Fißlthalerwehr in Maxglan: Stadt baut Fischwanderhilfe und Kraftwerk

10.07.2026
Fischwanderhilfe und Wasserkraftwerk an der Fißlthalerwehr geplant
Die 1937 errichtete Fißlthalerwehr reguliert den Abfluss der Glan und die Wasserzufuhr zum Glanmühlbach. Bis voraussichtlich 2029 sollen hier eine Fischwanderhilfe und ein Wasserkraftwerk entstehen.

Um die Bewohner:innen von Maxglan vor Hochwasser zu schützen, wurde die Glan zwischen 1934 und 1955 reguliert und weitgehend begradigt. Die Fißlthalerwehr entstand 1937 als Teil dieser Maßnahmen. Bis heute regelt sie den Wasserabfluss und sorgt für den geregelten Wasserfluss in den Glanmühlbach. Das ist gut für die Sicherheit der Maxglaner:innen, aber eine Hürde für Fische, die an der Wehranlage nicht vorbeikommen. Das wird sich bald ändern.

Eine gesetzliche Vorgabe wird zur Chance
Die Stadt Salzburg muss aufgrund des Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplans die Passierbarkeit für Fische wiederherstellen. Es braucht also eine Fischwanderhilfe. „Wir nutzen die Gelegenheit, um die Fißlthalerwehr gleichzeitig um ein Wasserkraftwerk zu erweitern. Es ist einer der letzten Standorte, wo ein neues Wasserkraftwerk auf Stadtgrund möglich ist. Die Anlage erzeugt in einem Jahr so viel Strom, wie für rund 130 Haushalte“, sagt der für das Bauwesen zuständige Bürgermeister-Stellvertreter Kay-Michael Dankl.

130 Haushalte verbrauchen jährlich etwa 318.000 kWh Strom. Gleichzeitig ist das ähnlich viel, wie die Hauptfeuerwache Maxglan in einem ganzen Jahr benötigt. Diese kann von dem Kraftwerk profitieren und soll eine Direktleitung bekommen.

Die Fertigstellung der Wanderhilfe und des Kraftwerks erfolgt voraussichtlich 2029
Die Kosten betragen rund 1,8 Millionen Euro netto. „Mit der Kombination aus Fischwanderhilfe und Wasserkraftwerk verbessert die Stadt die ökologische Durchgängigkeit der Glan, erfüllt gesetzliche Vorgaben und erzeugt künftig erneuerbaren Strom für die Berufsfeuerwehr Maxglan. Wir investieren heute, sparen aber langfristig Kosten. Nach aktuellen Berechnungen amortisiert sich das Projekt innerhalb von 20 bis 30 Jahren“, sagt Dankl.

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