Wirtschaftsservice stärkt Salzburgs Standort in herausforderndem Umfeld
Die wirtschaftliche Lage war auch im vergangenen Jahr herausfordernd: Österreich verzeichnet nach zwei Rezessionsjahren nur ein leicht positives Wachstum, während die Arbeitslosenquote seit 2022 von 4,8 % auf 5,7 % gestiegen ist. „Die internationale Wettbewerbsfähigkeit steht unter Druck, und auch Salzburg spürt die konjunkturelle Abkühlung“, heißt es in der aktuellen Analyse von Dr. Walter Scherrer. Besonders die Stadt Salzburg verzeichnete im Jahresvergleich eine ungünstigere Entwicklung als der Landesschnitt, wie die Arbeitsmarktdaten zeigen.
Gleichzeitig steht die Stadt vor strukturellen Herausforderungen: Der Dienstleistungssektor dominiert mit fast 90 % aller Erwerbstätigen, während die Industrie mit weniger als 5 % deutlich unter dem Landeswert liegt. Demografische Trends, technologische Umbrüche und Risiken auf den Finanzmärkten verstärken den Handlungsdruck.
Wirtschaftsservice als vielfältige Stütze des Standorts
In diesem Umfeld übernimmt das Wirtschaftsservice der Stadt Salzburg eine Schlüsselrolle. Der Tätigkeitsbericht 2025 zeigt eindrucksvoll, wie breit das Spektrum der Unterstützung ist – von Förderprogrammen über Standortentwicklung bis hin zu strategischen Sonderprojekten.
„Unser Wirtschaftsservice ist ein unverzichtbarer Partner für Betriebe, Gründerinnen und Gründer sowie für die gesamte Stadtgesellschaft“, betont Bürgermeister Bernhard Auinger. „Gerade in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten braucht es eine starke, verlässliche Servicestelle, die Unternehmen unterstützt, Innovation ermöglicht und Arbeitsplätze sichert.“
Die Stadt Salzburg stellt dafür ein breites Förderportfolio bereit – von Kleingewerbe- und Nahversorgerförderungen über Startup-Mietförderungen bis hin zu gezielten Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel wie Lehrstellenförderung, Lehrabschlussprämien oder die Prämie für Lehre mit Matura. Der Bericht hält fest: „Durch gezielte Gespräche mit den Stakeholder:innen soll die Schaffung neuer Lehrstellen angeregt und gesteigert werden.“
Auch Zukunftsthemen wie nachhaltige Mobilität (Lastenradförderung), Energiewende (Photovoltaikförderung) oder Standortmarketing (Filmförderung) werden aktiv unterstützt.
Standortentwicklung und Bodenpolitik als strategische Aufgaben
Neben der monetären Förderung ist die nicht-monetäre Wirtschaftsförderung ein zentraler Hebel: Das Wirtschaftsservice betreibt Standortentwicklung, pflegt die Standortdatenbank, begleitet Ansiedelungen, unterstützt Gewerbeflächenentwicklung und wirkt in regionalen und internationalen Netzwerken mit. „Standortpolitik wird auf Basis des angeführten Rahmens von Wirtschaftsförderung und Bodenpolitik betrieben.“
Ein besonderes Augenmerk lag 2025 auf einer Umwegrentabilitätsstudie hinsichtlich der städtischen Großveranstaltungen, sowie der Unterstützung des Projekts „House of Talents“ in Kooperation mit dem Altstadtverband.
Bürgermeister Auinger: „Wir investieren in die Zukunft unserer Stadt“
Bürgermeister Auinger unterstreicht die Bedeutung dieser Arbeit: „Salzburgbraucht eine aktive, vorausschauende Wirtschaftspolitik. Unser Wirtschaftsservice sorgt dafür, dass Betriebe wachsen können, Innovationen Raum bekommen und die Stadt als Wirtschaftsstandort attraktiv bleibt.“
Mit Blick auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ergänzt er: „Wir dürfen uns nicht zurücklehnen. Die Herausforderungen sind real – vom Arbeitsmarkt über die Digitalisierung bis zur globalen Marktentwicklung. Aber Salzburg hat die Stärke, diese Herausforderungen zu meistern. Das Wirtschaftsservice ist dabei einer unserer wichtigsten Motoren.“
Magistratsdirektor Max Tischler: „Wirtschaftsförderung amortisiert sich“
Magistratsdirektor Max Tischler unterstreicht, dass sich die Fördermaßnahmen durch Beschäftigungszuwachs, Steuermehreinnahmen und Attraktivitätsgewinn des Standorts mittelfristig amortisieren.
Ausblick
Die Stadt Salzburg wird auch 2026 konsequent daran arbeiten, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu verbessern, Betriebe zu unterstützen und neue Impulse für Innovation, Nachhaltigkeit und Beschäftigung zu setzen.
„Wir investieren in die Zukunft unserer Stadt – gemeinsam mit den Unternehmen, den Beschäftigten und allen, die Salzburg wirtschaftlich stark machen“, so Auinger abschließend.
InfoZ