Neugestaltung Mozartplatz und Waagplatz

Der Waagplatz und der Mozartplatz wurden in einem gemeinsamen Planungsprozess neu gestaltet bzw. neu geplant. Der Waagplatz ist seit 2025 fertiggestellt. Als nächster Schritt startet die Neugestaltung des Mozartplatzes mit der Einrichtung der Baustelle ab 7.4.2026.

Baustart: 13.4.2026

Diese Seite gibt einen Überblick (Planung, Bauabschnitte, Zeitrahmen, Erreichbarkeit und Kosten). Aktuelle Wegeführungen und kurzfristige Änderungen werden vor Ort mit A-Ständern ausgeschildert und zusätzlich über den Baustellen-Newsletter kommuniziert.

Mozartplatz

Visualisierung: Neugestaltung Mozartplatz
Am Mozartplatz sollen künftig Aufenthaltsqualität, Barrierefreiheit und Mikroklima verbessert werden.

Ziele und Grundsätze
Am Mozartplatz sollen künftig Aufenthaltsqualität, Barrierefreiheit und Mikroklima verbessert werden. Die Gestaltung orientiert sich am historischen Umfeld der Altstadt und berücksichtigt gleichzeitig die alltägliche Nutzung (zu Fuß, mit Kinderwagen, Rollstuhl, Rollator) sowie den Veranstaltungsbetrieb. Wichtig ist dabei auch: Der Platz soll nicht übermöbliert werden. Fixe Elemente werden zurückhaltend eingesetzt, damit der Raum flexibel bleibt.

Die Grundlage für die Neugestaltung bildet ein Realisierungswettbewerb. Als Siegerprojekt wurde das Konzept von lohrer.hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner gmbh ausgewählt.

Was wird umgesetzt?
Kern der Umgestaltung ist eine neue Oberfläche: Der Mozartplatz erhält Natursteinpflaster aus Granit. Granit hat sich in der Salzburger Altstadt bei stark beanspruchten Flächen bewährt: Er ist robust, langlebig und gut zu erhalten. Gleichzeitig ist er für eine barrierearme, griffige Ausführung geeignet.

Ein zweiter Schwerpunkt ist die klimafitte Platzgestaltung. Geplant sind Baumgruppen (insgesamt sechs Bäume), die Schatten schaffen und Aufenthaltsbereiche gliedern. Rund um diese Bereiche entstehen Sitzmöglichkeiten. Ergänzend sind Angebote zum Verweilen vorgesehen – auch außerhalb von Gastgärten, also ohne Konsumationszwang.

Für den Mozartplatz ist außerdem eine Wiedererrichtung bzw. Neuinterpretation des Michaelsbrunnens vorgesehen. Dafür braucht es eine enge Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt; Details können erst nach dieser Klärung endgültig festgelegt werden.

Barrierefreiheit
Die Planung berücksichtigt die einschlägigen Normen zur Barrierefreiheit. Ziel sind möglichst ebene, gut begeh- und befahrbare Flächen sowie taktile Leitelemente zur Orientierung (z. B. für Menschen mit Sehbehinderung). Stufen sollen vermieden werden; wo Gefälle nötig ist, wird es so sanft wie möglich ausgeführt.

Bauabschnitte A2 bis A5: Wo wird begonnen?
Der Mozartplatz ist für die Umsetzung in Teilflächen gegliedert. Das hilft, die Baustelle abschnittsweise zu organisieren:

  • A2 (3.300 m²): direkt rund um das Mozartdenkmal – hier beginnt die Baustelle
  • A3 (735 m²) und A4 (865 m²): weitere Teilbereiche am Mozartplatz, u. a. Richtung Rudolfskai
  • A5 (865 m²): Bereich Richtung Kaigasse

In Summe umfasst das Projektgebiet (A1 bis A5) 7.225 m². Der Waagplatz (A1) ist abgeschlossen; die Baustelle betrifft nun die Mozartplatzflächen A2 bis A5.

Zeitrahmen und Baupausen
Der Bau erfolgt etappenweise und ist derzeit bis Sommer 2028 geplant. Dabei sind Winterpausen vorgesehen. Zusätzlich wird der Bauablauf so organisiert, dass stark frequentierte Zeiten berücksichtigt werden: insbesondere die Sommerfestspielzeit und der Zeitraum rund um den Christkindlmarkt.

Erreichbarkeit und Information während der Bauzeit
Die Wegeführung kann sich je nach Baufortschritt ändern. Darum gilt:

  • A-Ständer vor Ort zeigen laufend, wo man gehen kann und welche Bereiche gesperrt sind.
  • Wer regelmäßig Updates bekommen möchte, kann sich zum Newsletter anmelden:
    mozartplatz@stadt-salzburg.at (ein kurzes E-Mail genügt)

Hinweis: Bei Bauarbeiten im historischen Zentrum können sich einzelne Details im Ablauf oder in Maßnahmen noch ändern (z. B. wegen Untergrund, Leitungen, Denkmalschutz/Archäologie oder Witterung).

