Neue Kulturausschreibung der Stadt Salzburg: „Blind Date" – interdisziplinäres Projektformat für junge Kreative

Die Kulturabteilung der Stadt Salzburg startet mit „Blind Date" einen Open Call, der junge Kunst- und Kulturschaffende, Kreative und Studierende bewusst ins Unbekannte schickt – und genau darin sein Potenzial entfaltet.
06.05.2026
Bis 7. Juni 2026 läuft die neue Ausschreibung der Kulturabteilung der Stadt:Salzburg
(Bild mit KI generiert)

Die Kulturabteilung der Stadt Salzburg lädt mit dem neuen Format „Blind Date" junge Kreative, Kunst- und Kulturschaffende aller Sparten sowie Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen ein, sich für ein ungewöhnliches interdisziplinäres Projektformat zu bewerben. Das Besondere daran: Wer sich bewirbt, weiß nicht, auf wen er oder sie treffen wird.

Statt fertiger Konzepte oder ausgearbeiteter Projekte steht beim „Blind Date" die gemeinsame Ideenentwicklung im Mittelpunkt – ohne vorab festgelegte Konstellationen und ohne inhaltliche Vorgaben. Die Teams werden erst nach Auswahl der Einzelbewerbungen durch eine Jury zusammengestellt. Das erste Aufeinandertreffen der Teilnehmer:innen erfolgt bei einem eigens organisierten Vernetzungstreffen der Kulturabteilung. Bestehende Gruppen können nicht einreichen – das Format setzt auf echte, bewusste Begegnung.

Bürgermeister Bernhard Auinger betont: „Mit ‚Blind Date‘ schaffen wir ein Format, das junge Kreative über Fachgrenzen hinweg zusammenbringt und völlig neue Verbindungen ermöglicht. Wenn Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen ohne vorgefertigte Konzepte aufeinandertreffen, entsteht ein Raum, in dem wirklich Neues wachsen kann. Diese Ausschreibung stärkt nicht nur die junge Kulturszene, sondern eröffnet auch Perspektiven, die durch mutige, interdisziplinäre Zusammenarbeit entstehen.“

Jenseits klassischer Förderformate

„Blind Date" schafft Raum für Austausch und gemeinsames Experimentieren jenseits klassischer Förderstrukturen, die an vorhandene Konzepte gebunden sind. Gefördert wird der Prozess selbst: die Entwicklung eines gemeinsamen Projekts, dessen Ausgang bewusst im Ungewissen liegt. Gerade dieses Arbeiten ins Unbekannte hinein eröffnet neue Perspektiven, ungewöhnliche Denkweisen und überraschende Ansätze.
Der Open Call leistet damit einen konkreten Beitrag zur Umsetzung der städtischen Kulturstrategie UNSA Salzburg – insbesondere zur nachhaltigen Stärkung von Entwicklungs- und Entfaltungsprozessen für Kunst- und Kulturschaffende, Studierende und junge Kreative in Salzburg.

„‚Blind Date‘ ist in erster Linie ein neues Vernetzungsformat, das gewohnte Arbeitslogiken aufbricht und den Mut zum Experiment in den Vordergrund stellt. Der Impuls für diese Ausschreibung kam von jungen Kulturschaffenden selbst.
Es geht zum Einen darum, Menschen aus ihrer eigenen Bubble herauszuholen und in andere Konstellationen zu bringen. Vor allem aber geht es bei dem Call um Vernetzung, neue Arbeitskontakte knüpfen und Projekterfahrung sammeln – davon profitieren junge Künstler:innen und Kreative am meisten“, so Kulturabteilungsvorständin Dagmar Aigner. 

So funktioniert das Format

Die interdisziplinären Teams bestehen aus vier bis fünf Personen und arbeiten über einen Zeitraum von drei Monaten, von Anfang September bis Ende November 2026, gemeinsam an der Entwicklung eines Projektkonzepts. Die Treffen der Teams werden individuell, flexibel und eigenständig organisiert. Begleitet wird der Prozess durch eine erfahrene Mentor:in. Nach Verfügbarkeit steht den Teams zudem vorhandene städtische Infrastruktur zur Verfügung, etwa das Probehaus in Gnigl.
Im Dezember 2026 präsentieren alle Teams ihre entwickelten Konzepte im Rahmen eines gemeinsamen Abends. Pro Team stehen 6.000 Euro für die Projektentwicklung zur Verfügung.

Voraussetzungen und Einreichung

Bewerben können sich Einzelpersonen mit Lebensmittelpunkt in Salzburg. Einzureichen sind eine Biografie mit Angabe der eigenen Fachrichtung bzw. Sparte, die derzeitige oder angestrebte Tätigkeit im Kulturbereich, eine kurze Motivation sowie Verfügbarkeit im Projektzeitraum (September bis Ende November 2026) und ein Meldezettel als Nachweis des Lebensmittelpunkts in Salzburg.

Einreichschluss: 7. Juni 2026

Lapuch Laura BA