Bau- und Wohnungsausschuss: Wehrmauer beim „Bürgermeisterloch“ wird saniert

Vergabe der Baumeisterarbeiten für historisches Mauerwerk am Mönchsberg beschlossen / Quartalsbericht Wohnen Q1/2026 zur Kenntnis genommen
21.05.2026

Der Bau-, Wohnungs-, Liegenschafts- und Betriebsausschuss hat sich im öffentlichen Teil seiner Sitzung am heutigen Donnerstag, 21.5.2026, unter dem Vorsitz von Sebastian Lankes (SPÖ) mit drei Tagesordnungspunkten befasst.

Für die Wehrmauer im Bereich „Bürgermeisterloch“ am Mönchsberg wurde im Ausschuss der nächste Schritt zur Sanierung beschlossen. Die Baumeisterarbeiten sollen mit einer Auftragssumme von 1.088.909,74 Euro brutto an die erstgereihte Bieterin vergeben werden. Der gesamte Kostenrahmen für das Projekt wurde mit maximal 1.266.000 Euro brutto beschlossen, darin enthalten sind auch Nebenkosten für Bauleitung und Baukoordination sowie eine Reserve für derzeit noch nicht absehbare, aber mögliche zusätzliche Baumaßnahmen. Die dafür erforderlichen Budgetmittel sind mit 469.000 Euro brutto im Jahr 2026 und 797.000 Euro brutto im Jahr 2027 vorgesehen. Ein Teil der Kosten soll durch Förderungen gedeckt werden.

Die Wehrmauer in diesem Bereich besteht aus mehreren Abschnitten mit unterschiedlichem Erhaltungszustand. Vorgesehen sind unter anderem eine oberflächliche Mauersanierung, der teilweise Abtrag und Wiederaufbau beschädigter Bereiche, zusätzliche Sicherungen einzelner Mauerblöcke sowie die Restaurierung eines Wappens und einer Inschriftentafel. Weil im Bereich des „Bürgermeisterlochs“ archäologisch relevante Mauerreste erwartet werden, werden die Arbeiten im freigelegten Bereich archäologisch begleitet und dokumentiert. Die Sanierung erfolgt in Abstimmung mit den zuständigen Behörden, insbesondere mit dem Bundesdenkmalamt. Die Arbeiten sollen von Juni 2026 bis Herbst 2027 umgesetzt werden.

Der Amtsbericht wurde einstimmig angenommen. Die endgültige Beschlussfassung erfolgt im Stadtsenat.

Weitere Tagesordnungspunkte:

  • Der Quartalsbericht Wohnen Q1/2026 wurde zur Kenntnis genommen. Der Bericht des Wohnservice gibt insbesondere einen Überblick über Anträge sowie deren Ablehnungsgründe, Wohnungsvergaben, Wartezeiten, Ausnahmen laut Wohnungsvergaberichtlinien und Sonderwartezeiten im Zeitraum vom 1. Jänner bis 31. März 2026. Insgesamt wurden im ersten Quartal 930 Anträge von 776 Haushalten eingereicht; 119 Wohnungen wurden vergeben. Die meisten Wohnungsvergaben erfolgten in Lehen, Maxglan, Itzling und Liefering. Der Bericht zeigt außerdem, dass größere Haushalte weiterhin deutlich längere Wartezeiten haben, weil das Angebot an großen Wohnungen knapp ist. Der Amtsbericht wurde gegen die Stimme der FPÖ mehrheitlich zur Kenntnis genommen.
  • Das städtische Wohnservice berichtete zudem über den aktuellen Stand bei der Erstellung eines neuen Wohnleitbildes. Das derzeitige Wohnleitbild stammt aus dem Jahr 2005. Laut Arbeitsübereinkommen soll bis zur Mitte der Funktionsperiode (Herbst 2026) ein neues Wohnleitbild erstellt werden. Nach mehreren Beteiligungsworkshops mit verschiedenen Fachstellen, Interessensgruppen und Expert:innen wird nun die Bevölkerung eingebunden. Im Anschluss daran sind die politische Diskussion und die Vorlage des neuen Wohnleitbildes zur Beschlussfassung im Gemeinderat vorgesehen.

Tobias Neugebauer