Planungsausschuss: Endabrechnung der Salzburg Linien von 2025 und nächste Ausbauschritt im öffentlichen Verkehr

28.05.2026

Mit vier Tagesordnungspunkten befasste sich die Sitzung des Planungsausschusses am Donnerstag, 28. Mai 2026, unter der Vorsitzführung von Tarik Mete (SPÖ). Im Mittelpunkt steht die Endabrechnung der Salzburg Linien Verkehrsbetriebe GmbH für das Jahr 2025 und die Ausbauschritte für 2027. 

Die Endabrechnung zeigt: Der öffentliche Verkehr in der Stadt Salzburg wurde im vergangenen Jahr weiter ausgebaut. Insgesamt wurden rund 6,52 Millionen Fahrplankilometer mit dem Obus und rund 3,81 Millionen Fahrplankilometer mit Autobussen erbracht. Vor allem beim Obus bedeutet das eine deutliche Steigerung gegenüber 2024.
Die Gesamtkosten für die bestellten Verkehrsleistungen lagen 2025 bei rund 69,65 Millionen Euro. Dem standen Einnahmen von rund 65,23 Millionen Euro gegenüber. Zusätzlich flossen rund 5,3 Millionen Euro an Investitionsmitteln unter anderem in Fahrscheinautomaten, neue Obusse und das Assistenzsystem „Lisa“.

Der Ausbau des Angebots zeigt sich in mehreren konkreten Verbesserungen: dichtere Takte, längere Betriebszeiten, ein verbessertes Nachtangebot in den Sommerferien, zusätzlicher Adventverkehr sowie neue beziehungsweise erweiterte Linien. Unter anderem wurden die Linien 9, 10 und 12 verdichtet, die Linie 17 neu aufgenommen, die Linie 18 als Messe-Shuttle gestartet und die Linie 22 bis zur Schule Schallmoos verlängert.

Zugleich enthält der Amtsbericht den nächsten großen Schritt: Ab 1. Mai 2027 soll die Liniennetzumstellung aus dem Nahverkehrsplan umgesetzt werden. Dabei werden die Obuslinien 1, 4, 5 und 8 neu geordnet. Die Fahrplanleistung im Obusbereich steigt dadurch um rund 623.000 Kilometer pro Jahr. Für die Stadt Salzburg werden Mehrkosten von rund 2,8 Millionen Euro pro Jahr erwartet. Ziel ist ein besser abgestimmtes Liniennetz, das Stadtteile und Pendler:innenbeziehungen stärker berücksichtigt.

Die Endabrechnung wurde einstimmig zur Kenntnis genommen. Die Liniennetzumstellung wurde gegen ÖVP und FPÖ angenommen. 

  • Außerdem behandelt wurde eine raumordnungsrechtliche Einzelbewilligung für den Neubau des Gymnasiums in der Zaunergasse. Während der Bauarbeiten soll in Lehen, nahe der HAK, eine provisorische Containerschule errichtet werden. Geplant sind neun Container mit Haupt- und Nebengebäude sowie Radabstellplätzen. Da der Standort in einem Grünlanddeklarationsgebiet liegt, ist dafür eine Einzelbewilligung notwendig. Der Ausschuss stimmte einstimmig zu.

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Lapuch Laura BA