Erhebungen den größten Bedarf.
Grundsätzlich spricht sich die MA 3/04 für die Beibehaltung von sechs größeren Seniorenwohnhaus-Standorten aus. Begründung: Nur so könne eine Führung nach kaufmännischen, qualitativen und sozialen Gesichtspunkten gesichert werden. Die nächsten Schritte werden nun gemeinsam mit der Planungs- und der Bauabteilung der Stadt gesetzt.
Bis 2030 um 200 Plätze mehr
Bis 2030 dürfte die Zahl der benötigten Plätze in der Stadt Salzburg von derzeit 1.400 auf 1.600 steigen. Je die Hälfte davon kann dann – wie bisher – von privaten bzw. öffentlichen Seniorenwohnhaus-Betreibern abgedeckt werden.
Karl Schupfer