Drehbuchentwicklungspreis 2026

Drehbuchentwicklungspreis 2026 geht an Olsi Çala

Aus 14 eingereichten Exposés fiel die Entscheidung auf „Haben auch Sterne Wünsche?“
Drehbuchentwicklungspreis 2026 geht an Olsi Çala
v.l.n.r.: Benjamin Blaikner (Jurymitglied), Martina Greil (Kulturabteilung), Bgm. Bernhard Auinger, Olsi Çala (Preisträger)

Die Stadt Salzburg hat 2026 zum siebten Mal den renommierten Drehbuchentwicklungspreis für Kinospielfilme ab 60 Minuten verliehen. Ziel dieser Auszeichnung ist es, Drehbuchautor:innen und Autorenfilmer:innen in der entscheidenden frühen Phase der Stoffentwicklung zu unterstützen und den Bedarf an hochwertigen Filmstoffen in der Branche zu decken.

Der diesjährige Preis in Höhe von € 4.000,-- geht an Olsi Çala mit „Haben auch Sterne Wünsche?“

Zusätzlich erhält der Preisträger dramaturgische Betreuung durch den Dramaturgen Christian Frosch - Drehbuchautor, Regisseur und Dramaturg. Der Preis wird von der Stadt Salzburg in Kooperation mit dem Verein drehbuchFORUM Wien biennal vergeben, im Wechsel mit dem „Simon S.“Preis, dem Salzburger Filmnachwuchspreis.

Jury und Auswahlprozess

Die unabhängige Jury bestand in diesem Jahr aus Lukas V. Rinner (Filmproduktion, Regie), Mag.a Clara Stern (Regisseurin, Drehbuchautorin) und Beate Thalberg (Regisseurin, Drehbuchautorin). Insgesamt wurden 11 Exposés eingereicht, wobei die Entscheidung auf das Werk „Bad Bunny“ fiel.

Zum ausgezeichneten Filmstoff

Der Jury gehörten Corinna Antelmann, Benjamin Blaikner und Markus Mörth an. Aus insgesamt 14 eingereichten Exposés entschieden sie sich für „Haben auch Sterne Wünsche?“. Aus der Jurybegründung: „In seiner Filmidee HABEN AUCH STERNE WÜNSCHE? wagt Olsi Çala, zwei junge Männer auf eine Reise in den Tod zu schicken, ohne ihre Entscheidung emotional aufzuladen. Mit kinematografischen Mitteln verspricht der Film, eine leise Geschichte über einen Grenzgang zu erzählen – und uns beobachten zu lassen, wie der Entschluss, das Leben verlassen zu wollen, weit unspektakulärer vollzogen werden kann, als wir es uns vorstellen.“

Die Jury sieht in dem Stoff das Potenzial für eine vielschichtige Auseinandersetzung mit menschlichen Widersprüchen. Die Geschichte soll ohne großes Drama und ohne die Gewissheit erzählt werden, dass am Ende alles gut ausgeht.

Olsi Çala ist Drehbuchautor und Journalist und verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung in Fernsehen, Film und Dokumentarfilmproduktion. Er stammt aus Albanien und wohnt seit 2024 in Salzburg.