Schnee im Anflug: Winterdienst der Stadt gut vorbereitet
Mit Samstag sind die Mannen des städtischen Winterdienstes (Ressort: Baustadträtin Claudia Schmidt) in Rufbereitschaft. Denn für Sonntag ist die Ankunft einer Kaltfront mit Schnee bis in die Niederungen angesagt.
„Unsere Lager sind voll“, sagt der stellvertretende Bauhof-Chef Herbert Seebauer. 1.200 t Salz und 1.500 t Splitt sind am Gelände an der Josef-Brandstätter-Straße in Liefering gebunkert. Im Fall des Falles können 180 Mann im Kampf gegen die weiße Pracht eingesetzt werden. „Auch unsere Fahrzeuge, vom Groß-Lkw bis zu den Saugis, sind schon überwiegend für den Wintereinsatz umgerüstet worden.“
Fixe Reihenfolge der Räumung
Die Schneeräumung erfolgt nach einer festgelegten Prioritätenliste: Zuerst werden die Obusstrecken von Schnee und Eis befreit sowie die Hauptstraßen (Bundes- und Landesstraßen) mit Splitt bestreut. Danach stehen Nebenstraßen, Fußgängerzonen, Bergstrecken (Mönchsberg, Kapuzinerberg, Heuberg, Kühberg) und die Geh- und Radwege auf dem Programm.
Aus Umweltschutzgründen kommt nur auf den Obusstrecken Salz zum Einsatz. Bewährt hat sich dabei die Feuchtstreuung: Salz und Wasser werden zu Sole gemischt. Damit kann schneller und dauerhafter enteist werden. Drei städtische LKW sind mit den nötigen Mischanlagen ausgerüstet. Die Sole kommt insbesondere an exponierten Stellen zum Einsatz.
Aktuelle Gerätschaft
• 6 Salzstreuer für die Strecken der Obuslinien, bei Bedarf sind vier Fahrzeuge zusätzlich umrüstbar auf Räumen und Streuen
• 5 Splittstreuer (LKW) für Hauptstraßen und Siedlungen
• 3 Unimog für Bergstrecken (räumen und streuen)
• 8 Kleinfahrzeuge mit Pflug und Streuer für Rad- und Gehwege, 2 davon umrüstbar auf Schneefräse
• 18 stadteigene Schneepflüge
• 16 private Schneepflüge (13 räumen und streuen, 3 nur räumen)
• 2 Radlader
• 11 Saugis mit je 4 Mann Besatzung zum Freischaufeln von Zebrastreifen und Bushaltestellen
• 14 LKW für Schneeabtransport
• 22 selbstfahrende Schneefräsen für Rad- und Gehwege
• bei vermehrtem Schneeabtransport werden je nach Bedarf noch private LKW und Radlader eingesetzt
Salz und Sole
• 1 Solemischanlage zur Erzeugung von Sole für Feuchtstreuung der Obuslinien befindet sich im Bauhof
• 2 Silos für je 300 Tonnen Salz und 1 Silo für 100 Tonnen Salz stehen am Bauhof
• 1 weiteres Silo für 300 Tonnen Salz wurde am Busterminal Süd in der Alpenstraße aufgestellt, um einen schnelleren Streueinsatz zu ermöglichen.
• In einer Vorratshalle im Bauhof können zusätzlich 400 Tonnen eingelagert werden
Karl Schupfer


