Workshop für DirektorInnen und LehrerInnen: „Flucht und Vorurteil“
Mehr als 50 DirektorInnen und LehrerInnen aus den Salzburger Schulen (Volksschulen, Neue Mittelschulen, Polytechnische Schulen) setzten sich gestern, am Montag, 7. März 2016, in der TriBühne Lehen mit dem Thema Flucht und den damit in Verbindung stehenden Vorurteilen auseinander.
Nedzad Mocevic, selbstständiger Projekt Manager und Diversity Trainer, hat die Themen als Workshop-Leiter in einen großen Rahmen gesetzt und ist auf die Fragen der TeilnehmerInnen eingegangen.
Wer kommt zu uns? Welche interkulturellen Kompetenzen sind gefragt? Was heißt „ankommen“? Und wie kann das "Ankommen" von Menschen, die zu uns kommen, erleichtert werden? Wie geht man mit Ängsten um?
Behandelt wurden außerdem die Themen interkulturelle Kompetenzen und Identitäten, der globale Kontext von Fluchtbewegungen, selektive Wahrnehmung in der Beobachtung, kritische Meinungsbildung, Entwicklungsstufen junger Menschen und Einflüsse jeglicher Art (politische, religiöse, extreme Einflüsse).
Einig waren sich alle über die Bedeutung von Präventionsarbeit: Es sei das Wichtigste, Jugendliche zu erreichen bevor sie in extreme Haltungen und Handlungen einsteigen. Je besser die Beziehungsarbeit im Vorfeld, desto geringer sei die Wahrscheinlichkeit, dass sich junge Menschen auf ein extremes Thema einlassen.
Der Tenor der Veranstaltung war sehr positiv: die Inhalte wurden niederschwellig mit Praxisbeispielen vermittelt und für die Anwendungsbereiche in den Schulen aufbereitet.
Workshopleiter: Nedzad Mocevic, www.mocevic.at
Eva Kraxberger

