ZWISCHENSPIEL: Stadt Salzburg macht Leerstand zum Arbeitsraum für kreative Ideen

Kulturabteilung startet neue Ausschreibung für fünf Projekte im ehemaligen Seniorenwohnhaus Hellbrunn
22.05.2026
Im ehemaligen Seniorenwohnhaus Hellbrunn werden temporäre Arbeitsplätze für kreative Projekte zur Verfügung gestellt.
(Symbolbild)

Salzburg ist international als Kulturstadt bekannt. Gleichzeitig brauchen junge Künstler:innen, Kreative und Gründer:innen leistbare Räume, um Ideen zu entwickeln, Projekte zu erproben und Netzwerke aufzubauen. Genau hier setzt das neue Förderprogramm ZWISCHENSPIEL der Kulturabteilung der Stadt Salzburg an: Im ehemaligen Seniorenwohnhaus Hellbrunn in der Hellbrunnerstraße 28 werden temporäre Arbeitsplätze für kreative Projekte zur Verfügung gestellt.

Mit dem Programm wird leerstehender Raum nicht nur zwischengenutzt, sondern aktiv für Kultur- und Kreativwirtschaft geöffnet. Bewerben können sich Künstler:innen und Kreativschaffende, kollaborative Zusammenschlüsse, Studierende am Ende ihres Studiums sowie gründungsinteressierte Personen mit Bezug zur Salzburger Kultur- und Kreativwirtschaft. Ausgewählt werden fünf Projekte, die ab 1. Oktober 2026 für bis zu zwölf Monate im Haus arbeiten können.

„Salzburg ist Kulturstadt von Weltrang. Damit das so bleibt, brauchen wir aber nicht nur starke Bühnen und etablierte Institutionen, sondern auch Räume, in denen neue Ideen wachsen können. Mit dem ZWISCHENSPIEL machen wir Leerstand zu einem Möglichkeitsraum für Künstler:innen, Kreative und Gründer:innen. Das ist eine Investition in die nächste Generation der Salzburger Kultur- und Kreativszene“, betont Bürgermeister Bernhard Auinger.

Das Programm bietet den ausgewählten Teilnehmer:innen einen eigenen Büroarbeitsplatz in einem Haus mit historischem Charme. Eine Miete fällt nicht an, zu bezahlen sind lediglich Betriebskosten in der Höhe von rund 65 Euro pro Monat. Zusätzlich erhalten die Projekte Zugang zu Workshops, Mentoring, Beratung und Vernetzung mit Expert:innen der Branche. Nach sechs Monaten präsentieren die Teilnehmer:innen den Zwischenstand ihrer Arbeit vor einer Jury. Bei positiver Entwicklung ist eine Verlängerung um weitere sechs Monate möglich. Dafür steht ein Projektbudget von bis zu 5.000 Euro zur Umsetzung pro Projektidee zur Verfügung.

„Das Programm Zwischenspiel soll ein Transmissionsriemen für jene sein, die mit einer kreativen Idee an der Weggabelung zur Selbstständigkeit stehen, aber noch nicht so genau wissen, ob und wie die Idee auch tatsächlich realisierbar ist. Für ein Jahr besteht ein gewisser geschützter und begleiteter Rahmen, in dessen Umfeld das Vorhaben reifen kann. Kunst und Kultur sind für die Stadt Salzburg ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Genau hier setzt Zwischenspiel an.“ sagt die Abteilungsvorständin für Kultur, Bildung und Wissen Dagmar Aigner.

Die Auswahl erfolgt in einem zweistufigen Verfahren. Zunächst werden die eingereichten Unterlagen gesichtet. Entscheidend sind unter anderem Kreativität, Innovationspotenzial und die realistische Umsetzbarkeit der Projektidee. Die zehn vielversprechendsten Einreichungen werden anschließend zu einem Hearing am 26. Juni eingeladen. Jede:r hat 10 Minuten Zeit, sein/ihr Projekt vorzustellen. Daraus werden fünf Projekte von einer unabhängigen Jury ausgewählt.

Bewerbungen sind bis 16. Juni 2026 möglich. Eingereicht werden ein Motivationsschreiben, eine kurze Projektbeschreibung sowie ein Lebenslauf. Das Projekt soll im Rahmen des Programms weiterentwickelt und umgesetzt werden können und einen Bezug zur Salzburger Kultur- und Kreativwirtschaft haben.

Factbox

  • ZWISCHENSPIEL: Leerstand mit kreativen Ideen füllen
  • Ort: ehemaliges Seniorenwohnhaus Hellbrunn, Hellbrunnerstraße 28
  • Programmstart: 1. Oktober 2026
  • Dauer: bis zu 12 Monate
  • Auswahl: 5 Projekte
  • Bewerbungsfrist: 16. Juni 2026
  • Hearing: 26. Juni 2026, 10 Minuten pro Projekt
  • Leistungen: Arbeitsplatz, Workshops, Mentoring, Beratung, Networking
  • Kosten: keine Miete, nur Betriebskosten von rund 65 Euro pro Monat
  • Projektbudget

Lapuch Laura BA