Spielplatzumfrage 2026 - Salzburgs Familien bewerten ihre Spielplätze so gut wie noch nie

Spielpark Süd ist neuer Spitzenreiter
14.07.2026
Stellten die Umfrage im Lehener Park vor:
v.l.: Amtsleiter der Stadtgärten Christian Stadler, Stadträtin Andrea Brandner und Jugendbeauftragter Lukas Holzmann

Die aktuelle Spielplatzbefragung der Stadt Salzburg zeigt ein erfreuliches Ergebnis: Der Spielpark Süd am Frohnburgweg ist mit einer hervorragenden Gesamtnote von 1,09 der neue Spitzenreiter unter den größten Spielplätzen der Stadt. Er löst den bisherigen Erstplatzierten, den Spielplatz im Schlosspark Hellbrunn (1,12), an der Spitze ab.

Bereits zum dritten Mal nach den Erhebungen 2010 und 2015 wurden die zehn größten öffentlichen Spielplätze der Stadt umfassend bewertet. Die Befragungen fanden im Mai und Juni in diesem Jahr direkt vor Ort statt und wurden von Besucherinnen und Besuchern aller Altersgruppen – von Kleinkindern über Eltern bis hin zu Großeltern – durchgeführt. Die Umfrage wurde in Kooperation mit der MA 2/01 (Stadtarchiv und Statistik) erarbeitet und durchgeführt.

Spielplätze werden immer besser bewertet

Das Gesamtergebnis fällt so positiv aus wie noch nie:

  • 2026: Gesamtnote 1,46
  • 2015: Gesamtnote 1,82
  • 2010: Gesamtnote 2,12

Neun von zehn Spielplätze erhielten heuer die Bewertung „Sehr gut“.

In die Befragung aufgenommen wurden:

  • Spielpark Süd (Frohnburgweg)
  • Spielplatz Schlosspark Hellbrunn
  • Preuschenpark (Aigen)
  • Umwelttunnel Liefering
  • Volksgarten (Parsch)
  • Baron-Schwarz-Park (Schallmoos)
  • Spielplatz Kleßheimer Allee (Taxham/Maxglan)
  • Gnigler Park (Gnigl)
  • Hans-Donnerberg-Park (Leopoldskron)
  • Lehener Park (Lehen)

Rund 300 Befragte lieferten wertvolle Rückmeldungen

Die Besucherinnen und Besucher bewerteten unter anderem:

  • Erreichbarkeit
  • Sauberkeit
  • Spielgeräte
  • Spielvielfalt
  • Bewegungsangebot
  • Naturbereiche
  • Versteckmöglichkeiten
  • Sitzgelegenheiten
  • Beschattung
  • Wohlbefinden

Mehr als 60 Prozent der befragten Personen besuchen ihren Spielplatz regelmäßig und konnten dadurch besonders fundierte Rückmeldungen geben.

Über die Hälfte der Besucherinnen und Besucher brachten konkrete Verbesserungsvorschläge ein, während die übrigen angaben, mit ihrem Spielplatz rundum zufrieden zu sein.

Bewegungsangebot überzeugt – mehr Schatten bleibt wichtiges Thema

Besonders gute Bewertungen erhielten die Spielplätze in den Bereichen:

  • Bewegungsangebot
  • Erreichbarkeit
  • Spielvielfalt
  • Wohlbefinden

Verbesserungspotenzial sehen die Nutzerinnen und Nutzer vor allem bei:

  • Beschattung
  • Sitzgelegenheiten

Zu den häufigsten Wünschen zählen zusätzliche Bäume, Sonnensegel und schattige Aufenthaltsbereiche. Ebenso wurden mehr Sitzmöglichkeiten, Sandspielbereiche, Kletterangebote, Rutschen und Wasserspiele angeregt. Auch Sauberkeit, Müllentsorgung und öffentliche Toiletten bleiben wichtige Anliegen.

Stadtgärten setzt Wünsche rasch um

Die Stadtgärten reagieren bereits auf zahlreiche Anregungen aus der Befragung.