Verkehr und Parken
Am Mozartplatz ist künftig kein allgemeines Pkw-Parken vorgesehen. Als Ausnahme werden 3 beschilderte Behindertenparkplätze eingerichtet – im Bereich vor Mozartplatz 10. Als Alternative wird auf verlagerte Parkmöglichkeiten verwiesen, unter anderem im Bereich Basteigasse.

Kosten und Finanzierung
Für die Umsetzung der Baujahre 2026 bis 2028 ergibt sich ein Gesamtkostenrahmen von rund 6,89 Mio. Euro brutto. Darin sind neben den Bauleistungen u. a. Planung, Bauaufsicht/Qualitätssicherung, begleitende Kontrolle, archäologische Themen und Reserven enthalten. Zusätzlich sind bereits angefallene Projektkosten aus den Vorjahren (z. B. Wettbewerb, Planungsschritte) berücksichtigt; damit ergibt sich für das Gesamtvorhaben ein Gesamtrahmen von rund 7,03 Mio. Euro brutto. Für die Tiefbauarbeiten wurde eine Auftragssumme von rund 5,47 Mio. Euro brutto vorgesehen. Für das Projekt wird eine Förderung über einschlägige Bundesprogramme beantragt.

Waagplatz 

Der neugestaltete Waagplatz wurde im Sommer 2025 eröffnet.
Erstmals waren bei einer Platzneugestaltung in Salzburg Klimamaßnahmen auch Teil des Architekturwettbewerbs.

Der Waagplatz (A1, 1.460 m²) liegt unmittelbar neben dem Mozartplatz und ist historisch der älteste Marktplatz der Stadt. Die Neugestaltung ist seit 2025 abgeschlossen. Die Fläche war zuvor überwiegend asphaltiert und stark vom Parken geprägt. Mit der Umgestaltung wurde der Platz neu geordnet und als autofreie, gepflasterte Fläche umgesetzt. Ziel war eine bessere Nutzbarkeit im Alltag und eine Gestaltung, die sich in das Altstadtbild einfügt.

Ein zentrales Element am Waagplatz ist der Trinkwasserbrunnen (Bronze-Brunnen), der seit 3. Juli 2025 in Betrieb ist. In unmittelbarer Nähe gibt es außerdem ein Toilettenangebot im Rahmen der Initiative „Nette Toilette“ (zu den jeweiligen Öffnungszeiten des Partnerbetriebs). Bei der Umsetzung wurden auch die Begrünung mitgedacht: Im Herbst 2025 wurde eine Linde am Waagplatz gepflanzt, die in Zukunft besonders im Sommer für weniger Hitze und besseres Klima sorgen soll.

Altstadt-Plätze für „Jedermensch“
Der neue Mozartplatz: Siegerprojekt für die Neugestaltung von Waagplatz und Mozartplatz.

Infrastrukturprojekt bringt neues, attraktives „Eingangstor“ und mehr Grün in die Altstadt
Das Konzept zur Neugestaltung der Salzburger Innenstadt-Plätze und Gassen schreitet voran. Nach dem Residenzplatz werden ab 2024 der Waagplatz und der Mozartplatz neugestaltet. Federführend dabei ist die Bauabteilung. Das umfangreiche Projekt, das mehrere Jahre in Anspruch nehmen wird, startet im Februar/März 2024 mit Leitungs- und Kanalgrabungsarbeiten der Salzburg AG und der Stadt Salzburg.

Über das Projekt „Waag- und Mozartplatz“
Neben einer verbesserten Aufenthaltsqualität spielen bei diesem Projekt auch die Themen Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit eine bedeutende Rolle: Begrünung, Beschattung, Bodenentsiegelung etc. spielen bei der Neugestaltung von Mozart- und Waagplatzes eine große Rolle. Erstmals bei einer Platzneugestaltung in Salzburg waren Klimamaßnahmen auch Teil des Architekturwettbewerbs. Im Zuge der Bauarbeiten werden versiegelte Flächen verringert und Naturstein statt Asphalt verwendet. Auch sollen am Waag- und am Mozartplatz sowie beim Imhofstöckl und beim Eingang zur Kaigasse Klimabäume gepflanzt werden, um schattige Aufenthaltsbereiche zu schaffen. Neue Brunnen sorgen für Abkühlung und dienen als Durstlöscher in den heißen Monaten. Der Belag des Platzes wird barrierefrei gestaltet und ein System taktiler Leitlinien geschaffen. Dies erleichtert Menschen mit Sehbehinderungen die Orientierung. Kurzum: Die neuen Plätze werden Plätze für „Jedermensch“ zu "jederzeit“.

Bei einer Informationsveranstaltung im Jänner 2024 wurden Anrainer:innen, Betroffene und Unternehmen über die ersten Schritte der Baumaßnahmen – konkret die Kanal- und Leitungsarbeiten durch Stadt und Salzburg AG - informiert.