Erneute Aufstockung: Stadt Salzburg stellt weitere 50.000 Euro für Kautionsfonds bereit
Die Nachfrage nach dem Kautionsfonds der Stadt Salzburg bleibt hoch. Nachdem das Budget bereits im Sommer um 45.000 Euro aufgestockt wurde, waren auch diese Mittel innerhalb weniger Wochen nahezu ausgeschöpft. Die Stadt legt jetzt erneut nach und schichtet weitere 50.000 Euro für zinsfreie Kautionsdarlehen um, wie der Stadtsenat am 14.09.2026 einstimmig beschlossen hat.
„Wenn man in Salzburg endlich eine Wohnung findet, soll nicht an der Kaution scheitern. Der Kautionsfonds greift hier unter die Arme, sowohl bei geförderten, als auch bei privaten Mietwohnungen. Zu den budgetierten 70.000 Euro sind weitere 45.000 und nun noch 50.000 Euro dazugekommen – in Summe also 165.000 Euro“, sagt Bürgermeister-Stellvertreter Kay-Michael Dankl, zuständig für das Wohnservice: „Nachdem die Hilfe in kleinen und damit leistbaren Raten zurückgezahlt wird, fließen wieder Gelder an die Stadt, die wiederum für neue Darlehen eingesetzt werden können.“
Der Kautionsfonds richtet sich an Menschen mit niedrigem Einkommen und unterstützt sie mit zinsfreien, rückzahlbaren Darlehen für Wohnungskautionen. Seit der Neuausrichtung im Vorjahr mit höheren Einkommensgrenzen, bis zu 2.000 Euro Unterstützung und der Verknüpfung mit der Aktiv:Karte wird das Angebot stark genutzt: Bis Mitte August wurden heuer 74 Anträge eingebracht, 60 davon konnten bewilligt werden. Im gesamten Jahr 2024 waren es nur elf Bewilligungen. Weil das Budget Mitte August erschöpft war, mussten neue Anträge vorübergehend zurückgestellt werden. Mit den zusätzlichen Mitteln kann das Wohnservice die Bearbeitung nun wieder aufnehmen.
Die 50.000 Euro stammen aus dem Sozialressort und dem Wohnservice. Sozialstadträtin Andrea Brandner betont: „Eine leistbare Wohnung zu finden, ist für viele Menschen bereits eine große Herausforderung. Wenn dann auch noch die Kaution zum unüberwindbaren Hindernis wird, darf das nicht das Ende der Wohnungssuche bedeuten. Der Kautionsfonds schafft hier ganz konkret Abhilfe: Allein heuer konnten bereits 60 Haushalte mit dieser Unterstützung eine neue Wohnung beziehen. Die hohe Nachfrage zeigt, wie wichtig dieses Angebot gerade für Menschen mit niedrigem Einkommen ist. Deshalb stellen wir aus dem Sozialressort weitere Mittel bereit und sorgen dafür, dass das Wohnservice die Anträge wieder bearbeiten kann.“
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