Bereits umgesetzt wurden:

  • neuer Trinkbrunnen im Lehener Park
  • Verlegung der Sandkisten am Spielplatz Lehener Park in den Baumschatten
  • Trinkbrunnen beim Spielpark Süd

In Umsetzung befinden sich:

  • Trinkbrunnen im Baron-Schwarz-Park
  • Sonnensegel für die Sandkiste beim Spielplatz Umwelttunnel Liefering

Damit zeigt sich, dass die Spielplatzbefragung nicht nur ein Stimmungsbild liefert, sondern konkrete Verbesserungen für Familien bewirkt.

Spielplätze sind Lebensräume für Kinder und Familien

Spielplätze sind weit mehr als Orte zum Spielen. Sie sind wichtige Freiräume, in denen Kinder ihre motorischen Fähigkeiten entwickeln, soziale Kompetenzen erlernen, Freundschaften schließen und ihre Umgebung selbstständig entdecken können. Als kinderfreundliche Stadt verfolgt Salzburg das Ziel, öffentliche Räume so zu gestalten, dass Kinder sich sicher bewegen, entfalten und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Damit leisten attraktive Spielplätze einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Kinderrechte. Das Recht auf Spiel, Freizeit und Erholung sowie auf eine gesunde Entwicklung ist in der UN-Kinderrechtskonvention ausdrücklich verankert.

Investitionen in Spielplätze sind daher Investitionen in Chancengerechtigkeit, Gesundheit und Lebensqualität. Das jährliche Budget für alle städtischen Spielplätze in der Stadt Salzburg beträgt rund 2,7 Mio. Euro.

Hinweise und Anregung zu allen 85 Spielplätzen können jederzeit über die Service-Web-App „salzburg:direkt“ oder per E-Mail an stadtgärten@stadt-salzburg.at übermittelt werden.

Stadträtin Andrea Brandner betont: „Als Oma bin ich selbst regelmäßig mit meinen Enkeln auf unseren Spielplätzen unterwegs. Dabei erlebe ich unmittelbar, was Kinder begeistert, wo Familien gerne Zeit verbringen und was einen guten Spielplatz ausmacht. Umso mehr freut es mich, dass unsere Spielplätze von den Besucherinnen und Besuchern so hervorragend bewertet werden. Ein guter Spielplatz ist weit mehr als eine Ansammlung von Spielgeräten. Er ist ein Ort, an dem Kinder ihre Welt entdecken, Freundschaften schließen, sich bewegen und selbstständig Erfahrungen sammeln können. Damit leisten unsere Spielplätze einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Kinderrechte. Gleichzeitig sind sie Orte der Begegnung, an denen Familien, Nachbarinnen und Nachbarn sowie unterschiedliche Generationen zusammenkommen. Als kinderfreundliche Stadt investieren wir bewusst in hochwertige öffentliche Räume, die Teilhabe, Gemeinschaft und Lebensqualität fördern.“

Amtsleiter der Stadtgärten, Christian Stadler ergänzt: „Es ist wissenschaftlich erwiesen, wie enorm wichtig es für Kinder ist, im Freien zu Spielen und Kontakt mit der Natur zu haben – vor allem in einer Stadt. Mich freut es sehr, dass wir viele positive Rückmeldungen über unsere Spielplätze erhalten haben - es motiviert uns, weiter daran zu arbeiten, unsere Spielplätze sicher, naturnah und erlebnisreich zu gestalten.“

Jugendbeauftragter Lukas Holzmann dazu:„Spielplätze sind wichtige Lebensräume für Kinder. Sie fördern Bewegung, Kreativität und soziale Kompetenzen. Die Umfrage zeigt, dass Salzburg hier sehr gute Arbeit leistet. Gleichzeitig sind die Rückmeldungen der Familien für uns besonders wertvoll – denn Kinder und Eltern wissen am besten, was einen guten Spielplatz ausmacht. Diese Anregungen fließen direkt in die Weiterentwicklung unserer Spielplätze ein.“

 

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